Women’s Business Incubator

Das Projekt unterstützt 80 jesidische Frauen und Mädchen in Sindschar durch praktische unternehmerische Schulungen und psychosoziale Unterstützung beim Aufbau einer nachhaltigen Existenzgrundlage. Durch den ILO-Lehrplan „Start and Improve Your Business“ (SIYB) erwerben die Teilnehmerinnen wichtige unternehmerische Fähigkeiten, die auf die lokale Wirtschaft zugeschnitten sind. 24 Frauen erhalten direkte Unternehmenszuschüsse und Mentoring, um tragfähige Kleinunternehmen zu gründen. In Zusammenarbeit mit der Gesundheitsbehörde bietet das Projekt traumainformierte Einzel- und Gruppenberatung an, um die emotionale Widerstandsfähigkeit, das Selbstvertrauen und das Engagement in der Gemeinschaft zu stärken und so das langfristige wirtschaftliche und psychosoziale Wohlergehen zu fördern.

Solar Installation for the NI Women’s Center

Um die Gemeinden in Sindschar auch in Zukunft nachhaltig zu unterstützen, hat Nadia´s Initiative damit begonnen, sich von der Stromversorgung durch Generatoren zu lösen – oft die einzig verfügbare Option in dieser Region –, zumal die Vereinten Nationen den Irak kürzlich als das fünftanfälligste Land der Welt für den Klimawandel eingestuft haben. Um dieses Ziel voranzutreiben, möchte Nadia´s Initiative mit diesem Projekt Sonnenkollektoren in ihrem Women´s Center installieren. Hierbei handelt es sich um einem sicheren Zufluchtsort für Frauen und Mädchen – darunter auch solche, die die Gewalt und Gefangenschaft durch den IS überlebt haben. Im Women´s Center erhalten sie umfassende Unterstützung, um ihr Leben neu aufbauen zu können.

HELIN VOICES – Internetradio für Minderheiten im Nordirak

In Shingal und in der Ninawa-Region (Mosul) haben Minderheiten wie Jesid*innen, Christ*innen, Shabak und weitere Minderheitengruppen kaum Zugang zu unabhängigen Medien. HELIN VOICES baut deshalb in Phase 1 (6 Monate) ein Internetradio als Ausbildungs- und Sendestelle auf. Die journalistische Basisausbildung wurde bereits 2025 im Rahmen eines BMZ-Projekts (über Stiftung-Nord-Süd-Brücken) erfolgreich umgesetzt. Nun wird ein Redaktionsteam etabliert, Technik eingerichtet, eine Website mit Streaming gestartet und erste Formate produziert – Nachrichten, Kultur- und Servicebeiträge, Frauen- und Jugendthemen. Ziel ist es, verlässliche Informationen, Sichtbarkeit und Dialog zu schaffen und damit Teilhabe und Zusammenhalt in einer von Vertreibung und Desinformation geprägten Region zu stärken.

Survivor Safe Space (3S)

Das Projekt ,,Survivor Safe Space (3S)” schafft einen etwa 200m² großen, überlebendenzentrierten, klimafreundlichen und inklusiven Raum für Überlebende des Genozids an den Jesid*innen und von konfliktbedingter sexueller Gewalt (CRSV) in Sharya-Dohuk. Der Raum bietet Privatsphäre, Sicherheit und Würde und dient als Ort zum Heilen, Lernen, für psychosoziale und rechtliche Beratung, kulturelle Aktivitäten sowie den Aufbau von Kompetenzen. Geplant sind MHPSS-Sitzungen, Rechtsberatung nach dem Jesidischen Überlebenden-Gesetz, Bildungsangebote, kulturelle Veranstaltungen und Feiern. Ziel ist es, Überlebende und ihre Familien zu stärken, ihre Reintegration zu fördern und ihre Rolle als Gemeinschaftsführer*innen zu unterstützen.

Nachhaltige Landwirtschaft in Sinjar durch Solarenergie

Das Projekt fördert nachhaltige Landwirtschaft in Sindschar durch den Einsatz von Solarenergie zur Bewässerung. In einem Pilotprojekt werden drei solar-hybrid betriebenen Bewässerungssystemen für drei Familien installiert, die Dieselgeneratoren ersetzten und so Kosten sowie CO₂-Emissionen reduzieren. Praxisnahe Trainings vermitteln den drei Pilotfamilien und weiteren interessierten Landwirten Kenntnisse zur Bedienung, Wartung und Fehleranalyse der Systeme sowie effizienter Wassernutzung und zu den Grundprinzipien nachhaltiger Landwirtschaft. Durch ein Genossenschaftsmodell wird die gemeinschaftliche Nutzung gesichert und die langfristige Finanzierung gewährleistet. Das Projekt stärkt die wirtschaftliche Eigenständigkeit, steigert Produktivität, spart Kosten durch Wegfall oder Reduzierung von Dieselgeneratoren ein, fördert erneuerbare Energien und schafft Perspektiven für eine nachhaltige Entwicklung in Sindschar.

