Ziel des Projekts ist es, den Prozess der nationalen Versöhnung und der Friedensförderung zu konsolidieren, und zwar durch die Entwicklung von Friedenserziehung und die Förderung des Dialogs sowie durch die Entwicklung wirtschaftlicher Möglichkeiten für Frauen und Jugendliche in der Provinz Bujumbura.
Jahr: 2019
Das Projekt „Listen, Connect, Act!” des südnordfunk fördert multiperspektivische Sichtweisen auf entwicklungspolitische Themen, bei den Radioredaktionen und mitwirkenden jungen Erwachsenen ebenso wie bei der Hörerschaft. Listen: Eine Podcast-Reihe und Magazinsendung wird einmal monatlich von mindestens 12 Freien Radios ausgestrahlt. Die Hörbarkeit von Stimmen aus dem Globalen Süden, von Geflüchteten, Migrantinnen und medienaffinen jungen Erwachsenen wird so gestärkt. Eine interessierte Öffentlichkeit sowie Multiplikatorlnnen der entwicklungspolitischen Bildungsarbeit können auf ein wachsendes Angebot an entwicklungspolitischen Hörbeiträgen digital on-Demand zurückgreifen. Connect: Mehrere Radioredaktionen Freier Radios aus Baden-Württemberg und darüber hinaus vernetzen sich zur Stärkung ihrer entwicklungs- und südnordpolitischen Inhalte mit dem langfristigen Ziel der gemeinsam erstellten regelmäßigen entwicklungspolitischen. Magazinsendung südnordfunk. Act: Das Projekt „Listen, Connect, Act!” fördert junge Erwachsene bei der medienaktivistischen Kommunikation zu entwicklungspolitisc~en Inhalten. Es stärkt ihre Medienkompetenz durch selbstorganisierte teils angeleitete Lernprozesse im transkulturellen Umfeld.
Sprachen sind ein wichtiger Schlüssel, um Partnerschaften aufzubauen, zu pflegen und dem Gegenüber respektvoll und „auf Augenhöhe” zu begegnen. Gerade afrikanische Sprachen werden in Deutschland wenig erlernt, sind es doch nach wie vor die ehemaligen „Kolonialsprachen” – insb. englisch, spanisch, französisch – die dominieren. Da Sprache aber nicht nur die kommunikative Verständigung ermöglicht, sondern sehr viel über kulturelle Grundannahmen und Lebenswelten transportiert, ist das Erlernen ein Schritt zu mehr Partnerschaftlichkeit. Um die Zusammenarbeit der tansanischen und deutschen Barmherzigen Schwestern vom heiligen Vinzenz von Paul in Untermarchtal e.V. zu intensivieren führen wir einen 3-Tägigen Kompakt-Kiswahili-Sprachkurs in Untermarchtal durch.
Bridging Gaps e.V. ist ein junger Verein, der es sich zum Ziel gesetzt hat, Alltagsrassismus zur Sprache zu bringen. Der Fokus der Vereinsarbeit liegt auf verschiedenen Formen von Diskriminierung und Ungleichheit als globale Herausforderungen. Das Projekt richtet sich an 20 junge Erwachsene, die von einem Aufenthalt in einem Land des globalen Südens zurückgekehrt sind und ihre Erfahrungen und ihr Wissen mit der breiteren Öffentlichkeit teilen möchten. In dem Projekt werden sie sich tiefergehend mit den Theorien des kritischen Weissein und der “Critical Race Theory” befassen. Ziel des Projektes ist die Publikation einer Broschüre, die ein grundlegendes Wissen zu diesen Themen vermittelt und hilfreiche Denkanstöße enthält. Das Projekt bildet den thematischen Teil des Multiplikatorlnnentrainings innerhalb unseres Vereins, das darüber hinaus aus einem pädagogischen, gruppendynamischen und praktischen Teil besteht.
