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ENGAGIERTE IN BADEN-WÜRTTEMBERG PARTNER­SCHAFTS­GRUPPEN PARTNER­SCHAFTS­ZENTRUM SEZ

Im Gespräch mit Dr. Kidist Hailu

Neu veröffentlicht: der komplett überarbeitete Fragenkatalog “Nord-Süd-Partnerschaften reflektieren”. Dr. Kidist Hailu war aktiv am Prozess beteiligt (© SEZ).

Erfahren Sie im Gespräch mit Dr. Kidist Hailu, Fachpromotorin für lokale Partnerschaftsinitiativen, mehr über den Fragenkatalog „Nord-Süd-Partnerschaften reflektieren“.

Bereits im Jahr 2020 wurde der Kriterienkatalog „Partnerschaften reflektieren“ veröffentlicht. Unter dem Motto „Wer Fragen stellt, verändert die Welt“ wurde damals die erste Ausgabe eingeleitet. Im Juni wurde nun ein zweiter Fragenkatalog von Fachpromotor*innen aus dem Bereich internationale Kooperationen und der Arbeitsgemeinschaft der Eine Welt-Landesnetzwerke in Deutschland e. V. veröffentlicht. Im Gespräch mit Dr. Kidist Hailu erhalten Sie Informationen über „Nord-Süd-Partnerschaften reflektieren – Ein Fragenkatalog“ und erfahren, welche Empfehlungen die Broschüre und die Fachpromotorin den Partnerschaftsgruppen mit auf den Weg geben.

Können Sie uns kurz beschreiben, was genau Ihre Tätigkeit ist?

Ich bin seit 2021 Teil der SEZ und koordiniere als Fachpromotorin für lokale Partnerschaftsinitiativen Workshops und Seminare zu Themen, die für Partnerschaften relevant sind, zum Beispiel zu transkultureller Kommunikation, Kinderschutz, diskriminierungssensibler Sprache sowie Dekolonisierung der Partnerschaftsarbeit. Außerdem koordiniere ich eine Plattform für Austauschmöglichkeiten zwischen Engagierten und biete Beratungen für die Partnerschaftsgruppen in Baden-Württemberg an.

Vor kurzem wurde „Nord-Süd-Partnerschaften reflektieren – ein Fragenkatalog“ überarbeitet und Sie waren aktiv an diesem Prozess beteiligt. Könnten Sie uns erklären, was genau dieser Fragenkatalog beinhaltet?

Der Fragenkatalog, sowohl die ursprüngliche als auch die aktuelle Version, richtet sich an Partnerschaftsgruppen, insbesondere an diejenigen, die sich in den Nord-Süd-Partnerschaften engagieren. Die Veröffentlichung bietet wertvolle Anregungen, um Partnerschaften auf verschiedenen Ebenen zu betrachten und kritisch zu durchdenken. Der Fragenkatalog enthält inspirierende Impulse und Handlungsanregungen, die dazu beitragen können, die eigene Arbeit sowie die Zusammenarbeit mit den Partner*innen zu reflektieren und bei Bedarf zu verändern.

Wir, die Fachpromotor*innen im Bereich internationale Kooperationen und Partnerschaften, haben bundesweit zusammengearbeitet, um Partnerschaftsgruppen bei ihrem Engagement zu unterstützen und frische Impulse für Nord-Süd-Partnerschaften zu setzen. Wir wünschen uns, dass der Fragenkatalog als nützliches Werkzeug verwendet wird, um die Zusammenarbeit nicht nur besser zu verstehen, sondern auch aktiv zu verbessern.

Weshalb wurde der erste Fragenkatalog überarbeitet?

Die Überarbeitung war notwendig, weil sich die Debatten und Perspektiven über Nord-Süd-Partnerschaften im Laufe der Zeit verändert haben. Zudem sind neue Fragen aufgetaucht, die sowohl die aktuelle Situation als auch die historische Entwicklung kritisch hinterfragen, während andere Fragen an Relevanz verloren haben. Dadurch konnten wir dazu beitragen, dass der Katalog weiterhin zeitgemäß und nützlich bleibt.

