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INTERVIEW PARTNERSCHAFT NORDIRAK PROJEKT­FÖRDERUNG SEZ

Im Gespräch mit Ghazalleh Pakseresht

Ghazalleh Pakseresht und Laurids Novak (SEZ) bei der Akteurskonferenz der Partnerschaft Baden-Württemberg und Nordirak in Stuttgart ©SEZ/ Hasan Malla

Auf unserer letzten Reise in den Nordirak haben wir Ghazalleh Pakseresht getroffen. Sie ist die Mutter des verstorbenen Musikers, Unternehmers und Produzenten Xatar (geb. Giwar Hajabi). Ghazalleh war Lehrerin im Iran und musste vor Repressalien bis hin zum Gefängnisaufenthalt mit ihrem Kind Giwar (Xatar), aufgrund Ihres politischen Engagements im Iran und Irak, nach Deutschland fliehenGemeinsam haben wir die Schule für Waisenkinder vom Verein Our Bridge e. V. in Khanke, im Nordirak, besucht. Erfahren Sie im Interview mehr über das geförderte Projekt, den Bezug zu Xatar sowie die Partnerschaft Baden-Württemberg und Nordirak.

Liebe Ghazalleh, schön, dass wir uns heute hier bei der Akteurskonferenz der Partnerschaft Baden-Württemberg und Nordirak in Stuttgart wieder treffen und du Zeit für ein kurzes Gespräch hast. Uns interessiert vor allem, was du in dem Projekt von Our Bridge e. V. siehst, was begeistert dich an dem Projekt?

Mein Sohn Giwar, also Xatar, hat mich bei seinem Engagement für die jesidischen Kinder nach dem Genozid immer Teil haben lassen.  

Xatar war wie viele Menschen schockiert vom Massaker an den Jesidinnen und Jesiden. Deshalb wollte er unbedingt etwas für jesidische Kinder tun, die durch Daesh zu Waisenkindern geworden sind. Dann entstand durch Paruar Bako die Idee ein Waisenhaus zu bauen und Giwar hat sofort alles eingesetzt, was in seiner Macht stand, um die Idee zu realisieren. Er hat seine Rap- und Musikfreund*innen für ein Konzert arrangiert, um den Erlös nach Kurdistan zu schicken (“The Voice of The Voiceless”, Anm. der Red.). Ideen gibt es wie Sand am Meer, aber wenn die Idee nicht durch Geld unterstützt wird, dann bleibt es immer nur ein Traum. Deshalb hat Giwar, wie Paruar und Michael dankbar sagen, als Erster das Licht gezündet. 

Warum ich nach seinem Tod nochmal hingegangen bin – um ihm nah zu sein. Ich hatte das Gefühl, dass ich dort seiner Seele näher bin. Ich glaube, dass er meinen Besuch mitbekommen hat, auch wenn er nicht mehr hier ist.  

Ich glaube, er wollte nicht, dass ich allein dort bin, aber das war ich nicht – du und Philipp waren dort und Paruar (Laurids Novak und Philipp Keil von der SEZ und Paruar Bako von Our Bridge e.V., Anm. d. Red.). Ihr alle habt euch um mich gekümmert, wie Botschafter von Giwar. Das war etwas ganz Besonderes für mich und hat mich abgelenkt. Vor Ort habe ich gesehen, dass sein Weg weiter geht. Deshalb war ich dort und habe sehr, sehr viel Kraft mit zurück nach Deutschland genommen.  

Ich versuche natürlich, seinen Weg durch meine Erfahrungen und in meinem Bekanntenkreis weiterzuführen, um eure Organisation beziehungsweise Paruar und Our Bridge zu unterstützen. Die Idee soll weitergehen.

Was würdest du sagen, zeichnet dieses Projekt von Our Bridge e.V. und Paruar Bako aus? Was macht es zu so etwas Besonderem?

Also das Besondere ist, was die Kinder jetzt haben. Einen Ort, wo Werte und Menschenrechte weitergeführt und gepflegt werden. Das, was ihr macht, eure Organisation, dass ihr diese Schule unterstützt, das ist etwas Besonderes. Und was mir am meisten gefällt, sind die jungen Engagierten – Paruar und Michael – sie sind einmalig, also was sie bereits alles gemacht haben.  

Philipp (Keil, Geschäftsführender Vorstand der SEZ, Anm. d. Red.) hat vorhin gesagt, wir müssen von den Betroffenen, den Menschen vor Ort lernen. Also diese zwei jungen Männer aus Deutschland (Paruar und Michael von Our Bridge e.V., Anm. d. Red.), sind einfach nach Khanke gegangen und engagieren sich dort seit Jahren. Giwar hat nachdem Paruar ihm von der Idee erzählte auch einfach gesagt, komm das machen wir – mit vollem Vertrauen in die jungen Engagierten. Das gibt mir Kraft.  

Die Kinder haben mir erzählt, dass sie irgendwann mal Ärzte oder Lehrerinnen werden wollen. Ich habe in den Kindergesichtern und ihrem Lächeln Giwars Seele gesehen. Und auch als ich traurig war, kamen die Kinder zu mir und haben mir ein Bild von ihm gezeigt, wo steht “Unser Robin Hood”. Die Begegnungen mit den Kindern haben mich getröstet, sie haben gesagt, ich solle nicht weinen. Also das war sehr bewegend.

Es ist sehr schön, dass du deine Erlebnisse mit uns teilst und den Wert bemisst, den diese Projekte für uns haben. Auch, dass du das mit einem ganz anderen, für uns so wertvollen Blick bewertest. Vielleicht noch zum Abschluss die Frage: Was wünscht du dem Projekt?

Also ich wünsche mir für das Projekt, dass das Engagement in Deutschland auch gesehen und wertgeschätzt wird. Die Engagierten sind noch so jung, aber so weise. Sie haben so viel auf die Beine gestellt, sie geben ihr Bestes und es geht immer weiter. Das heißt, diese Unterstützung von euch, die fruchtet und das wird noch mehr – wie bei Blumen, wenn der Wind kommt und den Samen weiterträgt.

