Mehr globale Nachhaltigkeit in den Kommunen

Impressionen vom 7. Stuttgarter Forum für Entwicklung
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Eine „Trau-dich-Kasse“ im Supermarkt, an der Kundinnen und Kunden den ökologischen Fußabdruck ihrer Einkäufe unter die Lupe nehmen können, ist einer dieser zehn Vorschläge. Eine Matching-Plattform, mit der Städte in Baden-Württemberg die für sie passende Partnerstadt im globalen Süden finden können, ein anderer.

Insgesamt haben die Teilnehmenden des 7. Stuttgarter Forum für Entwicklung, das von der Stiftung Entwicklungs-Zusammenarbeit Baden-Württemberg (SEZ) veranstaltet wurde, zehn Möglichkeiten entwickelt, um in und mit der Kommune eine global nachhaltige Entwicklung voranzutreiben. Im Blick hatten sie dabei vor allem die Bereiche Digitalisierung, Beschaffung, Wirtschaft und Kultur. Um eine möglichst kreative Herangehensweise zu gewährleisten, wurde dazu in den verschiedenen Workshops mit der Design-Thinking-Methode gearbeitet. Diese sorgte nicht nur dafür, dass sämtliche Wände mit bunten Post-Its beklebt waren, sondern auch dafür, dass die Teilnehmenden um die Ecke denken und sich auf spielerische Art und Weise an die Problemlösung heranbegeben mussten.

Eine methodische Herangehensweise mit handfesten Ergebnissen, die auch bei Staatsministerin Theresa Schopper, die gleichzeitig auch Stiftungsratsvorsitzende der SEZ ist, ein offenes Ohr fanden. „Ich finde Ihre Ideen wichtig und richtig. Ich werde sie mitnehmen und in unsere Häuser mit einspeisen.“ Denn, so die Ministerin, angesichts der weltweiten Krisen und der Tatsache, dass für die Umsetzung der Agenda 2030 nur noch zehn Jahre bleiben, müssten wir einen Gang raufschalten. Es sei wichtig, dass die vielbeschworene Solidarität mit dem globalen Süden auch mit Taten unterfüttert werde, und zwar sowohl auf Bundes- als auch auf Landesebene und im kommunalen Bereich. „Wir haben mit der Ideenwerkstatt heute beim Stuttgarter Forum einen richtig wichtigen Punkt gesetzt.“ Sie betonte die „verlässlichen Strukturen und Ansprechpartner“ auf der kommunalen Ebene und verwies darauf, dass das Land die Entwicklungspolitik der Kommunen stärken und bestehende Vernetzungen weiter ausbauen und noch deutlicher mit der Bundesebene verweben wolle.

Weitere Informationen zum 7. Stuttgarter Forum für Entwicklung (SFE) finden Sie hier.