Welche Themen werden in der überarbeiteten Version aufgegriffen?

Die neue Ausgabe behandelt unter anderem aktuelle Debatten und Themen, die bisher in der Nord-Süd-Partnerschaftsarbeit häufig unbeachtet geblieben sind. Dazu gehören wichtige Themen wir Dekolonialisierung, machtkritische Perspektiven und globale Gerechtigkeit in Partnerschaften. Ebenso sind Fragen zur politischen Dimension, zu Menschenrechten und zur Geschlechtergerechtigkeit jetzt ein wichtiger Bestandteil des Fragenkatalogs.

Welche Vorteile bietet der Fragenkatalog für Nord-Süd-Partnerschaften?

Ich hoffe sehr, dass der Fragenkatalog viele Partnerschaftsgruppen erreicht und aktiv genutzt wird. Denn die Reflexion innerhalb von Partnerschaften kann die Kommunikation verbessern, gemeinsame Lernprozesse starten und allgemein eine bewusste Diskussion untereinander ermöglichen. Der Fragenkatalog ist flexibel einsetzbar, wird sicher nicht die letzte Version bleiben und sich weiter mit der Zeit entwickeln. Denn die Themen und Relevanz der Fragen verändern sich mit der Zeit. Deshalb möchten wir Partnerschaftsgruppen ermutigen, ihre eigenen Fragen zu stellen und gemeinsam mit ihren Partner*innen nach Lösungen zu suchen. Um die Nutzung noch breiter zu ermöglichen, planen wir die Broschüre noch in vier weitere Sprachen (Englisch, Französisch, Spanisch und Portugiesisch) zu übersetzen, damit auch Partner*innen im Globalen Süden mit dem Katalog arbeiten können.

Welche Empfehlung möchten Sie Partnerschaftsgruppen noch mit auf den Weg geben?

Meine persönliche Empfehlung für alle Engagierten in Nord-Süd-Partnerschaften ist, Partnerschaften als ein Lernfeld zu betrachten und immer offen zu sein, auch vom Globalen Süden zu lernen.

Vielen Dank für diesen Einblick.

Ihre Ansprechpartnerin

DR. KIDIST HAILU

Fachpromotorin für lokale Partnerschaftsinitiativen

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ENGAGIERTE IN BADEN-WÜRTTEMBERG PARTNER­SCHAFTS­GRUPPEN

Nord-Süd-Partnerschaften reflektieren

Am 12. Juni 2024 wurde die neue Auflage der Broschüre "Nord-Süd-Partnerschaften reflektieren – ein Fragenkatalog" veröffentlicht.

Wer Fragen stellt, verändert die Welt – so haben wir im Jahr 2020 unseren Kriterienkatalog „Partnerschaften reflektieren“ eingeleitet. Vier Jahre später freuen wir uns, die zweite Ausgabe unseres Materials vorstellen zu dürfen. Auch dieser Fragenkatalog für die Partnerschaftsarbeit soll als ein Werkzeug dienen, das Aktive in Nord-Süd-Kooperationen dabei unterstützt, ihre Arbeit kontinuierlich zu reflektieren und über Herausforderungen sowie neue Lösungswege nachzudenken.

Wir betrachten bekannte Themen, aktuelle Debatten und potenzielle Spannungsfelder, die bisher kaum in der Nord-Süd-Partnerschaft Beachtung gefunden haben. Von der Auseinandersetzung mit Dekolonialisierung und machtkritischen Perspektiven bis hin zu globaler Gerechtigkeit in Partnerschaften – Einblicke in Themen, die die Partnerschaftsarbeit bereichern und weiterentwickeln. Wir stellen alte und neue Fragen und sind gespannt auf die Antworten oder auch neue Fragen!

Partnerschaften sind vielfältig, lebendig und verändern sich. Daher ist dieser Fragenkatalog so gestaltet, dass er flexibel eingesetzt werden kann. Von grundlegenden Strukturen bis hin zu konkreten Situationen bietet er Anregungen für Gespräche und Reflexionen in Ihrer Partnerschaftsarbeit.

