Stuttgart, 22. Januar 2026 | Mit Blick auf die bevorstehende Landtagswahl und die aktuellen globalen Herausforderungen hat der Rat für Entwicklungszusammenarbeit (REZ) heute sein neues Expert:innenpapier vorgestellt. Darin macht der REZ deutlich: Entwicklungspolitik ist kein Nice-to-have, sondern eine zentrale Zukunfts- und Standortpolitik für Baden-Württemberg.
Warum wir Entwicklungspolitik made in Baden-Württemberg brauchen. „Internationale Partnerschaften sind für Baden-Württemberg wirtschaftlich, ökologisch und gesellschaftlich existenziell. Entwicklungspolitik pflegt Beziehungen, schafft neue Perspektiven für Zusammenarbeit, z. B. in Form von Handelsbeziehungen und Energiepartnerschaften und stärkt so die Resilienz unserer Region“, erklärt Philipp Keil, Geschäftsführender Vorstand der Stiftung Entwicklungs-Zusammenarbeit Baden-Württemberg. Der REZ betonte Weltoffenheit und internationale Partnerschaften insbesondere mit Ländern des Globalen Südens als einen entscheidenden Erfolgsfaktor für ein global stark vernetztes Baden-Württemberg.
„Entwicklungspolitik auf Landesebene wird von Menschen gemacht, die sich tagtäglich in Vereinen, Kommunen, Initiativen und Netzwerken engagieren. Eine starke Zivilgesellschaft ist auch das Rückgrat von Demokratie und Frieden. Diese Menschen machen gerade in Zeiten globaler Krisen wichtige Arbeit und brauchen dafür verlässliche politische Rahmenbedingungen und die klare Anerkennung“, sagt Dr. Dolgor Guntsetseg, Geschäftsführerin des Dachverbands Entwicklungspolitik Baden-Württemberg e. V. und Netzwerkkoordinatorin des Eine Welt-Promotor*innen Programms Baden-Württemberg.
Besondere Bedeutung misst der REZ außerdem den Städten und Kommunen beispielsweise durch Städte- und Energiepartnerschaften, dem Migrantischen Engagement, das globale Vernetzung zu den Herkunftsländern ermöglicht, und dem Jungen Engagement sowie der Bildung für nachhaltige Entwicklung bei. Sie entwickeln und multiplizieren lokale Lösungen und gestalten durch internationale Partnerschaften wirksame Entwicklungspolitik. Gleichzeitig werde deutlich: Gerade in stürmischen weltpolitischen Zeiten sind entwicklungspolitische Netzwerke, zivilgesellschaftliches Engagement und internationale Kooperationen wichtiger denn je.
Im Rahmen einer Online-Pressekonferenz (Lunch Talk) präsentierten Mitglieder des REZ die zentralen Empfehlungen des neuen Expert:innenpapiers und beantworteten Fragen. Interviews mit allen REZ-Mitgliedern können vermittelt werden.
REZ-Mitglieder, die bei der Pressekonferenz Fragen beantworteten:
- Gundula Büker, Geschäftsführung Entwicklungspädagogisches Informationszentrum Reutlingen und Eine Welt-Fachpromotorin für Globales Lernen, Qualifizierung und Beratung
- Dr. Dolgor Guntsetseg, Geschäftsführung Dachverband Entwicklungspolitik Baden-Württemberg e. V. und Netzwerkkoordinatorin des Eine Welt Promotor*innenprogramms Baden-Württemberg
- Lena Heller, Referentin Städtetag Baden-Württemberg
- Ronja Kern, Eine-Welt-Fachpromotorin für Junges Engagement und Klimagerechtigkeit, Landesjugendring Baden-Württemberg e. V.
- Philipp Keil, Geschäftsführender Vorstand der Stiftung Entwicklungs-Zusammenarbeit Baden-Württemberg
- Dr. Wolf-Gero Reichert, Geschäftsführender Referent der Hauptabteilung Weltkirche und Regionalreferent für Indien, Diözese Rottenburg-Stuttgart
- Paulino José Miguel, Leitung Kompetenzzentrum Migration, Entwicklung, Partizipation beim Forum der Kulturen Stuttgart e. V. und Eine Welt-Fachpromotor für Migrantisches Engagement und Vernetzung
Hintergrund: Rat für Entwicklungszusammenarbeit (REZ)
Der Rat für Entwicklungszusammenarbeit berät die Landesregierung Baden-Württemberg bei der Umsetzung der Entwicklungspolitischen Leitlinien. Als Netzwerk der entwicklungspolitischen Netzwerke im Land vernetzt der REZ Akteur:innen der Entwicklungspolitik, stärkt die gemeinsame Koordination, gibt Impulse und ist Anwalt der Beteiligung. Die Geschäftsstelle des REZ ist bei der Stiftung Entwicklungs-Zusammenarbeit Baden-Württemberg (SEZ) angesiedelt.
Hintergrund zur Stiftung Entwicklungs-Zusammenarbeit Baden-Württemberg (SEZ)
Die Stiftung Entwicklungs-Zusammenarbeit Baden-Württemberg (SEZ) will die baden-württembergische Bevölkerung für ein global verantwortliches Handeln sensibilisieren und aufzeigen, wie jede und jeder etwas für eine gerechtere Welt tun kann. Die Stiftung fördert und vernetzt private, kommunale und regionale Initiativen zur Verbesserung und Vertiefung von Partnerschaften mit Ländern des sogenannten Globalen Südens. Sie stärkt damit das Bewusstsein der Menschen in Baden-Württemberg für globale Zusammenhänge von lokalem Handeln.
Das REZ-Expert:innenpapier ist abrufbar unter: www.sez.de/rez-expp
Pressekontakt
Diana Griesinger
Geschäftsstelle des Rats für Entwicklungszusammenarbeit (REZ)
Stiftung Entwicklungs-Zusammenarbeit
Baden-Württemberg (SEZ)
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70182 Stuttgart
Tel. 0711 / 2 10 29-83
E-Mail: rez@sez.de
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