Im Gespräch mit Nataliya Yarmolenko

Man sieht Nataliya Yarmolenko.

Nataliya Yarmolenko ist neue Vorständin bei der Fair Trade Genossenschaft WeltPartner © WeltPartner eG

Seit Juni 2025 ist Nataliya Yarmolenko im Vorstand von WeltPartner eG. Ursprünglich Ärztin mit dem Schwerpunkt Naturheilkunde wechselte sie 2002 in die nachhaltige Wirtschaft bei Weleda. Im Interview spricht sie darüber, wie Genossenschaften Frauen* weltweit stärken können und welche Rolle internationale Partnerschaften dabei spielen. 

Worauf freuen Sie sich am meisten in Bezug auf die AMAHORO! Landespartnerschaft?
Ich freue mich sehr darauf zu erleben, wie in der AMAHORO! Landespartnerschaft unterschiedliche Akteur*innen – Politik, Zivilgesellschaft und Wirtschaft – zusammenwirken. Wo sich Engagement und Handel ergänzen, entsteht eine besondere Wirkkraft: wirtschaftliche Teilhabe schafft konkrete Perspektiven, politische Kooperation gibt ihnen Struktur und Sichtbarkeit. Gerade in Burundi, wo Frauen* häufig das Rückgrat ihrer Familien und Gemeinschaften bilden, können faire Handelsbeziehungen einen echten Unterschied machen – sie eröffnen Einkommen, Anerkennung und Selbstbestimmung.

Welche Chancen sehen Sie in Genossenschaften und im fairen Unternehmertum, damit mehr Frauen am wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Leben teilnehmen können?
Genossenschaften sind gelebte Teilhabe – sie ermöglichen Frauen nicht nur mitzuarbeiten, sondern auch mitzugestalten und mitzubesitzen.
Im Fairen Handel sehen wir immer wieder, wie Frauen dadurch zu Unternehmerinnen werden, Verantwortung übernehmen und ihre Gemeinschaften stärken. Das Modell der Genossenschaft verbindet wirtschaftliche Stabilität mit sozialer Gerechtigkeit – und genau das brauchen wir, um Frauen weltweit nachhaltig zu stärken. Nicht ohne Grund ist WeltPartner selbst als Genossenschaft organisiert: Diese Struktur ermöglicht Mitbestimmung, Transparenz und langfristiges Vertrauen – auch über Kontinente hinweg.

Wie können internationale Partnerschaften zu mehr Gleichberechtigung beitragen?
Internationale Partnerschaften schaffen Räume für Begegnung und gemeinsames Lernen. Wenn wir wirklich zuhören, können wir voneinander verstehen, was Gleichberechtigung in den jeweiligen Lebensrealitäten bedeutet. In Burundi – wie auch bei uns – braucht es Strukturen, die Frauen wirtschaftlich unabhängig machen und ihre Stimme stärken. Solche Partnerschaften zeigen: Gleichberechtigung ist kein Zustand, den man erreicht, sondern ein Weg, den man gemeinsam geht.

Vielen Dank für das Gespräch.

Mehr zur Partnerschaft und fairem Unternehmertum

Ihre Ansprechpartnerin

ANNA LEICHT

ÖA & Eventmanagement in AMAHORO! Landespartnerschaft zwischen BW & Burundi

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