Der Fragenkatalog und die aktive Auseinandersetzung mit den Fragen unterstützt dabei Veränderungsprozesse anzustoßen, die Ihre Zusammenarbeit stärken und weiterentwickeln. Denn nur durch kontinuierliche Reflexion und offenen Dialog können wir eine nachhaltige Partnerschaft gestalten und erreichen.

Hier finden Sie die neueste Ausgabe unserer Broschüre “Nord-Süd-Partnerschaften reflektieren – ein Fragenkatalog”.

Ihre Ansprechpartnerin

DR. KIDIST HAILU

Fachpromotorin für lokale Partnerschaftsinitiativen

Veranstaltungen

13. Nov
SEZ

Traditionelles Benefizkonzert

20:09 - 20:09
27. Jul
BW-BURUNDI PARTNER­SCHAFTENGAGIERTE IN BADEN-WÜRTTEMBERGFAIR HANDELNJUBILÄUMPARTNER­SCHAFTS­ZENTRUM

Faire Meile 2024-Aktionstag zum Fairen Handel, globale Partnerschaften und Nachhaltigkeit

ganztags
06. Sep
ENGAGIERTE IN BADEN-WÜRTTEMBERG

Erlebnistour Rhein-Neckar-Kreis: Vom Fluss ins Meer – Der Weg unseres Mülls

14:00 - 18:00
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BW-BURUNDI PARTNERSCHAFT INTERVIEW SEZ

Im Gespräch mit Divine Umulisa

Im Gespräch mit der Journalistin und Autorin Divine Umulisa Gashugi © Divine Umulisa Gashugi

Erfahren Sie im Gespräch mit der Journalistin und Autorin, Divine Umulisa Gashugi, wie Sie Teil der AMAHORO! Landespartnerschaft geworden ist und welche Wünsche Sie als Koordinatorin insbesondere für die Schulinitiative Amahoro Burundi hat.

Was ist Ihre Tätigkeit in der AMAHORO! Landespartnerschaft?

Ich bin seit 2022 als Koordinatorin für die Schulinitiative Amahoro Burundi beim Entwicklungspädagogischen Informationszentrum Reutlingen (EPiZ) tätig. Gemeinsam mit meinen Kolleg*innen Kafalo Sékongo, Gundula Büker und Natalia Zumarán bin ich Teil des Clusters Bildung der AMAHORO! Landespartnerschaft. Wir arbeiten mit verschiedenen Akteur*innen im Bereich der Bildung zusammen, um die Partnerschaft bekannter zu machen. Unser Motto ist hierbei: voneinander lernen, anstatt übereinander lernen.

Dafür organisiere ich Veranstaltungen, bei denen die Schüler*innen aus Baden-Württemberg in einen Austausch mit Jugendlichen aus Burundi kommen. Außerdem unterstützen wir auch Schulen, die schon in der Partnerschaft aktiv sind.

Wie sind Sie Teil der Partnerschaft geworden?

In erster Linie natürlich über meinen Job als Koordinatorin der AMAHORO! Schulinitiative. Aber auch über meine persönliche Geschichte: Ich bin in Ruanda geboren und habe bereits in Burundi gelebt. Ich habe also viele Freund*innen und Bekannte in Burundi. Bereits vor meiner Rolle als Koordinator*in für Schulpartnerschaften habe ich über zehn Jahre mit Jugendlichen aus Burundi zusammen gearbeitet. Zum Beispiel in kreativen Projekten für politische Bildung sowie in den Bereichen Kunst und Kultur.

Jetzt wohne ich in Baden-Württemberg und die Partnerschaft ist für mich eine Möglichkeit, meine Zusammenarbeit mit Menschen in Burundi fortzusetzen. Mir gefällt es, dass es nun mein Job ist, beide Kulturen zusammen zu bringen. Jedes Mal, wenn ich im Kontakt mit unseren burundischen Partner*innen und Kolleg*innen bin, fühlt es sich so an, als ob wir schon immer gemeinsam arbeiten würden. Unser gemeinsames Verständnis macht unsere Zusammenarbeit besonders produktiv.

