Seminar: Transkulturelle Mediation

Umgang mit der Vielfalt bei Konflikten im interkulturellen Kontext

Konflikte im interkulturellen Kontext bergen besondere Risiken. Das Mediationsverfahren wird in der transkulturellen Mediation deshalb um den Einsatz einiger „Werkzeuge“ erweitert.

Die kulturelle Vielfalt in unserer Gesellschaft nimmt zu. Dies hat zur Folge, dass in vielen Arbeits- und gesellschaftlichen Bereichen kulturelle Fragen von Bedeutung sind, unabhängig davon, ob sie der Auslöser des Konfliktes oder als Strategie in der Konflikteskalation von einer der Parteien benutzt wird. Wenn unterschiedliche Werte und Orientierungssysteme aufeinanderprallen, birgt das besondere Risiken aber auch Chancen. Aus diesem Grund wird die transkulturelle Mediation zunehmend in Betracht gezogen, um keimende oder offene Konflikte zu bearbeiten. Es gilt in der interkulturellen Gemeinwesen- und pädagogischen Mediation, kulturelle Fragen zu erkennen und angemessen zu berücksichtigen. Während die mediative Haltung unverändert bleibt brauchen diese Konfliktszenarien den Einbezug eines erweiterten Werkzeugs für das Mediationsverfahren.
Es wird auch darum gehen, inwieweit Konflikte im Laufe der Eskalation kulturalisiert werden und inwieweit diese Hindernisse in der Bearbeitung genutzt werden können. Die Mediation kann auch bei eskalierten Konflikten, die Parteien unterstützen, einen „modus vivendi“ zu finden

Zielgruppe:
- Mediator/innen mit mindestens 80 Stunden Grundausbildung in Mediation oder Personen mit einer vergleichbaren Qualifikation

Inhalte:
- Der Begriff der Kultur und die Kulturdimensionen
- Umgang mit eigenen und fremden Werten und Vorurteilen
- Mediation als Prävention der Eskalation interkultureller Konflikte
- Methodische Besonderheiten der Mediation im interkulturellen Kontext

Ziele:
Die Teilnehmenden...
- kennen die verschiedenen Kulturdimensionen,
- sind sich ihrer Kultur bewusst, haben ein besseres Verständnis der eigenen Werte, Vorurteile und des eigenen Interpretationssystems,
- sind in der Lage, Konfliktsituationen zu analysieren in Bezug auf ihre eventuell vorhandenen Kulturaspekte,
- kennen die Besonderheiten der Mediation im interkulturellen Kontext und können mit passenden Methoden darauf reagieren

Arbeitsweisen:
- Theorie- und Methodeninputs
- Analyse von Filmausschnitten
- praktische Übungen und Reflexionen
- Rollenspiele zum Praxistransfer

Leitung:
Klaus Scheuble, Diplompädagoge, Mediator und Ausbilder für Mediation BM, Landesakademie für Jugendbildung

Anmeldeschluss:
10.9.20

Dieses Seminar ist Bestandteil des Vertiefungskurses der Ausbildung "Mediation und Konfliktmanagement" 2019, es ist jedoch offen für Teilnehmende, die sich speziell für dieses Thema interessieren.

Details


 
 
 

Veranstaltungsort
  • Landesakademie für Jugendbildung
  • Malersbuckel 8
  • 71263 Weil der Stadt
Datum Donnerstag, 24. September 2020 von 18:00 -
Samstag, 26. September 2020 von 15:00
Dauer 1d 21h
Kosten
Teilnahmegebühr (Kurskosten): 450,00 € zzgl. Übernachtung und Frühstück: 44,00 €; Einzelzimmerzuschlag (wenn verfügbar): 20,00 €
Referenten
  • Milan, Mediator und Ausbilder für Mediation BM, Gestalttherapeut, Konflikttrainer, Supervisor und Mediator in freier Praxis
Veranstalter Landesakademie für Jugendbildung und Stiftung Entwicklungs-Zusammenarbeit Baden-Württemberg (SEZ)
Ansprechpartner
Astrid Saalbach Web

Astrid Saalbach

  • Partnerschaften allgemein
  • 0711 / 2 10 29-80
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