Die Feyelschule aus Ebnet und die Schule Annexe/ENEP aus Gaoua in Burkina Faso pflegen seit 2014 eine Partnerschaft. Um den Freiburger Schülerinnen und Schülern ein lebendiges Bild von Afrika, frei von Vorurteilen und Klischees zu vermitteln, wird Herr Evariste Sib, der für die Partnerschaft verantwortliche Lehrer im Oktober 2019 nach Freiburg reisen. Im Rahmen seines Aufenthaltes in Freiburg wird er am Schulunterricht der Feyelschule teilnehmen und Lehrerinnen, Eltern und Kindern aus dem alltäglichen Leben in Burkina Faso berichten. Im Austausch mit den Lehrkräften der Feyelschule sowie der Pädagogischen Hochschule Freiburg werden außerdem das Thema Leseförderung und das Programm Mathelino, ein Frühförderprogramm in Mathematik, behandelt. Ziel des Projekts ist ein interkultureller Austausch von Ideen und Aktivitäten in der schulischen Pädagogik, der zu mehr Toleranz und Offenheit führen soll.
Als Fort- und Weiterführung des erfolgreich durchgeführten Projekts “Auf der Suche nach dem Guten Leben – ein interaktiver Bildungsparcours im Rahmen eines Hanflabyrinths” entsteht ein – auch längerfristig nutzbarer – mobiler Lernort. Hierzu wird das inhaltliche und pädagogische Konzept des Bildungsparcours in eine Wanderausstellung übertragen. Auf diese Weise kann die Thematik „Gutes Leben für alle” für unterschiedliche Ziel- und Altersgruppen, vorwiegend auch im ländlichen Raum, weiterhin erfahr- und erlebbar gemacht werden. Die Wanderausstellung als mobiler Lernort ist vielfältig und flexibel einsetzbar. Zudem wird der jeweilige Lernort den unterschiedlichen Begebenheiten und Anforderungen angepasst sowie mit innovativen pädagogischen Ansätzen einer transformativen Bildung und Anknüpfungspunkten einer konkreten praktischen Umsetzung verknüpft. Durch die Einbindung von Akteur*innen lokaler Wandelprojekte, wie bspw. Permakultur Dreisamtal, wird neben der Auseinandersetzung verschiedener Zielgruppen mit dem Thema auch die Vernetzung von Engagierten aus dem Eine Welt-, Umwelt- und Nachhaltigkeitsbereich zukunftsfähig gefördert und weiter ausgebaut.
Einladung eines Posaunenchors von 8 Personen aus der schwarzen lutherischen Kirche in Namibia, überwiegend Nachfahren der Nama und Herero, die unter der deutschen Kolonialherrschaft gelitten haben. Durch Begegnungen in Familien und öffentliche Veranstaltungen für alle Baden-Württemberger in Kirchengemeinden in Markgräflerland und Hochrhein soll ein Bewusstsein für Kolonialgeschichte geweckt werden. Die entwicklungspolitische Bewusstseinsbildung bei uns unterstützt das Bestreben der Landesregierung, die deutsche Kolonialzeit in Namibia aufzuarbeiten. Die Gäste aus Namibia sollen Gemeinschaft und Zeichen der Versöhnung erleben. Diese Erfahrung wird in das kirchliche Leben in Namibia ausstrahlen und das Miteinander der verschiedenen Volksgruppen, besonders mit den Deutschstämmigen, fördern.
Bildung für Nachhaltige Entwicklung soll breiteste Bevölkerungsschichten erreichen und nachhaltig zu der Erreichung der Nachhaltigkeitsziele beitragen. Doch viele Menschen werden durch entwicklungspolitische Angebote bisher nicht erreicht. Ziel des Projektes ist es daher, partizipativ mit lokalen Initiativen und dem städtischen Organisationskomitee innovative Bildungsmethoden für ein Stadtfest zu entwickeln. Diese sollen die Stadtfestbesucherinnen auf unterhaltsame und niederschwellige Weise mit der Methode des Casual Learning „im Vorbeigehen” über Themen der Agenda 2030 informieren und zum eigenen Handeln motivieren. Im Sinne der Agenda 2030 soll dabei Nachhaltigkeit umfassend in allen Dimensionen angesprochen werden.
