bwirkt!2020: Wirkungsvolle Solidarität mit den Menschen im Globalen Süden

Partnerschaft: Maïmouna Obot (storychangers e.V.) im Gespräch mit Udeme

Land vergibt rund 1,8 Millionen Fördermittel über die Stiftung Entwicklungs-Zusammenarbeit Baden-Württemberg (SEZ) in 2020 für entwicklungspolitische Projekte

(Stuttgart/SEZ, 23.12.2020): Das Land Baden-Württemberg unterstützt entwicklungspolitische Projekte aus der Zivilgesellschaft mit rund 1,8 Millionen Euro im laufenden Jahr über das Förderprogramm bwirkt! der Stiftung Entwicklungs-Zusammenarbeit Baden-Württemberg (SEZ) sowie zwei Sonderprogramme. Dabei wurden dieses Jahr eine Soforthilfe für Landespartnerschaften in Not geschaffen und Sondermittel in Höhe von 300.000 Euro unter dem Titel bwirkt!Corona als Nothilfe für Maßnahmen zur Bekämpfung der Covid-19-Pandemie in Ländern des Globalen Südens bewilligt.

Soforthilfe für Partnerschaften zur Bekämpfung der Corona-Pandemie

Durch die eigens aufgesetzte Förderlinie bwirkt!Corona werden Projekte zur Bekämpfung der Auswirkungen der Covid-19-Pandemie von 33 baden-württembergischen Organisationen und ihren Partnerorganisationen in Afrika, Asien und Lateinamerika gefördert. Ziel der Sonderförderung war, die Corona-Pandemie im Rahmen von bestehenden Partnerschaften zu bekämpfen: zum Beispiel mit Präventionsmaßnahmen, der Erstellung von Aufklärungsmaterial für den medizinischen Bereich oder Sensibilisierungsmaßnahmen zum Infektionsschutz. Darüber hinaus fördert bwirkt!Corona die Verteilung von Basismedikamenten, die Herstellung und Verteilung von Alltagsmasken und die Einrichtung von Handwaschstationen.

„Wir erleben, dass die Corona-Pandemie das bestehende Ungleichgewicht zwischen Arm und Reich extrem verschärft hat – lokal wie global. Es droht die Gefahr, dass erreichte Entwicklungserfolge in Afrika, Asien und Lateinamerika zunichtegemacht werden. Eine massive Armuts- und Hungerskrise bahnt sich an, die langfristigen sozioökonomischen Folgen sind noch nicht abschätzbar. Wir dürfen die Menschen im Globalen Süden damit nicht allein lassen. Mit der Sonderförderung bwirkt!Corona will das Land zivilgesellschaftliche Partnerschaftsinitiativen in diesen schweren Zeiten unterstützen und gezielt und unbürokratisch Hilfe leisten“, erklärte die für die Entwicklungspolitik zuständige Staatsministerin Theresa Schopper.

Der Bewilligung der Gelder ging eine Ausschreibung der Fördermittel voraus. „Die Nachfrage nach den Fördermitteln für Nothilfemaßnahmen war groß. Die Rückmeldungen zu der Förderlinie bwirkt!Corona waren sehr positiv“, so Laurids Novak, Leiter der Projektförderung bei der SEZ. „Wir haben rund 100 Anträge auf Förderung erhalten, die von einem unabhängigen Gremium bewertet wurden. Dieses traf auch die Entscheidung darüber, welche Projekte gefördert werden.“

Soforthilfe für baden-württembergische Partnerländer in Not

Parallel wurde seitens des Landes ein Sofort-Hilfe-Programm für baden-württembergische Partnerländer in Not aufgesetzt. Insgesamt werden rund 500.000 Euro für Hilfsmaßnahmen, insbesondere in Burundi und der Provinz Dohuk in der Autonomen Region Kurdistan-Irak, eingesetzt. Finanziert werden unter anderem Schutzausrüstungen für Krankenstationen in den Flüchtlingscamps und Hygienemaßnahmen in einem Kinderzentrum in Dohuk. In Burundi, das zeitgleich mit den Folgen einer schweren Überschwemmungskatastrophe kämpft, wurden Nothilfemaßnahmen zur Nahrungsmittelversorgung, der Gesundheitsversorgung sowie die Bereitstellung von Zeltunterkünften finanziert. Im Rahmen der Landespartnerschaft mit dem Bundesstaat Maharashtra in Indien werden Bildungsmaßnahmen für benachteiligte Mädchen aus Slums und dem ländlichen Raum unterstützt.

Förderung der entwicklungspolitischen Basis trotz Pandemie gewährleistet

Kontinuität und Verlässlichkeit konnte darüber hinaus auch unter Corona-Bedingungen bei den bwirkt! -Förderlinien der SEZ gewahrt werden. Oberstes Ziel: die erfahrene und effiziente Arbeit der über 1.500 entwicklungspolitischen Organisationen im Land muss trotz der Pandemie weitergehen können. Unter der Linie bwirkt!Inland wurden 17 Maßnahmen der entwicklungspolitischen Bildungsarbeit bewilligt, darunter eine Wanderausstellung zu Nachhaltigkeitszielen für Unternehmen und ein digitales deutsch-ghanaisches Jugendtheaterfestival.

Die Elektrifizierung eines Indigenendorfes mit Solaranlagen in Costa Rica oder der Ausbau und die Ausstattung einer medizinischen Ambulanz mit Apotheke in Bangladesch sind zwei von insgesamt 26 Partnerschaftsprojekten, die in der Linie bwirkt!Ausland bewilligt wurden. Insgesamt elf Maßnahmen der partnerschaftlichen Zusammenarbeit in Burundi wurden in der Linie bwirkt!Burundi bewilligt. Mit der Förderung können ein Kleinkreditprogramm für Witwen und Geschiedene aufgesetzt oder Umweltschutzmaßnahmen sowie Schulungsmaßnahmen zu modernen Methoden in der Pilzzucht zur Einkommensverbesserung in der Landwirtschaft umgesetzt werden. Alle Projekte leisten einen Beitrag zur Umsetzung der Agenda 2030 der Vereinten Nationen (Sustainable Development Goals). „Wir freuen uns sehr, dass das Land Verlässlichkeit gegenüber der Arbeit der Partnerschaftsvereine in Baden-Württemberg zeigt. Gerade in Zeiten der Krise ist die Bildungsarbeit unserer Branche wichtiger denn je“, sagt Philipp Keil, Geschäftsführender Vorstand der SEZ.

Über die Förderlinie bwirkt! unterstützt das Land jährlich seit 2018 entwicklungspolitische Projekte aus der Zivilgesellschaft mit einer Million Euro an Fördergeldern. Verantwortlich für die Durchführung der Förderlinie ist die Stiftung Entwicklungs-Zusammenarbeit Baden-Württemberg (SEZ).

Hintergrund zur SEZ

Die Stiftung Entwicklungs-Zusammenarbeit Baden-Württemberg (SEZ) will die baden-württembergische Bevölkerung für ein global verantwortliches Handeln sensibilisieren und aufzeigen, wie jede und jeder etwas für eine gerechtere Welt tun kann. Schwerpunktthemen sind der Faire Handel, Partnerschaften zwischen Menschen in Baden-Württemberg und Menschen in den Ländern des Globalen Südens, Globales Lernen und verantwortliche Unternehmensführung (CSR).

Pressekontakt:

Nina Oerter
Stiftung Entwicklungs-Zusammenarbeit Baden-Württemberg (SEZ)
Werastraße 24
70182 Stuttgart
Telefon: 0711 / 210 29 – 80
oerter@sez.de

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