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PROJEKTINITIATIVE MALI (PIM)

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PROJEKTINITIATIVE MALI (PIM)

PROJEKTINITIATIVE MALI (PIM), NürtingenSelbstdarstellung1 ENTSTEHUNGSGESCHICHTE / MOTIVATION:An der Fachhochschule Nürtingen wurde eine Wochenveranstaltung « Entwicklungshilfe » 1982 ursprünglich als praxisbezogene Ergänzung zur Vorlesung «Entwicklungsökonomie» im Fachbereich Agrarwirtschaft und im späteren Aufbaustudium Genossenschaftswesen / Entwicklungsökonomie konzipiert.Das ursprüngliche Ziel dieses Seminars war, die Studierenden durch konkrete und unmittelbare Aufgaben in die Entwicklungsarbeit einzuführen.Die sonst üblichen Spendenbeschaffungen und Leistungen zugunsten grosser Entwicklungshilfestrukturen ermöglichen keine solche direkte und selbstständige Erfahrung. Andererseits soll insbes. an einer praxisbezogenen Hochschule die Auseinandersetzung mit Modellen zur Konfrontation mit der Wirklichkeit münden.Das Seminar funktionierte am Anfang in der Form einer studentischen Arbeitsgemeinschaft. Am Ende seiner Aufbauphase (1985-86) wurde ein für die Wirkung außerhalb der Fachhochschule eingetragener und gemeinnützig anerkannter Verein gegründet, um finanzierende Möglichkeiten (Ausstellung von Spendenbescheinigungen insbes.) zu eröffnen, den Auftritt in der Öffentlichkeit zu erleichtern (Informationsstände in der Nürtinger Fußgängerzone, Mitwirkung in zumindest lokalen Arbeitskreisen) und die Mitgliedschaft zu erweitern. Es wurde beschlossen, die Aktivitäten auf ein einziges Land bzw. eine Region zu konzentrieren um die Effizienz der Leistungen zu steigern. Die Sahelzone wurde aufgrund ihrer Bedürftigkeit und ihrer geographischer Nähe gewählt.Nachdem die generalkonsularischen und diplomatischen Behörden der Republik Mali (damals das 4. Ärmste Land der Welt) uns ihre konstruktive Mitarbeit und Unterstützung versprachen, kam die «Projektinitiative Mali e.V» (PIM) zustande. Heute ist die Generalkonsularische Delegatur dieses Landes mit dem Förderkreis der Sahelländer deswegen Hauptträger unserer Initiative. STRUKTUREN/ZIELE/ARBEITSWEISEDie PIM-Zweiggruppen in Frankreich (bei der Hochschule Institut Supérieur Agricole de Beauvais) und in Mali (Land- und Fortstwirtschaftliche Fachhochschule Katibougou) stellten den Rahmen einer regen interkulturellen Kooperation für alle Projektanregungen, -beratungen und -verwirklichungen.PIM leistet Entwicklungshilfetätigkeiten im klassischen Bereich der Materialspenden.So wurden im Laufe der Jahren mehrere Tonnen Kleider (in Zusammenarbeit mit Caritas), Krankenhauseinrichtungen (Schenkungen des Kreiskrankenhauses Herborn) und Medikamente (Schenkungen der Pharma-Industrie) mit LKW-Konvois, sogar einmal mit der Luftwaffe nach Mali geschickt. Dabei lernen die immer wieder verblüffte Mitglieder, daß viele Entwicklungshilfestrukturen nicht handeln, wie sie es durch ihre Öffentlichkeitsarbeit angeben. Sie sind auch direkt mit den komplexen administrativen Abwicklungen der entwicklungshelferischen-Arbeit im In- und Ausland konfrontiert.Eine dauerhafte Leistung von PIM ist die fachliche Unterstützung des landwirtschaftlichen Fachbereichs der Fachhochschule Katibougou. Es wurde dafür in Tachenhausen, dem Versuchshof der FH Nürtingen, ein sog. «Mali-Garten» (karger Boden, Südhang) eingerichtet. Die malischen Studenten der dortigen PIM-Gruppe fragen nach Samen zwecks verschiedener Versuche (Tritikalen und Mais). So führten sie durch PIM in ihr Land zum ersten Mal die Kultur der Sonnenblume und des Soja ein. Der diplomatische Koffer der Botschaft Mali in Paris wird für die Samensendung wiederholt in Anspruch genommen (z.B. muss für die Soja-Kultur der Boden mit einer bestimmten Bakterie « geimpft » werden. Die Einführung der Bakterienkultur in einer verdächtig aussehenden, verschweissten Plastiktasche ist über den normalen Zollweg zumindest umständlich).Ein Standbein von PIM ist die Durchführung eigener Projekte zugunsten der allgemeinen Bevölkerung. Unter dem Motto «Umweltschutz und Landwirtschaft» wird für die Erweiterung von dörflichen Paddyreis-Gärten im von der Desertifikation heimgesuchten Niger-Becken (von der PIM-Gruppe in Mali initiiert). So werden Sonnenpumpen- und Bewässerungsanlage konzipiert und von Mitglieder eingerichtet. Die Kosten werden immer zu einem Drittel von den dortigen Interessenten getragen (Bekämpfung der Weihnachtsmentalität), deren Zahlungsraten aber zur Wiederaufforstung ihres umliegenden Gebietes von uns verwendet werden. In diesem Rahmen finden Praxissemester und Diplomarbeitsforschungen statt : Bau von Irrigationskanälen, Schutz der Kulturen, Bekämpfung der grossen und kleinen Schädlinge und Einzäunung gegen Diebe. Es finden auch sog. « aktive Exkursionen » in Mali statt.Andere, nach Bedarf entstehende Einsätze werden von PIM durchgeführt. So wurden die aus dem Nordosten Malis geflüchteten und notleidenden Tuaregs im Rahmen eines Soforthilfeprogrammes in ihren vernachlässigten Lagern von Niamey (Niger) unterstüzt: medizinische Hilfe (Krankenstation), Medikamentenbeschaffung, Hüttenbau, Nahrungsspenden und Rückkehrhilfe. PIM-Mitglieder kamen als Hospitanten dieses Projekts, das mit dem von ihnen beschaffenen Gesamtbudget von 3.800 Euro mehrere Kinderleben rettete.Weitere Projekte werden entwickelt, durchgeführt, abgeschlossen und übergeben. Trotz der drastischen Abnahme des Interesse für die Dritte Welt versucht PIM weiterhin zu wirken, insbes. durch seine Informationsrolle (Veröffentlichungen) über die Dritte Welt und die Betreuung von entwicklungshelferischen Forschungstätigkeiten (Diplomarbeiten und Gastvorträgen, z.B. letzlich von Herrn Dr. W. Döring). So dient PIM, wie vor 20 Jahren, der Solidarität zwischen Erste und Dritte Welt und ist weiterhin ein Ort des interkulturellen Trainings.

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