Kommunale Partnerschaften gestalten vor Ort

OB Christoph Traub, Argyri Paraschaki-Schauer und Eric Kamguia auf dem Kommunalen Fachtag ©Fotonoid/SEZ

Der Kommunale Fachtag fand traditionell am Messefreitag im Rahmen der Messe Fair Handeln am 10. April in Stuttgart statt.

Im Mittelpunkt stand die Frage, wie Kommunen in einer vielfältigen Gesellschaft die internationalen Erfahrungen, Perspektiven und Kompetenzen migrantischer Akteur*innen stärker einbeziehen und für die gemeinsame Gestaltung vor Ort und speziell auch in kommunalen Partnerschaften nutzen können?

In einem Impulsvortrag machte Kreisrätin Vera Sompon deutlich, dass migrantisches Wissen längst in den Kommunen vorhanden ist, oft jedoch  nicht ausreichend wahrgenommen oder systematisch genutzt wird. Der Fokus müsse sich daher verschieben: weg von der Frage nach dem „Ob“ hin zur Frage, wie dieses Wissen als wertvolle Expertise anerkannt und strukturell eingebunden werden kann. Dabei betonte sie, dass migrantisches Wissen weit über Sprache oder Herkunft hinausgeht und wichtige fachliche, gesellschaftliche und transnationale Perspektiven umfasst.

Wie lebendig und gewinnbringend solche Perspektiven sein können, zeigte das Praxisbeispiel der Städtepartnerschaft zwischen Reutlingen und Bouaké. Die seit 1971 bestehende Verbindung steht für Kontinuität, gegenseitiges Lernen und echtes Engagement über Kontinente hinweg. Die Beiträge aus Verwaltung, Stefanie Lehr, Zivilgesellschaft, Sabine Gross und aus Bouaké, Dr. Laka Coulibaly, machten spürbar, wie sehr persönliche Begegnungen, Vertrauen und gemeinsame Projekte diese Partnerschaft tragen und weiterentwickeln.

In der abschließenden Gesprächsrunde wurde die zentrale Frage des Fachtags nochmals aufgegriffen und aus unterschiedlichen Blickwinkeln mit Argyri Paraschaki-Schauer (Geschäftsführerin des Landesverbandes der kommunalen Migrantenvertretung Baden-Württemberg) Christoph Traub (Oberbürgermeister der Stadt Filderstadt) und Eric Kamguia vom Interkulturellen Netzwerk Konstanz (INKO) diskutiert.

Ein gemeinsamer Tenor zog sich durch die Beiträge, die Potenziale migrantischen Wissens sind vorhanden – doch es braucht mehr als gute Absichten, um sie wirksam einzubinden. Strukturelle Hürden bestehen weiterhin, gleichzeitig wächst aber auch das Bewusstsein, dass Vielfalt eine zentrale Ressource für die Zukunftsfähigkeit von Kommunen ist und sie gezielt und verstärkt eingebunden werden soll.

Der Fachtag machte deutlich, dass konkrete Schritte gegangen werden sollten, um Räume für Beteiligung und Teilhabe zu schaffen und neue Formen der Zusammenarbeit zu entwickeln. Er setzte damit wichtige Impulse für eine vielfältige und inklusive kommunale Zukunft.

Danke an alle Beteiligten, deren Referenzen und Arbeit Sie hier finden:

Das Buch “Vom Helfer zum Gamechanger” von Vera Sompon.

Die Arbeit des Landesverband der Kommunalen Migrantenvertretungen Baden-Württemberg.

Das Interkulturelle Netzwerk Konstanz (INKO) kennenlernen .

Städtepartnerschaften und internationale Partnerschaften der Stadt Filderstadt.

Der Städtetag Baden-Württemberg.

Veranstaltungskalender

Neuigkeiten

Presse

Newsletter

Über uns

Geschichte

Kuratorium

Stellenangebote

Stiftungsrat

Team

Themen

Globale Kommune

Partnerschaftszentrum

Projektförderung

Schule und Globales Lernen

Welt:Bürger gefragt!

Wirtschaft

Projekte

Afrika Forum

AMAHORO! Landespartnerschaft

bwirkt!

Fair Handeln

Fairtrade Schools

Future Fashion

Mindchangers

Partnerschaft Nordirak

Sich vernetzen

Geförderte Projekte

Vernetzungskarte

Weltladenverzeichnis

Mediathek

Spenden

SEZletter

Mit dem Newsletter der SEZ informieren wir Sie 4 Mal im Jahr über Neuigkeiten aus der Stiftung, der Projektförderung und den Partnerschaften.

Datenschutz*