Und was würdest du der Partnerschaft Baden-Württemberg und Nordirak wünschen?

Das ist eine sehr wichtige Frage. Ich denke, was ihr bis jetzt gemacht habt, macht ihr sehr gut, also weitermachen. Ich bin sehr dankbar und sprachlos, wie und wie sehr ihr euch für die Kurdinnen und Jesiden einsetzt und helft. Ich wünsche euch und uns, dass ihr diese Bemühungen auch in Zukunft weiter macht und weiter machen könnt.

Liebe Ghazallehmöchtest du uns noch spontan eine Idee äußern, welche Art von Projekt aus deiner Perspektive gut für die traumatisierten Kinder vor Ort sein könnte?

Musik heilt die Seele, egal was man erlebt hat. Als Mutter von Xatar und selbst Musikerin fände ich es schön, wenn man Räumlichkeiten schafft, in denen die traumatisierten Kinder Musik erleben und lernen können. Klassische Instrumente wie Geige, Klavier aber auch mit orientalischer Musik und Instrumenten wie der Sitar und Saz. Es wäre schön, wenn in zehn Jahren, die Kinder als Orchester auftreten und ihre Musik zum Beispiel hier in Europa teilen. Musik und Sport, das heilt sehr und damit kann man auch seinen Lebensunterhalt verdienen.

Für uns ist es immer ein besonderer Momentdie Schule Harman von Our Bridge zu besuchen. Einmal waren wir mit Ihnen im Heiligtum Lalesch, ein anderes Mal haben wir spannende Menschen getroffen, die jetzt auch hier bei der Akteurskonferenz sind und jetzt bei der letzten Reise im Oktober haben wir dich kennenlernen dürfen. Uns war immer bewusst, dass Xatar wie ein Patron seine Hand über Our Bridge gehalten hat, aber uns war nicht ganz klar, wie konkret. Danke, dass wir durch dich und deine Erzählungen Giwar, also Xatar, und sein Wirken persönlich erfahren konnten. Wir sind dankbar, dass wir dich dort kennenlernen durften und hoffen, dass du uns in der Partnerschaft erhalten bleibst.

Ja, natürlich das werde ich. Vielen Dank als Kurdin an euch, an die Stiftung Entwicklungs-Zusammenarbeit Baden-Württemberg, und besonders an euch, Laurids (Novak) und Philipp (Keil), für euer Engagement für die Kurden und Jesidinnen in Khanke und Shengal.

Hast du noch etwas auf dem Herzen, das du gerne teilen möchtest?

Michael Erk, der Schulleiter der Schule bei Our Bridge schrieb mir nach meinem Besuch sehr bewegende Worte. Einen kurzen Ausschnitt davon, der mich sehr berührt hat, möchte ich gerne teilen: 

“Seine (Giwars bzw. Xatars) Spuren sind lebendig in den Mauern unserer Schule. In den lachenden Stimmen der Kinder. In jedem Traum, der dort neu geboren wird.” 

Das hat mich sehr beruhigt und macht mich stolz als Mutter.

Ghazalleh vielen Dank für deine Zeit und, dass du heute hier bist.

Ich danke dir, also euch, dass ich euch kennengelernt habe. Das war für mich eine einmalige Begegnung. Also vielen Dank.

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BENEFIZ INTERVIEW PARTNERSCHAFT NORDIRAK PROJEKT­FÖRDERUNG

Im Gespräch mit Friedensnobelpreisträgerin Nadia Murad

Friedensnobelpreisträgerin Nadia Murad auf der Messe Fair Handeln 2025 (Foto: SEZ/fotonoid).

Nadia Murad ist eine weltweit bekannte Menschenrechtsaktivistin und Überlebende des Völkermords an den Jesid*innen durch den sogenannten Islamischen Staat im Nordirak im Jahr 2014. Für ihren Einsatz gegen sexualisierte Gewalt erhielt sie 2018 gemeinsam mit Dr. Denis Mukwege den Friedensnobelpreis. Als Sonderbotschafterin der Vereinten Nationen für die Würde der Überlebenden von Menschenhandel setzt sie sich unermüdlich für Gerechtigkeit und den Schutz verfolgter Minderheiten ein.

Dafür ist Nadia Murad viel unterwegs – im Nordirak, den USA aber auch in der Region Stuttgart, wo sie mittlerweile lebt. Nadia Murad ist eine von rund 1.100 jesidischer Frauen, die seit 2015 über ein Sonderkontingent nach Baden-Württemberg gekommen sind. Mit ihrer Organisation Nadia’s Initiative unterstützt sie Überlebende von Gewalt, fördert den Wiederaufbau von Gemeinden im Nordirak und kämpft für die Aufarbeitung von Kriegsverbrechen. Ihr Ziel ist es, Betroffenen eine Stimme und Perspektive zu geben und, dass sich derartige Gräueltaten nicht wiederholen. Nadia’s Initiative wurde bereits mehrmals über die SEZ mit Mitteln des Landes Baden-Württemberg gefördert.

Im Interview spricht Nadia Murad über ihr Engagement, die Herausforderungen ihrer Arbeit und die Bedeutung von Partnerschaften – wie die Zusammenarbeit mit der SEZ. Erfahren Sie mehr über ihre Wünsche für die Zukunft und wie jede*r Einzelne dazu beitragen kann, Veränderung zu bewirken.

Frau Murad, Sie sind weltweit bekannt für Ihren Einsatz für die Rechte von Frauen und Minderheiten. Wenn Sie heute auf Ihren Weg bis hierhin zurückblicken: Was waren entscheidende Momente für Ihr Engagement und wie hat sich Ihr Engagement im Laufe der Jahre verändert?