Sinteza Frauen in Freiburg sollen empowered werden, Sendungen selbst zu gestalten und das Projekt selbständig fortzuführen. Sie sollen alle Skills des Radiomachens erlernen. Dazu gehört sowohl die Moderation einer Sendung, das Hochladen der Inhalte auf der Website von Radio Dreyeckland (RDL) und das Streuen der Inhalte über die sozialen Netzwerke, das Führen eines Interviews als auch die Bedienung eines Aufnahmegerätes und der Studiotechnik. Gleichzeitig soll ihnen damit natürlich die Gelegenheit gegeben werden, öffentlich über ihre Belange, über Diskriminierung und Antiziganismus in Freiburg und Region zu sprechen. Last but not least soll eine öffentliche Veranstaltung organisiert werden. Die vorrangige Aufgabe des Freien Radios ist, denen eine Stimme zu geben, die sonst ungehört bleiben.
Das Projekt fördert die globalen Nachhaltigkeits-Entwicklungsziele (SDGs) durch die Verbreitung der Gemeinwohl-Ökonomie (GWÖ). Durch öffentliche Bürger*innendialoge wird das Bewusstsein dafür geschaffen, welche Aspekte des Wirtschaftssystems einer Transformation bedürfen, um einer nachhaltigen Entwicklung zu entsprechen. Mit der GWÖ werden theoretische und praktische Lösungsansätze aufgezeigt. Daran anknüpfend wird durch ein Coaching-Angebot die Planung und anknüpfende Umsetzung sichergestellt. Ziel ist es, dass Teilnehmende in ihren jeweiligen Rollen entwicklungspolitisch verantwortungsvollere Entscheidungen treffen und an einem Diskurs um ein nachhaltiges Wirtschaftssystem teilnehmen können. Damit wird die Umsetzung systematisch nachhaltiger Wirtschaftspraktiken vorangetrieben.
Im 150. Jubiläumsjahr Gandhis beginnen Menschen in und um Freiburg, ihre eigenen Friedensfäden zu spinnen. Diese entstehen als tatsächliche Fäden aus heimischen Rohstoffen wie Schafwolle oder Flachs sowie als individuelle Friedensbotschaft: “Mein/ unser Beitrag zum Frieden in der Welt!”. Am Weltfriedenstag 2020 werden die Fäden öffentlich zu einem symbolischen Friedensnetz verknüpft. Die Friedensbotschaften werden zu einer gemeinsamen Erklärung zusammengeführt. Während des “Schaffensprozesses” werden die Teilnehmenden zum Dialog und zum Entwickeln konstruktiver Handlungsansätze ermuntert durch: Impulse in Form von Texten und Fragen, Austausch- und Vernetzungstreffen, Training für gewaltfreies Handeln sowie Workshops zur Textilproduktion und ihren ökologischen und sozialen Auswirkungen.
