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AMAHORO! LANDESPARTNERSCHAFT SEZ

In Dankbarkeit für Erich Schneider

Anlässlich des 90. Geburtstages von Herrn Erich Schneider, Landtagspräsident a. D., in Burgstetten im August 2023: SEZ Geschäftsführer Herr Philipp Keil neben Herrn Erich Schneider und Frau Landtagspräsidentin Muhterem Aras (v.l.n.r.) in Burgstetten. ©Gemeinde Burgstetten

Erich Schneider als Wegbereiter der Amahoro! Landespartnerschaft zwischen Baden-Württemberg und Burundi

Am 8. Februar 2024 ist unser langjähriger Freund und Unterstützer, Herr Erich Schneider, Landtagspräsident und Bürgermeister a. D., verstorben. Schneider war von 1982 bis 1992 Präsident des Landtages Baden-Württemberg und hat gemeinsam mit Erwin Teufel, dem früheren Fraktionsvorsitzenden der CDU-Landtagsfraktion, die Gründung der Stiftung Entwicklungs-Zusammenarbeit Baden-Württemberg vorangetrieben.

Schneider hat sich seit seiner Zeit im Landtag für unser Partnerland Burundi engagiert und dieses Engagement auch unter dem Dach des Christlichen Jugenddorfwerk Deutschlands (CJD) aktiv vorangetrieben. Daraus ist 2006 der Erich-Schneider-Stiftungsfonds Burundi entstanden, der Projekte für die Bildung und Ausbildung junger Menschen im ostafrikanischen Land unterstützt.

Mit seinem Engagement für Burundi hat Schneider die Amahoro Landespartnerschaft zwischen Baden-Württemberg und Burundi angestoßen, deren mehr als 40-jähriges Jubiläum wir dieses Jahr feiern.

Philipp Keil, Geschäftsführer der SEZ, hat Erich Schneider bei den Feierlichkeiten zum 90. Geburtstag in Burgstetten als Wegbereiter für diese Partnerschaft geehrt und seine Dankbarkeit für das langjährige Engagement mit Burundi in folgende Worte gefasst:

In Baden-Württemberg einst gedacht,
Entstand eine Partnerschaft, prachtvoll gemacht.
Herr Landtagspräsident Schneider war es, der es schenkte,
Die Bande mit Burundi, die uns heute lenkte.

Nun feiern wir den 90. Geburtstag sein
Ein Leben voll Wirken, groß und fein.
Die Landespartnerschaft, ein Erbe so wert,
Für Frieden und Freundschaft, die uns verehrt.

Dank Herrn Schneider, stehen wir Hand in Hand,
Mit Burundi verbunden, im fernen Land.
Die Jahre vergehen, doch die Freundschaft bleibt bestehen,
Ein Band der Herzen, das uns wird stets begleiten und lehren.

So erheben wir das Glas und singen ein Lied,
Für Herrn Landtagspräsident Schneider, voll Dankbarkeit.
Ein Leben voll Taten, ein Herz voller Güte,
Zu 90 Jahren gratulieren wir heute!

Wir verbleiben in tiefer Dankbarkeit für Herrn Erich Schneider als Wegbereiter der Amahoro Landespartnerschaft zwischen Baden-Württemberg und Burundi.

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Philipp Keil und Ministerpräsident Winfried Kretschmann im Gespräch

Ein besonderer Moment bildlich festgehalten: Philipp Keil lädt Ministerpräsident Winfried Kretschmann persönlich zur Partnerschaftsfeier zwischen Baden-Württemberg und Burundi ein.

Die wichtigste Botschaft an Herrn Kretschmann, die Philipp Keil beim Gespräch in der Villa Reitzenstein deutlich machen konnte ist, dass Entwicklungszusammenarbeit bei uns in Baden-Württemberg beginnt und den gesellschaftlichen Zusammenhalt stärkt.