Wenn ich zurückblicke, dann gibt es mehrere Momente, die mein Engagement befördert haben. In meinem autobiographischen Buch Ich bin eure Stimme habe ich beschrieben, wie ich Zeugin von einem der schlimmsten Verbrechen gegen die Menschlichkeit der heutigen Zeit geworden bin – das Töten und die Entführung meiner Familie, Freund*innen und Mitglieder meiner Gemeinschaft sowie die Zerstörung meines Zuhauses und Dorfes. Ich wurde Zeugin davon, was meiner Mutter, meinen Schwestern, Nichten und Neffen passiert ist und das sind Erinnerungen, die ich niemals vergessen kann.

Wir lebten ein einfaches Leben und wurden von einer der brutalsten Terrororganisationen der Welt angegriffen. Ihr Ziel war es nicht nur uns als Individuen zu vernichten, sondern unser Volk, uns Frauen und die gesamte Gemeinschaft auszulöschen. Ich überlebte, während es so viele Frauen und Mädchen nicht geschafft haben und das bewegte mich dazu, meine Geschichte zu erzählen und für diejenigen zu sprechen, deren Stimmen der Islamische Staat zum Schweigen bringen wollte.

Später traf ich auf Reisen in Ländern wie der Demokratischen Republik Kongo, Kenia, der Ukraine und Kosovo Überlebende sexueller Gewalt und da wurde mir klar, dass was den Jesid*innen widerfahren ist, kein Einzelfall war. Sexuelle Gewalt wird weltweit als Kriegswaffe eingesetzt. Diese Erkenntnis verstärkte mein Engagement – nicht nur für meine Gemeinschaft, sondern für Überlebende überall.

Allzu oft wird sexuelle Gewalt in Konflikten als Nebeneffekt des Krieges behandelt und nicht als bewusste Taktik. Diese Auffassung müssen wir ändern. Mein Weg wurde durch persönliche Verluste geprägt aber auch die Stärke von anderen Überlebenden hatte einen starken Einfluss. Deshalb setze ich mich weiterhin dafür ein, dass Verantwortliche zur Rechenschaft gezogen werden und Überlebende Unterstützung erhalten, um ihr Leben wieder aufbauen zu können.

Sie inspirieren viele Menschen, doch häufig wissen diese nicht, wie genau sie Ihren Einsatz für Menschenrechte unterstützen können. Was wäre ein konkreter, vielleicht sogar ungewöhnlicher Rat, den Sie den Leser*innen aber auch uns, als Förderin, mit auf den Weg geben würden, um etwas zu bewegen?

Als ich es schaffte, aus der Gefangenschaft zu entkommen, waren mein Zuhause und mein Dorf zerstört und unter der Kontrolle des IS. Ich war gezwungen, in einem Geflüchtetenlager in meinem eigenen Land zu leben. Ich habe selbst erlebt, wie solche Lager das Gefüge von Familien und Gemeinschaften zerstören, weil es ihnen an Privatsphäre, Arbeitsmöglichkeiten, angemessener Bildung und der Sicherheit eines familiären Umfelds mangelt.

Diese Erfahrung hat mich in meiner Überzeugung bestärkt, dass Geflüchtetenlager keine sichere und langfristige Lösung für Menschen sind, die einen Völkermord erlebt haben. Aus diesem Grund haben wir uns bei der Gründung von Nadia’s Initiative darauf konzentriert, Sindschar wieder aufzubauen, anstatt in den Lagern tätig zu werden. Wir haben in Projekte investiert, die Infrastruktur wieder aufzubauen, neue Möglichkeiten vor Ort zu schaffen und den Menschen eine Chance zu geben, sicher in ihre Heimat zurückzukehren.

Gleichzeitig habe ich die Regierungen der Länder in Europa, Nordamerika und darüber hinaus aufgefordert, Jesid*innen und anderen Überlebenden, die noch nicht in ihre Heimat zurückkehren können, Recht auf Asyl zu gewähren. Zwar haben einige Länder wie Frankreich, Deutschland, Kanada und Australien Überlebende aufgenommen, doch kein Land war bereit, allen Jesid*innen Schutz zu gewähren. Deshalb bin ich überzeugt, dass die wirksamste Hilfe, die Regierungen, lokale Behörden – einschließlich das Land Baden-Württemberg – und internationale Unterstützer*innen anbieten können darin besteht, direkt in nachhaltige Lösungen in Post-Konfliktregionen wie Sindschar zu investieren.

Mit anderen Worten: Der beste Weg, um langfristige Veränderungen zu erreichen, besteht nicht in kurzfristiger Hilfe, sondern darin, Gemeinschaften dabei zu unterstützen, ihre Heimat wiederaufzubauen, ihre Würde zurückzugewinnen und die Grundlage für eine sichere und stabile Zukunft zu schaffen.

Wenn Sie sich die Welt in 25 Jahren, im Jahr 2050, vorstellen: Was wäre für Sie das deutlichste Zeichen, dass Ihre Arbeit, die Ihrer Organisation und der Partnerschaft Baden-Württemberg und Nordirak – nachhaltig gewirkt hat?

Um ehrlich zu sein, ist es schwer vorstellbar, wie die Welt in 25 Jahren aussehen wird. Wir erleben rasante geopolitische Veränderungen, eine sich beschleunigende Klimakrise und tiefgreifende Erschütterungen der politischen, wirtschaftlichen und kulturellen Systeme.

Das deutlichste Zeichen für die nachhaltige Wirkung unserer Arbeit und dieser Partnerschaft wäre jedoch, wenn die heute initiierten Projekte langfristig weitergeführt, von der Gemeinschaft selbst getragen sind und sich darauf konzentrieren, die am meisten marginalisierten Menschen zu stärken – insbesondere Frauen und Mädchen.

Ein Beispiel dafür ist das erste Frauenzentrum, das wir in Sindschar gegründet haben. Es ist bereits zu einem Leuchtturmprojekt der Hoffnung geworden und hat das Potenzial, die Rechte von Frauen und Mädchen zu stärken und ihnen gleichzeitig die Bildung und Kenntnisse zu vermitteln, die sie für ihren Erfolg benötigen. Wenn solche Zentren im Jahr 2050 noch immer bestehen und wachsen, diese von lokalen Frauen geleitet werden, Generationen von Überlebenden unterstützen und zu einer stärkeren, widerstandsfähigeren Gemeinschaft beitragen, dann wäre das ein deutliches Zeichen dafür, dass unsere Arbeit nachhaltig etwas bewirkt hat.

