Energie für Mam Rashan

Das Projekt „Energie für Mam Rashan“ adressierte zwei große Herausforderungen des Flüchtlingscamps Mam Rashan im Nord-Irak: Zum einen die Deckung des täglichen Energiebedarfs und zum anderen die Arbeits- und Perspektivlosigkeitsproblematik der im Camp lebenden Menschen. Ausgangslage war, dass das Camp nur nachts durch das öffentliche Netz mit Strom versorgt wurde. Durch die Installation der etwa 380kWp-Photovoltaikanlage mit Batteriespeicher kann der Energiebedarf des Camps tagsüber nun besser gedeckt werden. Im Rahmen des Projektes wurden Arbeitsplätze für IDPs aus dem Camp geschaffen: Zum einen wurden ca. zwanzig IDPs für Installations- und Wartungsarbeiten der Anlage geschult; zum anderen fünf Energiescouts im Rahmen der „Awareness-Schulung“ ausgebildet. Der Leuchtturm-Charakter des Projekts als erste große Solaranlage in einem Flüchtlingscamp im Nahen Osten soll zudem zu einer weiteren Verbreitung der Nutzung von regenerativen Energien beitragen. Das Interesse war groß, so dass die Anlage schon in der Planungphase durch Spenden der Industrie erheblich erweitert werden konnte und auch seit der offiziellen Eröffnung im September 2018 ein großes Medienecho auslöste.

Projektseite des Projektträgers: https://www.atmosfair.de/de/klimaschutzprojekte/solarenergie/irak/

Bericht aus der Perspektive der Projektleiterin auf Seiten atmosfairs: https://www.pv-magazine.de/202...


Teil 2 des Projekts: https://sez.de/projekte/ausbau...


Das Video zeigt, wie der Solarstrom das Leben im Geflüchtetencamp Mam Rashan in der Provinz Dohuk im Nordirak das Leben von rund 1.740 Familien verbessert hat. Die Fotovoltaik-Anlage wurde durch Mittel des Landes Baden-Württemberg über die Stiftung Entwicklungs-Zusammenarbeit Baden-Württemberg (SEZ) in Zusammenarbeit mit der atmosfair gGmbH gefördert.
Details
Projektträgeratmosfair gGmbH
FörderlandNordirak
FörderortMam Rashan
Förderjahr
  • 2018
Fördersumme400.000 €
Fördermittel
  • Landesmittel
SDG