Nicole Razavi MdL, Ministerin für Landesentwicklung und Wohnen des Landes Baden-Württemberg übergibt Pfarrer Dr. Leonard Lemchukwu, 1. Vorsitzender des Vereins Brücken bauen für Igboland, gemeinsam mit dem Geschäftsführenden Vorstand der SEZ, Philipp Keil, den Förderscheck. (© SEZ/Andreas Kustreba)
Stuttgart, 16.10.2025 | Bauministerin Nicole Razavi MdL übergab in festlichem Rahmen einen Förderscheck in Höhe von 15.000 Euro an Dr. Leonard Lemchukwu für den Verein Brücken bauen für Igboland e.V. aus Rot am See. Der Pfarrer aus Nigeria hat sich zum Ziel gesetzt, während seiner Einsatzzeit in Deutschland Mittel für den Bau einer Schule und einer Krankenstation in seiner Heimatregion zu sammeln.
Zu diesem Zweck hat Dr. Lemchukwu den gemeinnützigen Verein gegründet. Anlässlich des Traditionellen Benefizkonzerts der Stiftung Entwicklungs-Zusammenarbeit Baden-Württemberg (SEZ) im Neuen Schloss Stuttgart lud die Stiftung Partner und geförderte Projekte ein. So auch Ministerin Razavi und Dr. Lemchukwu. „In diesem schönen Rahmen einen Förderscheck von der Ministerin zu erhalten, ist etwas ganz Besonderes. Ich freue mich sehr über diese große finanzielle Unterstützung. Die Schule ist schon gebaut und jetzt kann auch das Krankenhaus realisiert werden. Damit bekommen viele Menschen endlich die medizinische Versorgung, die sie so dringend benötigen“, freut sich Dr. Leonard Lemchukwu bei der Übergabe. Der erste Vorsitzende des Vereins kennt Nicole Razavi seit langem aus dem Kreis Göppingen, wo er seit vielen Jahren als Pfarrer tätig ist. „Ich schätze Pfarrer Leonard sehr. Mit seinem ganz persönlichen riesigen Engagement für die Menschen in seiner Heimat ist er ein echtes Vorbild und hat viel erreicht. Das ist gelebte Nächstenliebe. Die Krankenstation ist mir seit Jahren ein echtes Herzensanliegen und wir haben lange gemeinsam dafür gekämpft. Dass sie jetzt Wirklichkeit wird, ist großartig. Ich freue mich, wenn ich etwas helfen konnte“, sagt Nicole Razavi MdL.
Gesundheitsversorgung für 30.000 Menschen
Der Verein plant, eine Krankenstation in Umudim, ein Dorf im Süden Nigerias, mit medizinischer Ausrüstung und Möbeln zu modernisieren. In dem Dorf ist die medizinische Versorgung mangelhaft, sodass die Menschen für die Behandlung ernsthafter Erkrankungen in ein 60 Kilometer entferntes Krankenhaus fahren müssen. Da es vor Ort wenige Fahrzeuge gibt, ist ein Transport schwer zu organisieren. Die neue Krankenstation ist ein wichtiger Schritt, um eine grundlegende Gesundheitsversorgung vor Ort sicherzustellen. Dies hilft besonders Kindern, Schwangeren und akut erkrankten Personen.
Von Rot am See bis Nigeria
Pfarrer Dr. Leonard Lemchukwu berichtet: „Schlechte medizinische Versorgung auf dem Land ist nicht nur ein Problem in Nigeria. Die Maßstäbe in Umudim sind natürlich trotzdem ganz andere als bei uns in Deutschland. Was uns dabei sehr freut: Wir können als Verein schnell finanzielle Unterstützung leisten“. Das Projekt des Vereins Brücken bauen für Igboland e.V. wird von der SEZ durch Mittel des Staatsministeriums, die der Landtag beschlossen hat, finanziert.
Pressekontakt: Lena Wimmer, Telefon: 0711-2 10 29-11, Mobil: +49 176 76419208, kommunikation@sez.de
Hintergrund zur SEZ
Die Stiftung Entwicklungs-Zusammenarbeit Baden-Württemberg (SEZ) will die baden-württembergische Bevölkerung für ein global verantwortliches Handeln sensibilisieren und aufzeigen, wie jede und jeder etwas für eine gerechtere Welt tun kann. Die Stiftung fördert und vernetzt private, kommunale und regionale Initiativen zur Verbesserung und Vertiefung von Partnerschaften mit Ländern des sogenannten Globalen Südens. Sie stärkt damit das Bewusstsein der Menschen in Baden-Württemberg für globale Zusammenhänge von lokalem Handeln.