Liebe Frau Murad, vielen herzlichen Dank für diesen Einblick und Ihre Zeit.

Projekte von Nadia’s Initiative beim Traditionellen Benefizkonzert der SEZ am 16. Oktober 2025 im Neuen Schloss in Stuttgart unterstützen

In diesem Jahr stehen Projekte der Partnerschaft mit dem Nordirak im Mittelpunkt. So beispielsweise das Projekt „Hoffnung durch Sport neu aufbauen – Jugendliche in Sindschar stärken“, durchgeführt von der Organisation Nadia’s Initiative, gegründet von Friedensnobelpreisträgerin und Menschenrechtsaktivistin Nadia Murad.

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AMAHORO! LANDESPARTNERSCHAFT BWIRKT! PROJEKT­FÖRDERUNG

bwirkt! Burundi – Ihre Förderlinie für Partnerschaftprojekte

Es ist wieder soweit: Sie haben die Möglichkeit Ihr Partnerschaftsprojekt in Burundi fördern zu lassen. Reichen Sie zwischen dem 1. September und 17. Oktober einen Antrag bei bwirkt! Burundi ein und erhalten Sie so die Chance auf eine Förderung bis zu 20.000€.

bwirkt! Burundi ist die Fördermöglichkeit der SEZ für Projekte in Burundi durch Mittel des Landes Baden-Württemberg. Das Förderprogramm bwirkt! Burundi dient der Stärkung und Festigung der AMAHORO! Landespartnerschaft zwischen Baden-Württemberg und Burundi.
Die Förderschwerpunkte sind:

  • Ernährungssicherheit
  • Einkommensschaffung
  • Friedensförderung

Wer ist antragsberechtigt?

  • Organisationen aus Baden-Württemberg, die idealerweise bereits eine Partnerschaft bzw. einen Kontakt mit einer Organisation in Burundi haben oder in Anbahnung einer Partnerschaft sind.
  • Die antragsstellende Organisation sollte ihren Sitz in Baden-Württemberg haben.
    Im Einzelfall können sich auch deutschlandweit Organisationen bewerben.
  • Pro Organisation kann nur ein Antrag auf bis zu 20.000 € eingereicht werden.
  • Mindestens 15% der Gesamtausgaben müssen Eigenmittel sein.
  • Die Projekte dürfen maximal 12 Monate laufen.
  • Der offizielle Start der Projekte muss zwischen dem 12. Januar und 12. Februar 2026 liegen.

Grundsätzlich nicht gefördert werden können:

  • Reine Besuchsprogramme.
  • Projekte, die der Form und dem Zweck nach einer institutionellen Förderung entsprechen würden.
  • Laufende Kosten, die auch nach Abschluss eines Projektes notwendigerweise anfallen (Strom, Miete, auf Dauer notwendige Gehälter, z. B. für Lehrkräfte).
  • Reise- & Personalkosten der antragstellenden Institution aus Baden-Württemberg.

Um Ihren Antrag einzureichen, nutzen Sie das digitale Antragsportal der SEZ. Der Einsendeschluss ist der 17. Oktober 2025 um 16:00 Uhr MESZ. Anträge per Post oder E-Mail können nicht berücksichtigt werden.

Gerne können sie einen Termin für eine Beratung ausmachen. Kontaktieren Sie dazu Ihre Ansprechpartnerin Raïssa Mpundu unter bw-burundi@sez.de.

Inspiration gefällig? Einblicke in ein Projekt aus dem Jahr 2024

Ein Beispiel aus dem Förderjahr 2024 zeigt wie vielfältig die Projekte sind:

Von Januar bis Juni 2025 reiste das Theaterstück Ingundu y’Umuganuro durch Burundi. Es erzählt die Geschichte der alten Umuganuro-Feier auf neue Weise. Dabei ging es darum, sich an die eigenen Wurzeln zu erinnern, über die Vergangenheit nachzudenken und neue Gespräche über Zusammenhalt und Frieden im Land anzustoßen.

In dieser Zeit gab es 18 Aufführungen mit anschließenden Diskussionen – an Universitäten, Schulen und Kulturzentren. Statt der erwarteten 4.500 kamen rund 12.000 Menschen. Viele von ihnen erzählten später, wie stark das Stück sie berührt hat. Lehrkräfte, Studierende, Geistliche und Dorfälteste sagten: Dieses Theater gibt der Kultur Würde zurück, bringt Menschen näher zusammen und stärkt die Arbeit für Frieden und Versöhnung.

So wurde das Projekt zu einem wichtigen Schritt für Heilung und gemeinsames Weitergehen in Burundi.

Fokus auf nachhaltige Entwicklungsziele seit 2018

Seit 2018 unterstützt bwirkt! Burundi Projekte im Partnerland Baden-Württembergs. Seitdem wurden 89 Projekte mit einer durchschnittlichen Fördersumme von ca. 300.000 € pro Jahr in verschiedenen Gegenden und Städten Burundis gefördert. Nahezu die Hälfte aller Vorhaben trug zur Erreichung von SDG 1 (“Keine Armut”) bei. Jeweils ein Drittel konzentrierte sich auf SDG 2 („Kein Hunger“), SDG 3 („Gesundheit und Wohlergehen“) sowie SDG 8 („Menschenwürdige Arbeit und Wirtschaftswachstum“). Die untere Graphik verdeutlicht, wie viele Projekte sich mit den jeweiligen SDGs befassen.

Anmerkung: Organisationen können mehrere SDGs in ihren Projekten angehen.