Was ist Ihr Wunsch für die Partnerschaft?

Mein Wunsch für die Partnerschaft ist natürlich , dass sie mehr Sichtbarkeit bekommt. Leider sind Schulen in Baden-Württemberg immer noch schwer  für eine Schulpartnerschaft im Allgemeinen zu gewinnen und es ist besonders schwer, wenn es um das Partnerland Burundi geht. Denn das Land ist ja nicht so bekannt und für Menschen in Deutschland eher kein touristisches Ziel. Mein Wunsch wäre, dass wir die Schulpartnerschaft mit Burundi finanziell unterstützen, damit eine Partnerschaft mit dem Partnerland von Baden-Württemberg attraktiver für die hiesigen Schulen wird.

Grundsätzlich wünsche ich der AMAHORO! Landespartnerschaft zum Jubiläum mehr Sichtbarkeit und die Verstärkung ihrer Arbeit.

Ihre Ansprechpartnerin

MUNA HASSABALLAH

Partnerschaftsarbeit der AMAHORO! Landespartnerschaft zwischen BW & Burundi

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(POST)MIGRANTISCHE ORGANISATIONEN SEZ

Perspektivenwechsel – Afrikabilder im Spiegel der Generationen

Teilnehmer*innen des Netzwerktreffens auf der Fair Handeln: Im Gespräch über Afrikabilder im Spiegel der Generationen (© Cengiz Akaygün)

Am 06. April 2024 haben sich 50 Stimmen aus der Afrodiaspora in Baden-Württemberg und Interessierte auf der Messe Fair Handeln für das Netzwerktreffen Afrika Forum Baden-Württemberg getroffen, um über Afrikabilder im Spiegel der Generationen zu sprechen.

Etablierte und junge Stimmen aus der Afrodiaspora haben während des Netzwerktreffens in Wohnzimmer-Gesprächen ihre persönlichen Erfahrungen und Begegnungen mit Afrikabildern und der stereotypen Darstellung des Kontinents in Baden-Württemberg geteilt. 

Moderiert von Faisal Osman (Black Community Foundation Stuttgart e.V.) gab es zwei Gesprächsrunden:

Im ersten Gespräch haben sich Grace Alele von SIMAMA – STEH AUF e.V. und Eric Kamguia von Awoli e.V. über ihre persönlichen Erfahrungen mit Afrikabildern ausgetauscht. In der zweiten Runde haben Naemi Mirene Makiadi von Afrokids International e.V. und dem ReCollect Kollektiv und Komlan Batema von KAMA MBOWOU e.V. über die Vielfalt und Komplexität des afrikanischen Kontinents gesprochen. In beiden Gesprächen wurden die Zuhörer*innen von den Speaker*innen auf eine intergenerationale Zeitreise in die Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft genommen.

Musikalisch hat die Künstlerin Akeva! Malayika die Veranstaltung mit ihren Liedern umrahmt.

Danke an alle Teilnehmer*innen und Unterstützer*innen!

Werden Sie Teil des Netzwerkes

Sie möchten sich gemeinsam mit dem Netzwerk Afrika Forum Baden-Württemberg für mehr Austausch zwischen Akteur*innen der afrodiasporischen Zivilgesellschaft und Vertreter*innen aus der Landespolitik, Stiftungen, kommunalen Vertretungen und  der Verwaltung einsetzen?

Als Teil des Netzwerkes stärken Sie die Partnerschaften und die Partizipation der Engagierten zu globalen Themen und tragen aktiv dazu bei, dass das Afrikabild in Baden-Württemberg neu gedacht wird.

Wir freuen uns über neue Gesichter und Ihr Interesse am Netzwerk Afrika Forum Baden-Württemberg und laden Sie herzlich dazu ein, Teil des Netzwerkes zu werden. Besuchen Sie eine der Veranstaltungen aus dem Netzwerk oder kontaktieren Sie uns, wenn Sie in unseren Verteiler mit aufgenommen werden wollen.

