Flut in Burundi: „Es ist eine Katastrophe, und niemand in Deutschland bekommt es mit“

Man sieht ein Haus, das komplett von Wasser umgeben ist. Eine Frau gelangt über eine Planke zum Eingang.

In Gatumba, Burundi, haben über 100.000 Menschen durch die Überflutungen ihr zu Hause verloren. ©Niko Zalac

  • Seit Monaten anhaltende sintflutartige Regenfälle richten schwere Schäden in Burundi an.
  • Hungersnot der Bevölkerung spitzt sich weiter zu.
  • STELP leistet Nothilfe und hilft gemeinsam mit der Stiftung Entwicklungs-Zusammenarbeit Baden-Württemberg (SEZ) Händler:innen beim Wiederaufbau.

Burundi. In Burundi richten sintflutartige Regenfälle und schwere Überschwemmungen derzeit verheerende Schäden an. Hunderttausende Menschen mussten ihre Häuser verlassen, Straßen, Felder und ganze Städte stehen unter Wasser.

STELP-Gründer Serkan Eren ist derzeit mit einem Team vor Ort und leistet Soforthilfe. „Es regnet seit Monaten, und mittlerweile steht alles unter Wasser. Fast kein Feld kann hier mehr bewirtschaftet werden. Die Menschen verlieren gerade ihre komplette Lebensgrundlage. Es ist eine Katastrophe, und niemand in Deutschland bekommt es mit“, sagt Eren.

Fast zwei Drittel der Bevölkerung in Burundi leben unterhalb der Armutsgrenze. Die meisten Menschen sind in der Landwirtschaft tätig und bauen Hülsenfrüchte, Mais, Bananen oder Süßkartoffeln an. Schon vor der Flutkatastrophe war ein Großteil der Bevölkerung mangel- oder unterernährt. Nun spitzt sich die Situation zu.

Mit seinem Team verteilt der 40-Jährige derzeit Lebensmittelpakete. Zudem unterstützt STELP mit der Stiftung Entwicklungs-Zusammenarbeit Baden-Württemberg (SEZ) und den lokalen Partner:innen Fondation Stamm und Kaz’O’zah Händler:innen beim Wiederaufbau ihrer Geschäfte. Ange Muyubira, Geschäftsführerin von Kaz’O’zah in Bujumbura beschreibt die Situation so: „Allein in Gatumba und den benachbarten Regionen haben über 100.000 Menschen ihr Zuhause und ihre Lebensgrundlage durch die Überschwemmungen verloren. Mit den Paketen werden direkt Betroffene schnell unterstützt; gleichzeitig können sich rund 100 Familien durch das Startkapital eine neue Lebensgrundlage an einem vor Fluten geschützten Ort aufbauen”.
Der unaufhörliche Regen hat den Wasserstand des Tanganjikasees beträchtlich steigen lassen und den Kanyosha-Fluss zum Überlaufen gebracht. „Das Wasser ist nun in die wirtschaftliche Hauptstadt Burundis, nach Bujumbura, vorgedrungen. Die Flut hat ganze Teile des Landes zum Erliegen gebracht“, erklärt Eren weiter. „In dieser Katastrophe beispiellosen Ausmaßes sind wir froh über die Zusammenarbeit mit einer tatkräftigen Organisation wie STELP. Nun gilt es den lokalen Partner:innen gut zuzuhören, um gemeinsam die Situation zu bewältigen”, sagt Philipp Keil, Geschäftsführender Vorstand der SEZ.

Klimaexpert:innen zufolge hängen die Überschwemmungen mit dem Wetterphänomen El Niño zusammen und sind eine direkte Folge des Klimawandels. Burundi, eines der Länder, das am wenigsten zum Klimawandel beigetragen hat, trägt die Konsequenzen am stärksten. Zudem spielt die schlechte Flächennutzung eine Rolle. Denn viele Felder und Häuser sind in von Hochwasser gefährdeten Gebieten erbaut worden. Seit den 1980er Jahren verbinden freundschaftliche Beziehungen Baden-Württemberg und Burundi. Im Jahr 2014 wurde dann die offizielle Partnerschaftsvereinbarung zwischen den beiden Regionen unterschrieben.

Hinweis für die Redaktion: STELP-Gründer Serkan Eren ist bis zum 11. Mai in Burundi in Bujumbura vor Ort. Gerne steht er für ein Interview / Einschätzungen zur Verfügung. Bilder zur redaktionellen Nutzung unter der Quellenangabe Niko Žalac/Nidji Studio finden Sie hier: https://bit.ly/Einsatz_Burundi

Über STELP
STELP e. V. ist eine humanitäre Hilfsorganisation aus Stuttgart, die akute Not durch schnellen Zugang zu Lebensmitteln, Sanitärprodukten und medizinischer Versorgung lindert. Seit 2015 leisten wir auf drei Kontinenten in 16 Ländern schnell, unbürokratisch und vor Ort Unterstützung für bedürftige Menschen. Unser langfristiges Ziel ist es, eine Welt zu schaffen, in der alle Menschen selbstbestimmt in Würde und Sicherheit leben und eine nachhaltige Zukunft für sich gestalten können.

Über die SEZ
Die Stiftung Entwicklungs-Zusammenarbeit Baden-Württemberg (SEZ) stärkt das Bewusstsein der Menschen in Baden-Württemberg für globale Zusammenhänge von lokalem Handeln. Mit Events und Konferenzen sensibilisiert sie für ein global verantwortliches Handeln und zeigt auf, wie jede und jeder etwas für eine gerechtere Welt tun kann. Die Stiftung fördert und vernetzt private, kommunale und regionale Initiativen zur Verbesserung und Vertiefung von Partnerschaften mit Ländern des sogenannten Globalen Südens. Eine besondere Rolle spielt die Partnerschaft mit Burundi, die in diesem Jahr ihr 40-jähriges Jubiläum feiert.

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