Man sieht eine Grafik für die Verteilung der SDGs. 45% SDG 1 34% SDG 2 34% SDG 3 13% SDG 4 25% SDG 5 3% SDG 6 1% SDG 7 33% SDG 8 6% SDG 9 21% SDG 10 4% SDG 11 6% SDG 12 10% SDG 13 0% SDG 14 0% SDG 15 17% SDG 16 13% SDG 17
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PARTNERSCHAFT NORDIRAK PROJEKT­FÖRDERUNG SEZ

Partnerschaft auf der Fair Handeln: Baden-Württemberg und Nordirak

Gänsehautmomente auf dem Podium, informeller Austausch und Vernetzung sowie der virtuelle Besuch im Nordirak mit der Ausstellung „Nobody’s Listening“ haben die Vielseitigkeit der Partnerschaft Baden-Württemberg und Nordirak auf der Messe Fair Handeln erlebbar gemacht. Bereits seit 2015 besteht die Partnerschaft. Zehn Jahre später vertiefen wir die Zusammenarbeit und haben die vielseitige Messe Fair Handeln mit drei wirkungsvollen Programmpunkten zur Partnerschaft ergänzt:

Ein besonderer Moment war das Podiumsgespräch zwischen Friedensnobelpreisträgerin Nadia Murad und Staatssekretär Florian Hassler. Beide verkörpern sowohl die Geschichte der Partnerschaft als auch die Zukunft.

Ein Ursprung der Partnerschaft ist das Sonderkontingent des Landes Baden-Württemberg, dass 1.100 Frauen und Kindern aus dem Nordirak eine Zukunft in Sicherheit ermöglichte. Durch das Sonderkontingent habe Baden-Württemberg hier humanitäre Verantwortung übernommen, so Staatssekretär Hassler. Doch schnell war klar, dass Baden-Württemberg auch vor Ort unterstützt. Daraus ist eine Initiative mit der Region Dohuk entstanden, die heute die Partnerschaft trägt. Mittlerweile wurden über 50 Projekte im Nordirak gefördert.

So auch Projekte von Nadia’s Initiative, der Organisation von Friedensnobelpreisträgerin Nadia Murad. Murad betonte im Gespräch mit Staatssekretär Hassler, dass hier in Stuttgart auf der Bühne zu sitzen, sich anfühle wie heimzukommen. Sie sei viel unterwegs, doch die Anfänge ihres Engagements lägen in Baden-Württemberg: hier habe sie durch das Sonderkontingent die Möglichkeit gehabt, ihre Stimme und für Nadia’s Initiative Partner*innen fürs Leben zu finden. Diese Worte der Wertschätzung bestärken uns in unserem Engagement für die Partnerschaft. Sie zeigen, dass aus Menschlichkeit Freundschaften entstehen, die weit über Projektzeiträume hinausreichen.

Prof. Dr. Dr. Kizilhan ist Traumapsychologe, Gründer des Institute for Psychotherapy and Psychotraumatology an der Universität Dohuk und war hauptverantwortlich für das Sonderkontingent. Im Gespräch mit Friedensforscher Dr. Siyabulela Mandela betonte er: „Kriege hören vielleicht auf, doch Trauma nicht. Das Trauma der Jesiden geht weiter.“ Die Lage im Irak ist weiterhin prekär und für viele Betroffene ist keine Rückkehr möglich. Nadia Murad betonte früh in der Partnerschaft, dass der Sindschar nicht vergessen werden dürfe. Auch deshalb ist unser Ziel: die dauerhafte finanzielle Absicherung der Projekte für Bildung, Infrastruktur und Sicherheit.

Denn in den Gesprächen wird deutlich: wir kommunizieren häufig die Erfolgsgeschichten aus Partnerschaften – von denen es viele und schöne gibt, die inspirieren – doch die Lebensrealität vor Ort können wir uns hier in Baden-Württemberg nicht vorstellen.

Der Friedens- und Menschenrechtsaktivist Dr. Mandela hat an der Universität in Erbil gelehrt und betonte, dass die Häuser und Städte im Nordirak wiederaufgebaut werden müssen. Denn nur so erhalten die Kinder vor Ort eine Chance auf eine Zukunft zuhause.

Hier setzen wir heute an, denn die Partnerschaft Baden-Württemberg und Nordirak ist nach zehn Jahren wichtiger denn je, für Bewusstseinsbildung im Ländle und die Unterstützung der Initiativen im Nordirak – im Einsatz für eine lebenswerte Zukunft.

Fotos: SEZ/ fotonoid

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BENEFIZ PROJEKT­FÖRDERUNG SEZ

Weihnachts-Spendenaktion 2024

Machen Sie bei der Weihnachts-Spendenaktion der SEZ mit!

Dieses Jahr feiern wir das Jubiläum der Partnerschaft zwischen Burundi und Baden-Württemberg. Mit unserer Weihnachts-Spendenaktion und Ihrer Spende wollen wir deshalb zum Ende unseres Jubiläumsjahres Engagement in Burundi fördern:

Der Verein Burundi und Wir e.V. ist Teil der burundischen Diaspora und unterstützt gemeinsam mit der burundischen Initiative ADDESI Kleinbäuerinnen und ihre Familien in Burundi. Durch Zugang zu Bildung und Mikrofinanzierungen versorgen Frauen in ländlichen Regionen so ihre Familien und gestalten ihre Gemeinschaft. Die diesjährige Weihnachtsspende stärkt die Frauen, schenkt Hoffnung und fördert nachhaltige Landwirtschaft.

Wir freuen uns sehr, wenn Sie Teil der AMAHORO! Landespartnerschaft zwischen Baden-Württemberg und Burundi werden. Selbstverständlich stellen wir Ihnen für Ihre großzügige Unterstützung eine Spendenbescheinigung aus – auf Wunsch auch für Spenden unter 300€. Als Dankeschön präsentieren wir Sie gerne hier namentlich als Projektförderer.

Machen Sie bei der diesjährigen Weihnachts-Spendenaktion der SEZ mit und unterstützen Sie gemeinsam mit uns Frauen in ländlichen Regionen Burundis.

Spendenkonto

Stiftung Entwicklungs-Zusammenarbeit Baden-Württemberg (SEZ)

IBAN: DE26 6005 0101 0001 3612 74

BIC: SOLADEST600

Verwendungszweck: Jubilaeum24

Vielen Dank!