Veranstaltungen aus dem Netzwerk Afrika Forum

13. Nov
SEZ

Traditionelles Benefizkonzert

20:09 - 20:09
27. Jul
BW-BURUNDI PARTNER­SCHAFTENGAGIERTE IN BADEN-WÜRTTEMBERGFAIR HANDELNJUBILÄUMPARTNER­SCHAFTS­ZENTRUM

Faire Meile 2024-Aktionstag zum Fairen Handel, globale Partnerschaften und Nachhaltigkeit

ganztags
06. Sep
ENGAGIERTE IN BADEN-WÜRTTEMBERG

Erlebnistour Rhein-Neckar-Kreis: Vom Fluss ins Meer – Der Weg unseres Mülls

14:00 - 18:00
26. Okt
AFRIKA FORUM

Afrika Forum Baden-Württemberg

ganztags

IHRE ANSPRECHPARTNERINNEN

SAMRAWIT PETROS

Strategie Partnerschaften & Afrika-Forum

LESLIE HAWENER

Referentin der Geschäftsleitung & Kommunikation

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BW-BURUNDI PARTNERSCHAFT SEZ

In Dankbarkeit für Erich Schneider

Anlässlich des 90. Geburtstages von Herrn Erich Schneider, Landtagspräsident a. D., in Burgstetten im August 2023: SEZ Geschäftsführer Herr Philipp Keil neben Herrn Erich Schneider und Frau Landtagspräsidentin Muhterem Aras (v.l.n.r.) in Burgstetten. ©Gemeinde Burgstetten

Erich Schneider als Wegbereiter der Amahoro! Landespartnerschaft zwischen Baden-Württemberg und Burundi

Am 8. Februar 2024 ist unser langjähriger Freund und Unterstützer, Herr Erich Schneider, Landtagspräsident und Bürgermeister a. D., verstorben. Schneider war von 1982 bis 1992 Präsident des Landtages Baden-Württemberg und hat gemeinsam mit Erwin Teufel, dem früheren Fraktionsvorsitzenden der CDU-Landtagsfraktion, die Gründung der Stiftung Entwicklungs-Zusammenarbeit Baden-Württemberg vorangetrieben.

Schneider hat sich seit seiner Zeit im Landtag für unser Partnerland Burundi engagiert und dieses Engagement auch unter dem Dach des Christlichen Jugenddorfwerk Deutschlands (CJD) aktiv vorangetrieben. Daraus ist 2006 der Erich-Schneider-Stiftungsfonds Burundi entstanden, der Projekte für die Bildung und Ausbildung junger Menschen im ostafrikanischen Land unterstützt.

Mit seinem Engagement für Burundi hat Schneider die Amahoro Landespartnerschaft zwischen Baden-Württemberg und Burundi angestoßen, deren mehr als 40-jähriges Jubiläum wir dieses Jahr feiern.

Philipp Keil, Geschäftsführer der SEZ, hat Erich Schneider bei den Feierlichkeiten zum 90. Geburtstag in Burgstetten als Wegbereiter für diese Partnerschaft geehrt und seine Dankbarkeit für das langjährige Engagement mit Burundi in folgende Worte gefasst:

In Baden-Württemberg einst gedacht,
Entstand eine Partnerschaft, prachtvoll gemacht.
Herr Landtagspräsident Schneider war es, der es schenkte,
Die Bande mit Burundi, die uns heute lenkte.

Nun feiern wir den 90. Geburtstag sein
Ein Leben voll Wirken, groß und fein.
Die Landespartnerschaft, ein Erbe so wert,
Für Frieden und Freundschaft, die uns verehrt.

Dank Herrn Schneider, stehen wir Hand in Hand,
Mit Burundi verbunden, im fernen Land.
Die Jahre vergehen, doch die Freundschaft bleibt bestehen,
Ein Band der Herzen, das uns wird stets begleiten und lehren.

