Fünf Jahre Fairtrade-Schools-Kampagne in Baden-Württemberg: 100 Schulen im Land setzen sich als Fairtrade-School für Fairen Handel ein.

„Ich freue mich, dass immer mehr Schulen im Land Fairtrade-Schools werden und die fächer- und schulartübergreifende Kampagne nutzen“, sagt Staatssekretär Volker Schebesta MdL und ergänzt: „Somit leisten sie einen wichtigen Beitrag, die Leitperspektive Bildung für nachhaltige Entwicklung (BNE) mit Leben zu füllen.“

Die Landesregierung verstehe Entwicklungszusammenarbeit als eine Gemeinschaftsaufgabe, so Staatsministerin Theresa Schopper. „Eine global gerechte und bessere Welt kann nur gelingen, wenn alle bereit sind, etwas dafür zu tun. Die Fair-trade-Schools-Kampagne sensibilisiert uns für die Zusammenhänge zwischen unserem Konsumverhalten hier in Baden-Württemberg und den Lebensbedingungen anderswo.“

Preise für filmische Darstellungen

Im Rahmen eines Festakts in Stuttgart anlässlich des 5-jährigen Bestehens der Fair-trade-Schools-Kampagne in Baden-Württemberg erhielten vier Schulen Preise für die filmische Darstellung ihres Engagements für den Fairen Handel. „Es ist immer wieder beeindruckend zu sehen, mit wie viel Kreativität und Engagement sich Schülerinnen und Schüler für den nachhaltigen Konsum und Fairen Handel einsetzen, um im Schulumfeld, aber auch für den eigenen Lebensstil das Bewusstsein für Gerechtigkeit und Verantwortung zu schärfen“, sagt Staatssekretär Schebesta.

Mit der Fairtrade-Schools-Kampagne haben Schulen die Gelegenheit, die globalen Nachhaltigkeitsziele der Vereinten Nationen (Sustainable Development Goals) im Schulalltag konkret umzusetzen und den Fairen Handel im Alltag der Schule zu integrieren. Die Kampagne fordert zur Thematisierung des Fairen Handels im Unterricht auf und lädt mit Informationen zu fair gehandelten Produkten zur Verwendung dieser bei schulischen Aktivitäten wie Projektwochen oder Schulfesten ein. „Viele unserer Kaufentscheidungen haben auch Einfluss auf Menschen im Globalen Süden. Diese müssen häufig unter menschenunwürdigen Bedingungen arbeiten, auch Kinderarbeit ist an der Tagesordnung“, so Schopper. „Deswegen wissen wir: Veränderungen müssen im Kleinen beginnen, um Großes zu bewirken.“

Unterstützung durch Ministerien

Das Staatsministerium Baden-Württemberg und das Ministerium für Kultus, Jugend und Sport unterstützen die landesweite Kampagne unter der Schirmherrschaft von Kultusministerin Dr. Susanne Eisenmann. Die Koordination liegt bei der Stiftung Entwicklungs-Zusammenarbeit Baden-Württemberg (SEZ). Sie wird von weiteren entwicklungspolitischen Akteuren aus dem Land wie dem Dachverband Entwicklungspolitik Baden-Württemberg e.V. (DEAB), dem Entwicklungspädagogischen Informationszentrum Reutlingen (EPiZ), dem Zentrum für Entwicklungsbezogene Bildungsarbeit der Evangelischen Landeskirche Württemberg, dem Institut für Religionspädagogik der Erzdiözese Freiburg und der MISEREOR-Diözesanstelle Rottenburg-Stuttgart unterstützt.

Die Fairtrade-Schools-Kampagne wurde im Jahr 2012 als einmalige bundesweite Bildungsplattform zum fairen Handel von TransFair e.V. ins Leben gerufen. Seit ihrer Einführung im Jahr 2014 sind 100 baden-württembergische Schulen als Fairtrade-School ausgezeichnet.

Die Auszeichnungen im Überblick

  • Robert-Bosch-Gymnasium Wendlingen: 100. baden-württembergische Fairtrade-School
  • Friedrich von Alberti Gymnasium Bad Friedrichshall: 1. Preis Filmwettbewerb „Fair Filmt“
  • Kopernikus-Gymnasium Wasseralfingen: 2. Preis Filmwettbewerb „Fair Filmt“
  • Julius-Springer-Schule Heidelberg: 3. Preis Filmwettbewerb „Fair Filmt“
  • Johann-Sebastian-Bach Gymnasium Mannheim: Publikumsvoting Filmwettbewerb „Fair Filmt“


Weitere Informationen

Hier geht’s zum Filmwettbewerb „Fair Filmt“:

https://www.fairtrade-deutschland.de/VotingFairFilmt/

Hier geht’s zur Webseite der Stiftung Entwicklungs-Zusammenarbeit:

https://sez.de/fairtrade-schools

Hintergrundinformation zur SEZ

Die Stiftung Entwicklungs-Zusammenarbeit Baden-Württemberg (SEZ) will die baden-württembergische Bevölkerung für ein global verantwortliches Handeln sensibilisieren und aufzeigen, wie jede und jeder etwas für eine gerechtere Welt tun kann. Schwerpunktthemen sind der Faire Handel, Partnerschaften zwischen Menschen in Baden-Württemberg und Menschen in den Ländern des Globalen Südens, Globales Lernen und verantwortliche Unternehmensführung (CSR).

Pressekontakt:

Beate Wörner, Tel. 0711 / 2 10 29-40, woerner@sez.de