Ihr Ansprechpartner

PHILIPP KEIL

Geschäftsführender Vorstand

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BENEFIZ PROJEKT­FÖRDERUNG SEZ

Weihnachts-Spendenaktion 2023

Machen Sie bei der Weihnachts-Spendenaktion der SEZ mit!

Nächstes Jahr feiern wir das Jubiläum der Partnerschaft zwischen Burundi und Baden-Württemberg. Wir setzen uns deshalb besonders für deren Förderung ein. Schließlich sind langjährige Projekte und Freundschaften die Basis der BW-Burundi-Partnerschaft. Eines davon ist das Gesundheitszentrum in Mutumba, das sich bereits seit 1963 für eine umfassende medizinische Versorgung der lokalen Bevölkerung einsetzt.

In Anlehnung an das kirundische Sprichwort Abāntu n’íbīntu ní magiríranire möchten wir Sie deshalb in diesem Jahr um Ihre Unterstützung für jenes Gesundheitszentrum in Mutumba bitten. Mit Ihrer Spende unterstützen Sie unsere Partnerorganisation dabei, einen nachhaltigen Beitrag für das Wohlbefinden von Müttern, Kindern und bedürftigen Menschen in Mutumba zu leisten. Denn wie die burundische Weisheit besagt, leistet jede*r einen Beitrag zum Ganzen.

Wir freuen uns sehr, wenn Sie auch Teil der Partnerschaft werden und bei der diesjährigen Weihnachts-Spendenaktion der SEZ mitmachen.

Unterstützen Sie gemeinsam mit uns das Gesundheitszentrum in Mutumba im Osten Burundis und werden Sie bei Wunsch als Förder*in auf unserer Website genannt. Unten finden Sie weitere Informationen zum Projekt.

Ihre Spende unterstützt das Gesundheitszentrum dabei, die medizinische Versorgung in Mutumba zu gewährleisten und so einen nachhaltigen Beitrag für das Wohlbefinden von Müttern, Kindern und bedürftigen Menschen in Mutumba zu leisten.

Die Spenden gehen ohne Abzug von Verwaltungskosten direkt an unsere Projektpartner*innen. Für eine Spendenbescheinigung geben Sie bitte Ihre Adresse an. Vielen Dank!

Spendenkonto

Stiftung Entwicklungs-Zusammenarbeit Baden-Württemberg (SEZ)

IBAN: DE26 6005 0101 0001 3612 74 BIC: SOLADEST600

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BWIRKT! PROJEKT­FÖRDERUNG

Ausschreibung Fördermittel bwirkt! Inland

bwirkt! Inland

Baden-württembergische Organisationen können bis zum 19. Mai 2023 Anträge auf Fördermittel für entwicklungspolitische Bildungsarbeit im Inland aus dem Programm bwirkt! Inland stellen.

Auf Grundlage und zur Förderung der Umsetzung der Ziele der Entwicklungspolitischen Leitlinien für Baden-Württemberg sollen baden-württembergische Organisationen in ihrer entwicklungspolitischen Projektarbeit in Baden-Württemberg unterstützt werden.

In diesem Sinne werden landesweit Initiativen aufgerufen, die Fördermittel des Landes für breitenwirksame Aktivitäten und Maßnahmen in folgenden Feldern zu beantragen:

 

  • Informations- und Bildungsarbeit zur entwicklungspolitischen Bewusstseinsbildung in Baden-Württemberg.
  • Vernetzung entwicklungspolitischer Akteur*innen, insbesondere zur Einbindung des Engagements von Migrant*innen und Diasporagemeinschaften.
  • Globales Lernen und Studieren, insbesondere die gesellschaftliche Verankerung der Bildung für nachhaltige Entwicklung durch Projektarbeit in diesem Rahmen bzw. im Rahmen des interkulturellen Dialogs oder des Kulturaustauschs.
  • Nachhaltiger Konsum, verantwortliche Beschaffung, Fairer Handel und die entwicklungspolitische Verantwortung von Unternehmen. Partnerschaftliche Beziehungen mit Menschen in den Ländern Afrikas, Asiens und Lateinamerikas: insbesondere durch die Vermittlung eines modernen, nicht von Klischees geprägten Bildes des sogenannten Globalen Südens.

bwirkt! Inland ist Teil des Förderprogramms bwirkt! der Stiftung Entwicklungs-Zusammenarbeit Baden-Württemberg aus Landesmitteln, die der Landtag Baden-Württemberg für Projekte der Entwicklungszusammenarbeit im In- und Ausland sowie dem Partnerland Burundi beschlossen hat. Mit den Mitteln aus bwirkt! Inland werden Projekte zur entwicklungspolitischen Bildungsarbeit in Baden-Württemberg gefördert. Die Höchstfördersumme liegt bei 20.000 Euro, die Laufzeit der Projekte ist auf zwölf Monate begrenzt.

Die Antragsfrist für bwirkt! Inland endet am 19. Mai 2023 um 16:00 Uhr MESZ. Über die Projektzusagen entscheidet ein unabhängiges Gutachtergremium. Weitere Informationen finden Sie hier.

Ihr Kontakt:

MÜZEYEN TASDELEN

Projektkoordination Mindchangers & bwirkt! Inland

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MINDCHANGERS PROJEKT­FÖRDERUNG

Mindchangers – Fördermittel jetzt beantragen!

Klimagerechtigkeit, Migration und junges Engagement - das sind die Themen von Mindchangers. Jetzt können Anträge für Fördermittel gestellt werden!

Noch bis zum 15. September 2022 können gemeinnützige Organisationen, Städte und Kommunen Anträge auf Mindchangers-Fördermittel für das Projektjahr 2023 stellen. Projektideen können mit bis zu 40.000 Euro gefördert werden. Interessierte sollten sich auf jeden Fall für eines der Technischen Seminare am 28. oder 29. Juli 2022 anmelden, bei denen alles rund um die Mindchangers-Antragstellung und Projektdurchführung erklärt wird.