So erheben wir das Glas und singen ein Lied,
Für Herrn Landtagspräsident Schneider, voll Dankbarkeit.
Ein Leben voll Taten, ein Herz voller Güte,
Zu 90 Jahren gratulieren wir heute!

Wir verbleiben in tiefer Dankbarkeit für Herrn Erich Schneider als Wegbereiter der Amahoro Landespartnerschaft zwischen Baden-Württemberg und Burundi.

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SEZ WIRTSCHAFT

G-PAD Forum 2023: Politik trifft Panafrikanismus

Redner*innen und Besucher*innen von G-PAD 2023 (v.l.n.r.): Herr Philipp Keil (Geschäftsführer der SEZ), S.E. Herr Igor César (Botschafter von Ruanda), Timi Olanrewaju (LEAD Africa International e.V.), S.E. Frau Alice Mashingaidze (Botschafterin von Simbabwe), S.E. Herr Mbana Makina (Botschaftsrat von Äquatorialguinea) © LEAD Africa International e.V.

Am 20. Oktober 2023 haben sich in der Landesvertretung Baden-Württemberg in Berlin sowie online 250 Teilnehmer*innen des Global Partnership for African Development (G-PAD) Forum 2023 zusammengefunden. Das diesjährige Forum mit dem Thema „Africa’s Outlook as an Emerging Global Market“ lud das Publikum ein, sich über die Perspektive Afrikas als zukünftigen Weltmarkt auszutauschen.

Bereits zum sechsten Mal hat der Verein LEAD Africa International e.V. Referent*innen aus diversen Sparten und Ländern eine Bühne gegeben, um über Leadership, Startups und ein neues Afrikabild zu sprechen. Dieses Jahr war neben Vertreter*innen aus Politik, Wissenschaft und Wirtschaft auch eine aktivistische Stimme zu hören – die des renommierten Panafrikaners Prof. PLO Lumumba.

Prof. PLO Lumumba betonte, dass jede*r sich die Frage stellen muss „In wessen Interesse ist die Beziehung?“ wenn über Beziehungen und Partnerschaften gesprochen wird. Denn Afrika sei und wäre schon immer ein Kontinent des Interesses für den Westen gewesen. Aber Diskussionen im Westen seien nicht zum Vorteil des Kontinents, sondern erinnerten teils an die Berliner Konferenz 1884/ 1885. Prof. PLO Lumumba forderte einen neuen, anderen Stil von Partnerschaften mit Afrika: nicht parasitär, sondern symbiotisch.

Das G-PAD Forum 2023 zeichnet sich dadurch aus, dass unbequeme und offene Worte neben Impulsen aus der Politik und Wirtschaft Gehör finden.

Auch Staatssekretär Rudi Hoogvliet sprach in seiner Begrüßung von neuen Partnerschaften. Denn es sei an der Zeit für Deutschland, aufzuholen, wie andere Länder in Beziehungen mit dem Kontinent stünden. Man habe sich viel zulange nach hinten gelehnt und auf alte Narrative berufen. Afrika sei der Kontinent der Zukunft und deshalb seien neue Partnerschaften nötig.

Mit dem diesjährigen G-PAD Forum im politischen Berlin ist der Organisator Timi Olanrewaju mit dem von ihm gegründeten Verein LEAD Africa International e.V. im Hinblick auf neue Partnerschaften, neue Freundschaften und eine faire Zusammenarbeit einen Schritt weitergegangen.

Diese Statements haben wir bei G-PAD 2023 gehört

Für neue Partnerschaften in Deutschland oder mit deutschen Organisationen muss klar sein, welchen Mehrwert Afrika bietet – und Afrika hat viel zu bieten.

Dr. Joy Alemazung

Bürgermeister der Gemeinde Heubach

Etliche Länder im Globalen Norden haben bereits Beurteilungen über Afrika gemacht. Nun ist es an der Zeit, dass Afrika selbst herausfindet, wo der Kontinent steht und welchen Beitrag Afrika in neuen Partnerschaften leisten kann und möchte.