Gewächshäuser Sinune/Shingal/Nordirak

Es handelt sich um die Erweiterung eines bereits seit 2022 existierenden und von der SEZ co-finanzierten Gewächshaus-Projektes, in dem aktuell mehr als 20 Rückkehrer-Familien beschäftigt werden. Dieses Projekt wurde nach Fertigstellung der Barzani Charity Foundation und dem beim kurdischen lnnenministerium angesiedelten Joint Crisis Coordination Center (JCC) übergeben. Diese haben die profitierenden Familien ausgesucht, stellen die Strom- und Wasserversorgung sicher, und haben drei zusätzliche Gewächshäuser und Übernachtungsmöglichkeiten in Form von Wohncontainer am Projekt errichtet. Die Erweiterung soll 20 weiteren Familien langfristige Beschäftigungsperspektiven bieten, die regionale Versorgung mit selbst angebauten Lebensmitteln sichern und die Auswirkungen des Klimawandels auf den Wasserhaushalt in der Region mildern. Die Projektbegünstigten werden Menschen sein, die aus den Flüchtlingscamps in der Region Kurdistan-Irak nach Shingal zurückkehren.

Empowerment and Education for Sinjar Survivors

Das Projekt umfasst eine Erweiterung der Unterstützung und Dienstleistungen im NI Women’s Center und im Wardiya Sports Complex in Sindschar. Genauer gesagt werden sportbasierte Empowermentangebote (darunter Fußball, Volleyball, Tischtennis und Laufen) und Elemente der Führungskompetenzbildung im Frauenzentrum und im Sportkomplex integriert. Letztere beinhalten Bildungsförderungsmaßnahmen, darunter Sprach- und Alphabetisierungsmodule sowie akademische Beratungsdienste, aber auch gezielte Existenzgrundlagen- und Berufsbildungsmaßnahmen mit Schwerpunkt auf gefragten Branchen (Nähen/Schneiderei und Salonmanagement).

Klimaresiliente Wiederbegrünung als Passage für Frieden, Wiederaufbau und gesellschaftlichen Dialog

Das Projekt schult 100 Kleinbauern (mindestens 30 % Frauen und 50 %
Jugendliche) in Sindschar, zieht 10.000 klimaresiliente Obstbaumsetzlinge und verteilt diese zusammen mit Bewässerungssets. Ziel ist die Wiederherstellung von Lebensgrundlagen, die Förderung nachhaltiger Landwirtschaft und die Unterstützung der ökologischen Regeneration in einer vom Konflikt stark betroffenen Region.

Hybrides Bildungszentrum für unternehmerische Bildung in Sinjar

In Sindschar, einer Region, die schwer von Konflikten und Vertreibung gezeichnet ist, bleibt der Zugang zu hochwertiger Hochschulbildung stark eingeschränkt. Junge Menschen stehen vor zerstörter Infrastruktur und geringen wirtschaftlichen Perspektiven, was zu hoher Abwanderung führt. Gemeinsam mit dem House of Coexistence wird Liberating Education Organization (LEO) diese Menschen unterstützen und ein hybrides Bildungszentrum aufbauen. Dieses Zentrum verbindet digitale Universitätskurse von Partnern wie William & Mary, KIT und WHU mit lokaler Betreuung und Unternehmerschulung. Ausgestattet mit Satelliteninternet und Solarenergie wird es ein Ort, an dem junge Menschen (17+) ihre Peers durch ein strukturiertes Programm von der Ideenfindung bis zur Gründung führen. Ziel ist es, mindestens 200 Studierende zu erreichen, lokale Unternehmen zu fördern und Chancen zu schaffen, den Einkommensstandard zu verbessern und nachhaltige Lösungen für grundlegende Probleme zu finden.

Empowering Women and Girls Through Greenhouse Initiatives in the Camp

Das Projekt sieht vor, im Binnenflüchtlingscamp Sharya bei Dohuk ein Gewächshaus aufzubauen und dadurch einen geschützten, produktiven Lern- und Arbeitsraum für jesidische Frauen zu schaffen. Fachliche Schulungen zu Themen wie Gewächshausbau, Bewässerung, nachhaltige Anbaumethoden und Vermarktung sorgen dafür, dass den Teilnehmerinnen praktische Kenntnisse im Gewächshausbetrieb vermittelt sowie ihr Selbstvertrauen und Engagement in der Gemeinschaft gefördert werden. Außerdem trägt das Projekt zur ökologischen Nachhaltigkeit bei und erhöht die Verfügbarkeit von frischen und nahrhaften Anbauprodukten im Flüchtlingslager.

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