Bei der europaweiten Kampagne Mindchangers geht es um Empowerment von jungem Engagement zu den Themen Klimagerechtigkeit, Migration und der Agenda 2030. Ziel von Mindchangers ist es, diese Themen aus neuen Blickwinkeln zu beleuchten. Immer im Fokus stehen dabei das Engagement von jungen Menschen, die Sichtbarmachung neuer Perspektiven und der Ausbau von Kompetenzen rund um Diversität. So kann die baden-württembergische Bevölkerung für Themen der Agenda 2030 für nachhaltige Entwicklung sensibilisiert werden. Mindchangers ermöglicht so auch eine kritische Auseinandersetzung mit alten Konzepten wie beispielsweise Entwicklung, schafft Raum für die Diskussion aktueller globaler Ungleichheiten und bietet eine Plattform für die Neuaushandlung zukunftsfähiger und gerechter globaler Partnerschaften.

Die Stiftung Entwicklungs-Zusammenarbeit Baden-Württemberg und das Staatsministerium Baden-Württemberg arbeiten für Mindchangers eng mit den Partnerregionen Piemont, Auvergne- Rhône-Alpes, La Rioja, Federation Wallonie-Bruxelles und Dolj County zusammen. Gefördert wird Mindchangers vom EU-Programm für Entwicklungspolitische Bildung und Öffentlichkeitsarbeit (DEAR – Development Education and Awareness Raising).

MÜZEYEN TASDELEN

Projektkoordination Mindchangers & bwirkt! Inland

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BWIRKT! PROJEKT­FÖRDERUNG

Ausschreibung Fördermittel bwirkt! Ausland startet am 2. Juni

Die Verbindungslinien, die partnerschaftsliche Projekte aus Fördermitteln des Landes Baden-Württemberg finanziert, international ziehen.

Für das Förderprogramm bwirkt! Ausland der Stiftung Entwicklungs-Zusammenarbeit Baden-Württemberg (SEZ) aus Mitteln des Landes Baden-Württemberg können im Zeitraum vom 2.Juni bis 28. Juli 2023 Anträge über unser Antragsportal online eingereicht werden.

bwirkt! ist das Förderprogramm der SEZ und wird aus Mitteln des Landes Baden-Württemberg finanziert. Mit bwirkt!Ausland können Projekte der Entwicklungszusammenarbeit im Ausland gefördert werden. Konkret geht es dabei um die Entwicklung nachhaltiger Partnerschaften zwischen baden-württembergischen Initiativen und Institutionen sowie ihren Partner*innen im Globalen Süden. Grundlage dafür ist ein echtes Interesse an den Partner*innen sowie ein interkulturell sensibles Miteinander. Entgegen einer Patenschaft verfolgt die Partnerschaft ein gemeinsames Ziel: In partnerschaftlichen Projekten, die dem Grundsatz der „Hilfe zur Selbsthilfe“ folgen, stehen der beidseitige Gewinn und Nutzen im Vordergrund. Alle Informationen zur Förderlinie bwirkt!Ausland finden Sie hier. In der aktuellen Runde der bwirkt!Ausland Förderlinie können Organisationen aus Baden-Württemberg bis zur Bewerbungsfrist am 28.07.23 um 16:00 Uhr Anträge einreichen.

Antragstellung komplett online

Seit 2021 ist die Antragstellung bei der SEZ noch einfacher. Wenn Sie sich für eine Projektförderung bei der SEZ bewerben möchten, registrieren Sie sich einfach beim neuen SEZ-Antragsportal und füllen dort Ihren Antrag komplett online aus. Ihre Angaben können Sie jederzeit speichern und später weiterbearbeiten. Etwa 6-8 Wochen nach Ende der Bewerbungsfrist werden Sie per Mail und direkt im Antragsportal darüber informiert, ob Ihr Antrag erfolgreich war. Im Fall einer Förderungszusage werden dann weitere Bereiche wie „Vertrag zur Projektförderung“ und „Verwendungsnachweise“ für Sie freigeschaltet.

Alle inhaltlichen Fragen rund um die Projektförderung der SEZ können Ihnen unser Glossar und unsere FAQsbeantworten. Wenn Sie wissen möchten, welche Projekte bisher von der SEZ gefördert wurden, schauen Sie doch einmal hier vorbei. Für alle weiteren Fragen rund um die Antragstellung stehen wir Ihnen sehr gerne beratend zur Seite. Für ein persönliches Beratungsgespräch wenden Sie sich bitte per Mail an Ihren SEZ-Ansprechpartner Jerry Bide.

Sie möchten alle Ankündigungen rund um die Projektförderungen der SEZ per Email erhalten? Dann melden Sie sich einfach per Email mit den Kontaktdaten Ihrer Organisation für unseren Mail-Verteiler der Projektförderung hier an.

Ihre Ansprechpartnerin

WENCKE WANNER

Projektkoordination bwirkt! Ausland & Personal- und Finanzverwaltung

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AMAHORO! LANDESPARTNERSCHAFT BWIRKT! PROJEKT­FÖRDERUNG

UMUDERI W’I BURUNDI gegen Arbeitslosigkeit

Teilnehmer*innen der Berufsausbildung zur Näherin im Nyubahiriza-Zentrum mit ihren Zertifikaten / Participantes* à la formation professionnelle de couturière au centre de Nyubahiriza avec leurs certificats (Photo: SEZ/Burundi Film Center).

En français ci-dessous

Mit Förderung durch bwirkt! Burundi können Frauen in Bujumbura eine Ausbildung zur Näherin machen.

TW: Sexuelle Gewalt.