Der Kirchenmusiker Thomas Gabriel (Bistum Mainz) komponiert im Auftrag des Kirchenchors der Dreifaltigkeitsgemeinde ein Nachhaltigkeitsoratorium entlang der 5 Ps: People, Planet, Prosperity, Peace, Partnership. Das Werk entsteht prozesshaft und ist auch im fertigen Zustand modular und flexibel aufführbar und dabei nicht an eine sakrale Umgebung gebunden. Im ersten und mit diesem Antrag zur Förderung eingereichten Schritt komponiert Gabriel die Botschaft der Jugend, angelehnt an die Bibel-Szene, in der der zwölfjährige Jesus beim Pessachfest verschwindet, um im Tempel den Schriftgelehrten beizubringen, was diese zwar zu wissen glauben, wonach sie aber nicht handeln. Diese Botschaft wird im Rap- und HipHop-Stil komponiert und am 4./5.10. in einem Workshop in Heidenheim mit Jugendlichen aus ausgewählten Grund- und Hauptschulen, Werkrealschulen und Realschulen erarbeitet. Am 6.10. treten die Jugendlichen im Hauptgottesdienst auf. Am Sonntagnachmittag tragen die Jugendlichen den Erwachsenen (Mitglieder Kirchengemeinde, Eltern, Zivilgesellschaft) in der Musikschule den Sinn ihrer Botschaft vor. Die Erwachsenen reflektieren das Gehörte und treten mit den Jugendlichen in den Austausch. Der Prozess wird schriftlich, künstlerisch-visuell und auf Video dokumentiert und anschließend von der Kirchengemeinde, den Schulen, dem Heidenheimer „Forum Bildung und Entwicklung” und der Stadt Heidenheim veröffentlicht und zur Diskussion gestellt. Aus dieser Gesamtschau komponiert Gabriel in der 1. Jahreshälfte 2020 den zweiten Teil des Oratoriums aus der Sicht der zu Einsichten gelangten und (teilweise) geläuterten Erwachsenen. Diesen Teil studiert der Kirchenchor ein und trägt ausgewählte Lieder wiederum in einem Gottesdienst vor, wobei die dabei geäußerten Gedanken und Reflexionen ebenfalls am Nachmittag mit Jugendlichen ausgetauscht werden, damit diese dazu Stellung beziehen können, ob ihre Warnungen, Anregungen und Forderungen gehört und verstanden wurden. In einem dritten und abschließenden Kompositionsschritt verbindet Gabriel mit Solopartien (vergleichbar den Rezitativen in Opern oder dem Evangelisten in Passionsmusiken) die Welten der Erwachsenen und der Jugendlichen. Es besteht die Absicht, auch für den 2. und den 3. Schritt Fördermittel zu beantragen. Die Uraufführung des Nachhaltigkeitsoratoriums ist für das 4. Quartal 2021 geplant. Neu ist die modulare und prozesshafte Entstehungsweise des Werks und die ständige Rückkopplung mit der Zivilgesellschaft. Bisher ist nicht bekannt, dass schon mal ein Oratorium zum Thema Nachhaltigkeit geschrieben worden wäre. Der Kirchenchor Dreifaltigkeit will dieses Werk nach der Uraufführung auch an anderen Orten aufführen. Denkbar wäre ein Beitrag zum Kirchenmusikfestival in Schwäbisch Gmünd im Jahr 2022. Die modulare und damit veränderbare Struktur des Werks ist zudem ideal dafür geeignet, es jeweils an den Kontext angepasst auch in anderen Kirchengemeinden und Städten aufzuführen.
Nachhaltige Entwicklung lässt sich ohne das Thema Frieden nicht mehr denken. Gewalt und bewaffnete Konflikte gehören zu den größten Bedrohungen für die Erreichung der Nachhaltigkeitsziele. Betroffen ist nicht nur der Globale Süden – auch Länder wie Deutschland stehen vor friedenspolitischen Herausforderungen. Multiplikator*innen der entwicklungspolitischen Bildungsarbeit und zivilgesellschaftliche Akteur*innen werden in ihrer Arbeit immer häufiger mit diesen Herausforderungen konfrontiert. In einem eintägigen Workshop vermitteln wir Grundlagen zum Thema Friedensförderung und üben Methoden für den konstruktiven Umgang mit Konflikten praktisch ein. Teilnehmende erleben Frieden als konkret gestaltbar und können neue Perspektiven und Kompetenzen in ihre Wirkkontexte einfließen lassen.