Dass Baden-Württembergs Verbindungen in die Welt vielfältig sind und gerade das Engagement von Vereinen, Kirchen und Kommunen internationale Partnerschaften Baden-Württembergs darstellen und die Beziehungen in Wirtschaft und Forschung ergänzen, war der große Rahmen, den Philipp Keil im Gespräch spannte. Partnerschaften zwischen Städten, Gemeinden, von NGOs und Vereinen ermöglichen Begegnungen zwischen Süd und Nord und bringen Baden-Württemberger*innen mit Menschen auf der ganzen Welt zusammen. Diese entwicklungspolitischen Partnerschaften und inhaltliche Schwerpunkte sind in den Entwicklungspolitischen Leitlinien des Landes verfasst, die das Staatsministerium in einem aufwändigen Beteiligungsprozess gemeinsam mit der Zivilgesellschaft erarbeitetet hat. Der Rat für Entwicklungszusammenarbeit berät die Landesregierung zu deren Umsetzung und wird von der SEZ koordiniert.

Zum Gespräch mitgebracht hat Philipp Keil auch einen anderen Blick auf den afrikanischen Kontinent, auf die BW-Burundi-Partnerschaft und darauf, was Entwicklung bedeutet: Dass wir in Baden-Württemberg als Exportweltmeister nicht selbstverständlich auf Kosten anderer leben können und neben natürlichen Ressourcen vor allem auch den Wert von Ideen der Partnerländer erkennen müssen. Unsere maßgeblich von westlichen Ländern geprägte Welt hat Klimawandel hervorgebracht und große Konflikte bis heute nicht gelöst. Wir sehen uns aktuell sogar vor besonders großen Herausforderungen, weshalb neue Ideen dringend notwendig sind.

So nahm Philipp Keil den Ministerpräsidenten mit auf den Perspektivwechsel, dass es eine Aufgabe für Baden-Württemberg ist zu lernen, dass unser Partnerland Burundi ein fruchtbares, traditionsreiches Land mit einer innovationsfreudigen Jugend ist. Das viele Baden-Württemberger*innen noch gar nicht kennen. Und dass ein auf Ideen, Menschen und Kooperationsmöglichkeiten gerichteter Blick ein Gewinn für beide Seiten ist. Denn jede*r kennt den Moment der Erleuchtung aus dem Urlaub oder, wenn man mit jemandem durch den Heimatort läuft, der diesen noch nicht kennt: man sieht plötzlich mit anderen Augen.

Daher konnte die Einladung an den Ministerpräsidenten, das Jubiläum der BW-Burundi-Partnerschaft gemeinsam mit dem Staatsministerium, dem Landtag Baden-Württemberg und den burundischen und baden-württembergischen Protagonist*innen der Partnerschaft zu feiern, auf fruchtbaren Boden fallen. Als Geschenk brachte Philipp Keil dem Ministerpräsidenten eine kleine Trommel aus Burundi mit, die ein nationales Wahrzeichen repräsentiert und weltberühmt ist. Die burundischen Trommeln und der rituelle Tanz übermitteln kulturelle, politische und soziale Botschaften und bringen Menschen unterschiedlicher Generationen und Herkunft zusammen, um Einheit und sozialen Zusammenhalt zu fördern. Seit 2014 sind die rituellen Tänze und Trommeln aus Burundi Weltkulturerbe der UNESCO.


Stiftungsrat der SEZ


Philipp Keil zu Gast beim Podcast der Landesvertretung Baden-Württemberg in Berlin


Entwicklungszusammenarbeit des Staatsministeriums Baden-Württemberg

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SEZ WIRTSCHAFT

G-PAD Forum 2023: Politik trifft Panafrikanismus

Redner*innen und Besucher*innen von G-PAD 2023 (v.l.n.r.): Herr Philipp Keil (Geschäftsführer der SEZ), S.E. Herr Igor César (Botschafter von Ruanda), Timi Olanrewaju (LEAD Africa International e.V.), S.E. Frau Alice Mashingaidze (Botschafterin von Simbabwe), S.E. Herr Mbana Makina (Botschaftsrat von Äquatorialguinea) © LEAD Africa International e.V.