In selbstgefertigtem Kitenge gekleidet erhielten elf Frauen* aus dem Mütterheim Nyubahiriza (Kirundi für Respektiert uns!) im Viertel Mutakura in Bujumbura am 25. Februar 2022 Zertifikate für ihre Erfolge in der Schneiderei. Die Preisträger*innen hatten gerade ein Jahr lang eine Berufsausbildung in Schneiderei im Ausbildungszentrum der Fondation Stamm absolviert. Um die Ausbildung zu ermöglichen, hatte das Nyubahiriza-Zentrum für ihre Anreise, ihren Lebensunterhalt und andere grundlegende Produkte, welche die Frauen oft benötigen, gesorgt. Mit der Unterstützung der SEZ durch die Förderlinie bwirkt! Burundi 2020 haben die Mitglieder des Nyubahiriza-Zentrums gelernt, verschiedene Kleidungsstücke zu nähen, darunter Uniformen für Kindergarten-, Grund- und Sekundarschüler*innen sowie für Krankenpfleger*innen.

Die Teilnehmer*innen, die aus verschiedenen Provinzen des Landes kamen, zeigten sich zufrieden mit dieser Ausbildung, die für ihr zukünftiges Leben von Vorteil ist. Lydia Irakoze, Mutter von vier Kindern und Absolventin mit Auszeichnung, hatte zuvor erfolglos versucht, als Händlerin zu arbeiten. Wie sie nun weiß, liegen ihre Talente aber vielmehr in der Schneiderei. Sie teilt mit, dass der Beruf der Schneiderin, den sie ergreifen wird, ihr helfen wird, ihre vier Kinder zu ernähren, da ihr Mann allein arbeitet und sein einziges Gehalt nicht ausreicht, um über den Monat zu kommen. Dorcas Niyonzima aus der Gemeinde Butaganzwa in der Provinz Kayanza im Norden Burundis kam mit ihrem damals noch einmonatigen Baby im Zentrum Nyubahiriza unter. Sie erzählt, dass ihr neuer Beruf ihr helfen wird, ihr Kind, das mittlerweile zweieinhalb Jahre alt ist, zu ernähren. Eine Frau, die als Jugendliche vergewaltigt wurde, gibt an, dass ihr der Beruf guttue, da sie Geld für das Überleben ihrer Zwillinge mit unbekanntem Vater verdienen wird. Sie verspricht außerdem, ihr Wissen an andere Mädchen in schwierigen Situationen weiterzugeben.

Verena Stamm, Gründerin der Fondation Stamm, nutzte die Gelegenheit, um der Stiftung Entwicklungs-Zusammenarbeit Baden-Württemberg (SEZ) für die Förderung durch bwirkt! Burundi zu danken, welche die Ausbildung für die Frauen abdeckt. Darüber hinaus kündigte sie an, dass die Näher*innen durch die Partnerschaft mit Burundi Kids, vertreten durch Philipp Ziser, einen Absatzmarkt für ihre Produkte in Deutschland erhalten haben. So werden mehr und mehr Bestellungen für die Nähwerkstatt aufgeben und die Kleider werden von den Projektbegünstigten dort angefertigt. Die Erstplatzierten der Nähkurse, die mit Auszeichnung bestanden haben, wurden in der Werkstatt der Fondation Stamm angestellt, während die Zweitplatzierten jeweils eine Nähmaschine bekamen, um eine Karriere als Schneider*in zu beginnen. Die Drittplatzierten erhielten ein Preisgeld in Höhe von 100.000 BFR.

UMUDERI W'I BURUNDI : Made in Burundi contre le chômage

TW : Violence sexuelle.

Vêtues de kitenge qu’elles ont confectionné elles-mêmes, onze femmes* du foyer maternel de Nyubahiriza (Kirundi pour Respectez-nous !) dans le quartier de Mutakura à Bujumbura ont reçu le 25 février 2022 des certificats pour leur réussite dans le domaine de la couture. Les lauréats* venaient de suivre une formation professionnelle en couture pendant un an au centre de formation de la Fondation Stamm. Pour soutenir leur formation, le centre Nyubahiriza avait pris en charge leur voyage, leur subsistance et d’autres produits de base dont les femmes ont souvent besoin. Avec le soutien de la SEZ à travers la ligne de financement bwirkt ! Burundi 2020, les membres du centre Nyubahiriza ont appris à coudre différents types de vêtements, dont des uniformes pour les élèves de maternelle, de primaire et de secondaire*, ainsi que pour les infirmières*.

Les participants*, venus de différentes provinces du pays, se sont déclarés satisfaits de cette formation, qui sera un atout pour leur vie future. Lydia Irakoze, mère de quatre enfants et diplômée avec mention, avait auparavant essayé sans succès de travailler comme handlin. Elle sait maintenant que ses talents se situent plutôt dans la couture. Elle fait savoir que le métier de couturière qu’elle va exercer l’aidera à nourrir ses quatre enfants, car son mari travaille seul et son seul salaire ne lui permet pas de finir le mois.

Dorcas Niyonzima, originaire de la commune de Butaganzwa, dans la province de Kayanza, au nord du Burundi, a trouvé refuge au centre de Nyubahiriza avec son bébé qui n’avait alors qu’un mois. Elle raconte que son nouveau métier l’aidera à nourrir son enfant, qui a aujourd’hui deux ans et demi. Une femme qui a été violée à l’adolescence indique que ce métier lui fait du bien, car il lui permettra de gagner de l’argent pour la survie de ses jumeaux dont le père est inconnu. Elle promet également de transmettre son savoir à d’autres jeunes filles en situation difficile.

Verena Stamm, fondatrice de la Fondation Stamm, a profité de l’occasion pour remercier la Fondation pour la coopération au développement du Bade-Wurtemberg (SEZ) pour le soutien apporté par bwirkt ! Burundi, qui couvre la formation des femmes. En outre, elle a annoncé que grâce au partenariat avec Burundi Kids, représenté par Philipp Ziser, les couturières* ont obtenu un débouché pour leurs produits en Allemagne. Ainsi, de plus en plus de commandes sont passées pour l’atelier de couture et les vêtements y sont confectionnés par les bénéficiaires du projet. Les premiers des cours de couture, qui ont réussi avec mention, ont été embauchés dans l’atelier de la Fondation Stamm, tandis que les deuxièmes ont chacun reçu une machine à coudre pour commencer une carrière de couturier*. Les troisièmes ont reçu un prix d’une valeur de 100.000 BFR.

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