Steffen Müller, Geschäftsführer GESTE, Nataliya Yarmolenko, Vorständin WeltPartner eG, Ange Muyubira, Geschäftsführerin Kaz’O’Zah und Astère Hatungimana, 1. Vorsitzender BDD e. V., diskutierten darüber, wie Genossenschaften Frauen stärken © SEZ
In einer von Unsicherheit und Ungleichheit geprägten Welt ist wirtschaftliche Stabilität ein entscheidender Faktor für Frieden und Sicherheit. Genossenschaften sind ein gelungener Ansatz, um mehr wirtschaftliche Teilhabe zu fördern. Denn ihre Organisationsform ermöglicht es, dass alle Mitglieder gemeinsam wirtschaften und entscheiden. Beim BW-Burundi Netzwerktreffen am 20. November diskutierten Engagierte darüber, welche Rolle Genossenschaften dabei spielen, Geschlechterungerechtigkeiten zu reduzieren.
Steffen Müller, Geschäftsführer der GESTE, erläuterte in seinem Vortrag, dass Genossenschaften trotz ihrer demokratischen Strukturen nicht automatisch gesellschaftliche Ungleichheiten abbauen. Vielmehr müssen diese Strukturen aktiv mitgedacht und aufgebrochen werden, indem Frauen beispielsweise aktiv gefördert werden.
In der Podiumsdiskussion betonte Nataliya Yarmolenko, Vorständin von WeltPartner eG, dass Genossenschaften ein Gegenmodell zur modernen Wirtschaftsweise darstellen, das häufig auf Konkurrenz und Profitmaximierung basiert. Das derzeitige Wirtschaftssystem stellt für Frauen oft ein Hindernis dar, um Führungspositionen zu übernehmen. Hier können Genossenschaften ansetzen, Frauen fördern und ein sinnvolles und würdevolles Arbeiten ermöglichen.
Astère Hatungimana, 1. Vorsitzender BDD e. V., hob die Rolle der Frauen in Burundi als Säulen der Gesellschaft hervor. Denn Frauen sind diejenigen, die sich für die Familie einsetzen und sie zusammenhalten. Er betonte, dass die Stärkung von Genossenschaften mit einem Fokus auf Frauen nicht nur wirtschaftlichen, sondern auch gesellschaftlichen Wandel fördern kann. Denn das gemeinsame Zusammenarbeiten kann große Veränderungen herbeiführen.
Ange Muyubira, Gründerin und Geschäftsführerin von Kaz’O’zah, hob hervor, dass finanzielle Unabhängigkeit Frauen dabei hilft, selbstbewusster zu werden und neue Räume zu erschließen. Damit dieser Wandel gelingt, müssen jedoch auch die Männer mitgenommen werden. Geschehe das nicht, könnte es zu mehr Fällen von geschlechtsspezifischer Gewalt führen.
Diese Erkenntnisse aus dem BW-Burundi Netzwerktreffen verdeutlichen, dass gemeinschaftliche Ansätze der Schlüssel zu einem gerechteren Wirtschaftssystem sind.
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