Am 20. Oktober 2023 haben sich in der Landesvertretung Baden-Württemberg in Berlin sowie online 250 Teilnehmer*innen des Global Partnership for African Development (G-PAD) Forum 2023 zusammengefunden. Das diesjährige Forum mit dem Thema „Africa’s Outlook as an Emerging Global Market“ lud das Publikum ein, sich über die Perspektive Afrikas als zukünftigen Weltmarkt auszutauschen.

Bereits zum sechsten Mal hat der Verein LEAD Africa International e.V. Referent*innen aus diversen Sparten und Ländern eine Bühne gegeben, um über Leadership, Startups und ein neues Afrikabild zu sprechen. Dieses Jahr war neben Vertreter*innen aus Politik, Wissenschaft und Wirtschaft auch eine aktivistische Stimme zu hören – die des renommierten Panafrikaners Prof. PLO Lumumba.

Prof. PLO Lumumba betonte, dass jede*r sich die Frage stellen muss „In wessen Interesse ist die Beziehung?“ wenn über Beziehungen und Partnerschaften gesprochen wird. Denn Afrika sei und wäre schon immer ein Kontinent des Interesses für den Westen gewesen. Aber Diskussionen im Westen seien nicht zum Vorteil des Kontinents, sondern erinnerten teils an die Berliner Konferenz 1884/ 1885. Prof. PLO Lumumba forderte einen neuen, anderen Stil von Partnerschaften mit Afrika: nicht parasitär, sondern symbiotisch.

Das G-PAD Forum 2023 zeichnet sich dadurch aus, dass unbequeme und offene Worte neben Impulsen aus der Politik und Wirtschaft Gehör finden.

Auch Staatssekretär Rudi Hoogvliet sprach in seiner Begrüßung von neuen Partnerschaften. Denn es sei an der Zeit für Deutschland, aufzuholen, wie andere Länder in Beziehungen mit dem Kontinent stünden. Man habe sich viel zulange nach hinten gelehnt und auf alte Narrative berufen. Afrika sei der Kontinent der Zukunft und deshalb seien neue Partnerschaften nötig.

Mit dem diesjährigen G-PAD Forum im politischen Berlin ist der Organisator Timi Olanrewaju mit dem von ihm gegründeten Verein LEAD Africa International e.V. im Hinblick auf neue Partnerschaften, neue Freundschaften und eine faire Zusammenarbeit einen Schritt weitergegangen.

Diese Statements haben wir bei G-PAD 2023 gehört

Panafrikanische Impulse nach Berlin

Neben Einblicken in bisherige und zukünftige Partnerschaften hat Prof. PLO Lumumba auch die aktuelle Lage der panafrikanischen Kooperation thematisiert. Afrika sei in der Pflicht sich zu verbünden. Denn sonst springe man lediglich als Jo-Jo von G20- zu BRICS- zu G20-Treffen. Panafrikanische Institutionen müssten deshalb gestärkt werden und Afrika selbst müsse sich definieren, organisieren und seine Prioritäten identifizieren. Damit man selbst die Agenda kontrolliere und sich stark machen könne, gehört zu werden. Mit der Agenda 2063 habe der Kontinent die Infrastruktur dafür, diese müsse nun genutzt und Vorhaben umgesetzt werden.

Als wichtigen Punkt hob er heraus, dass Afrika anfangen müsse einen Mehrwert zu schaffen und dafür panafrikanische Treffen nötig seien. Doch Afrika habe nie Unterhaltungen unter sich, die Treffen seien immer gefördert durch die GIZ und ähnliche Akteure. Deshalb adressierte Prof. PLO Lumumba zuletzt eine Aufforderung an den Westen: „Lasst uns allein, um allein zu diskutieren!“ Mit Ergebnissen, die daraus resultieren, könne man dann wieder in den Austausch treten.

Ergänzt wurden Prof. PLO Lumumbas panafrikanische Impulse durch Stimmen aus der afrikanischen Diaspora, die ehrlichen und respektvollen Austausch einfordern. Das G-PAD Forum 2023 bot mit der Plattform in der Baden-Württembergischen Landesvertretung hierfür eine Bühne.

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