Es ist wieder soweit: Sie haben die Möglichkeit Ihr Partnerschaftsprojekt in Burundi fördern zu lassen. Reichen Sie zwischen dem 1. September und 17. Oktober einen Antrag bei bwirkt! Burundi ein und erhalten Sie so die Chance auf eine Förderung bis zu 20.000€.
bwirkt! Burundi ist die Fördermöglichkeit der SEZ für Projekte in Burundi durch Mittel des Landes Baden-Württemberg. Das Förderprogramm bwirkt! Burundi dient der Stärkung und Festigung der AMAHORO! Landespartnerschaft zwischen Baden-Württemberg und Burundi.
Die Förderschwerpunkte sind:
- Ernährungssicherheit
- Einkommensschaffung
- Friedensförderung
Wer ist antragsberechtigt?
- Organisationen aus Baden-Württemberg, die idealerweise bereits eine Partnerschaft bzw. einen Kontakt mit einer Organisation in Burundi haben oder in Anbahnung einer Partnerschaft sind.
- Die antragsstellende Organisation sollte ihren Sitz in Baden-Württemberg haben.
Im Einzelfall können sich auch deutschlandweit Organisationen bewerben. - Pro Organisation kann nur ein Antrag auf bis zu 20.000 € eingereicht werden.
- Mindestens 15% der Gesamtausgaben müssen Eigenmittel sein.
- Die Projekte dürfen maximal 12 Monate laufen.
- Der offizielle Start der Projekte muss zwischen dem 12. Januar und 12. Februar 2026 liegen.
Grundsätzlich nicht gefördert werden können:
- Reine Besuchsprogramme.
- Projekte, die der Form und dem Zweck nach einer institutionellen Förderung entsprechen würden.
- Laufende Kosten, die auch nach Abschluss eines Projektes notwendigerweise anfallen (Strom, Miete, auf Dauer notwendige Gehälter, z. B. für Lehrkräfte).
- Reise- & Personalkosten der antragstellenden Institution aus Baden-Württemberg.
Um Ihren Antrag einzureichen, nutzen Sie das digitale Antragsportal der SEZ. Der Einsendeschluss ist der 17. Oktober 2025 um 16:00 Uhr MESZ. Anträge per Post oder E-Mail können nicht berücksichtigt werden.
Gerne können sie einen Termin für eine Beratung ausmachen. Kontaktieren Sie dazu Ihre Ansprechpartnerin Raïssa Mpundu unter bw-burundi@sez.de.
Inspiration gefällig? Einblicke in ein Projekt aus dem Jahr 2024
Ein Beispiel aus dem Förderjahr 2024 zeigt wie vielfältig die Projekte sind:
Von Januar bis Juni 2025 reiste das Theaterstück Ingundu y’Umuganuro durch Burundi. Es erzählt die Geschichte der alten Umuganuro-Feier auf neue Weise. Dabei ging es darum, sich an die eigenen Wurzeln zu erinnern, über die Vergangenheit nachzudenken und neue Gespräche über Zusammenhalt und Frieden im Land anzustoßen.
In dieser Zeit gab es 18 Aufführungen mit anschließenden Diskussionen – an Universitäten, Schulen und Kulturzentren. Statt der erwarteten 4.500 kamen rund 12.000 Menschen. Viele von ihnen erzählten später, wie stark das Stück sie berührt hat. Lehrkräfte, Studierende, Geistliche und Dorfälteste sagten: Dieses Theater gibt der Kultur Würde zurück, bringt Menschen näher zusammen und stärkt die Arbeit für Frieden und Versöhnung.
So wurde das Projekt zu einem wichtigen Schritt für Heilung und gemeinsames Weitergehen in Burundi.
Fokus auf nachhaltige Entwicklungsziele seit 2018
Seit 2018 unterstützt bwirkt! Burundi Projekte im Partnerland Baden-Württembergs. Seitdem wurden 89 Projekte mit einer durchschnittlichen Fördersumme von ca. 300.000 € pro Jahr in verschiedenen Gegenden und Städten Burundis gefördert. Nahezu die Hälfte aller Vorhaben trug zur Erreichung von SDG 1 (“Keine Armut”) bei. Jeweils ein Drittel konzentrierte sich auf SDG 2 („Kein Hunger“), SDG 3 („Gesundheit und Wohlergehen“) sowie SDG 8 („Menschenwürdige Arbeit und Wirtschaftswachstum“). Die untere Graphik verdeutlicht, wie viele Projekte sich mit den jeweiligen SDGs befassen.
Anmerkung: Organisationen können mehrere SDGs in ihren Projekten angehen.