S.E. Igor César

Botschafter von Ruanda

‘Nothing about us without us.‘ – Es ist Zeit, gemeinsam die aktuellen Herausforderungen in Möglichkeiten umzuwandeln und hierfür brauchen wir keine weiteren Strategien für Afrika von außen.

S.E. Stone Sizani

Botschafter von Südafrika

Für Deutschland ist es wichtig zu verstehen, dass Afrika kein humanitäres Hilfsprojekt ist, sondern langfristige Investitionen benötigt.

Prof. Brando Okolo

Leiter des Steinbeis-Beratungszentrum IMAPS

Panafrikanische Impulse nach Berlin

Neben Einblicken in bisherige und zukünftige Partnerschaften hat Prof. PLO Lumumba auch die aktuelle Lage der panafrikanischen Kooperation thematisiert. Afrika sei in der Pflicht sich zu verbünden. Denn sonst springe man lediglich als Jo-Jo von G20- zu BRICS- zu G20-Treffen. Panafrikanische Institutionen müssten deshalb gestärkt werden und Afrika selbst müsse sich definieren, organisieren und seine Prioritäten identifizieren. Damit man selbst die Agenda kontrolliere und sich stark machen könne, gehört zu werden. Mit der Agenda 2063 habe der Kontinent die Infrastruktur dafür, diese müsse nun genutzt und Vorhaben umgesetzt werden.

Als wichtigen Punkt hob er heraus, dass Afrika anfangen müsse einen Mehrwert zu schaffen und dafür panafrikanische Treffen nötig seien. Doch Afrika habe nie Unterhaltungen unter sich, die Treffen seien immer gefördert durch die GIZ und ähnliche Akteure. Deshalb adressierte Prof. PLO Lumumba zuletzt eine Aufforderung an den Westen: „Lasst uns allein, um allein zu diskutieren!“ Mit Ergebnissen, die daraus resultieren, könne man dann wieder in den Austausch treten.

Ergänzt wurden Prof. PLO Lumumbas panafrikanische Impulse durch Stimmen aus der afrikanischen Diaspora, die ehrlichen und respektvollen Austausch einfordern. Das G-PAD Forum 2023 bot mit der Plattform in der Baden-Württembergischen Landesvertretung hierfür eine Bühne.

Kooperationspartner*innen

Ihre Ansprechpartnerinnen

SAMRAWIT PETROS

Strategie Partnerschaften & Afrika-Forum

LESLIE HAWENER

Referentin der Geschäftsleitung & Kommunikation

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SEZ WIRTSCHAFT

G-PAD Forum 2023

Am 20.Oktober 2023 findet erneut das Global Partnership for African Development (G-PAD) Forum statt. Thema ist dieses Jahr “Africa’s Outlook as an Emerging Global Market” – melden Sie sich direkt an und diskutieren Sie gemeinsam mit spannenden Speaker*innen über die Perspektive Afrikas als Weltmarkt.

 

Dieses Jahr findet bereits zum sechsten Mal die Veranstaltung Global Partnership for African Development (G-PAD) Forum des Vereins Lead Africa International e.V. mit Unterstützung der Stiftung Entwicklungs-Zusammenarbeit Baden-Württemberg (SEZ) statt.

Am 20. Oktober 2023 treffen sich in der Landesvertretung Baden-Württembergs in Berlin und online die engagierte afrikanische Diaspora, afrikanische politische Entscheidungsträger*innen, Akteur*innen aus der Wirtschaft, Politik sowie Zivilgesellschaft, um über Afrikas Perspektive als aufstrebender Weltmarkt zu diskutieren.

G-PAD 2023 findet hybrid in Berlin und online statt. Die Konfernzsprache ist Englisch. Alle weiteren Informationen finden Sie über den Anmeldungslink.

Lassen Sie sich von den vielseitigen Redner*innen und Gäst*innen inspirieren. Wir freuen uns auf Ihre Teilnahme!

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