Bei “Radio Grenzenlos” erkunden Jugendliche die Beziehungen zwischen der EU und dem globalen Süden. Aus Gesprächen mit Expert_innen aus dem Süden, entwicklungspolitischen Organisationen und eigenen Recherchen in der Region entwickeln die Teilnehmer_innen Radiobeiträge, die Themen wie Klimagerechtigkeit und faire Handelsbeziehungen für Jugendliche aufbereiten. Gemeinsam mit französischen Jugendlichen gestalten Teilnehmer_innen pro Gruppe eine Sendung, bei der sie EU-Abgeordnete zum Thema Entwicklungspolitik/zu nord-süd-politischen Themen (Handel, Entwicklung, Umwelt, Migration … ) befragen. Die Teilnehmer_innen lernen so auch ihren Alltag in Baden- Württemberg im globalen Kontext neu kennen lernen.
Global sensibilisieren – lokal transformieren. Wie hat das Bild vom “Homo Oeconomicus” unsere globale Wirtschaft geprägt? • Dazu entwickeln wir einen Workshop, unter Einbeziehung zukunftsfähiger Alternativen aus dem globalen Süden und der eigenen Stadt. • Aufbauend auf der “Karte von morgen” für nachhaltigen Initiativen und Unternehmen programmieren wir eine Moderationsfunktion, sodass ein inhaltlicher Dialog über globale Aspekte lokaler Organisationen stattfinden kann. • Wir kartieren alle Fair-Trade-lnitiativen und Schülerprojekte auf der Karte . • Wir bilden 25 Bildungsagent* innen für entwicklungspolitische Karten-Workshops aus . • Wir beraten sie bei der Durchführung von Workshops, sodass 2020 mind. 5 Workshops stattfinden und Schüler*innen Karten für fairen Konsum erstellen und an ihren Schulen verteilen.
Die Konferenz „Religionen und SDGs – Unser Beitrag für ein nachhaltiges und gerechtes Leben” ist eine Begegnungs- und Ideenwerkstatt mit religiösen (Hochschul-)Gruppen aus Baden-Württemberg. Drei Tage lang treffen sich junge Leute mit verschiedenen religiösen Überzeugungen aus zahlreichen Orten und mit unterschiedlichen fachlichen Kenntnissen. So divers die Kongressteilnehmenden scheinen, ist es jedoch nicht: Alle haben den Wunsch, ihre Gemeinschaft und ihr Umfeld nachhaltig und friedlich zu gestalten. Im Fokus der Veranstaltung stehen die SDGs als verbindendes Element. Neben der Begegnung, dem Austausch und der Information rund um die Nachhaltigkeitsziele, gehen die Teilnehmenden in verschiedenen Workshops der Frage nach, wie sie in ihrem Wirkungsfeld einen Beitrag für ein Gutes Leben im Sinne der Agenda 2030 leisten können. Im Anschluss an die Tagung führen die Teilnehmenden entwicklungspolitische Aktionen durch.
Zur öffentlichkeitswirksamen, medialen und pädagogisch/didaktischen Verbreitung entwicklungspolitischer Frauenrechtsthemen auch unter neuen Zielgruppen: Genitalverstümmelung, Ehrverbrechen, soziale Rechte von Arbeiterinnen in Billiglohnländern, reproduktive Rechte, mit den Schwerpunktthemen „Religiöse Fundamentalismen” und „Prostitution und Mädchen/Frauenhandel”, mit Filmen, die über Informationsvermittlung hinaus Empathie und intuitiven Wissenserwerb fördern, mit Gästen – engagierten Filmemacherlnnen, Betroffenen oder Expertinnen, – die aus erster Hand informieren: Durchführung der Festivalwoche mit Rahmenprogramm und Schulvorstellungen mit konkreten Handlungsangeboten von entwicklungspolitischen Organisationen und solidarischen Projekten.
Der kongolesische Premierminister bot Belgien eine Partnerschaft auf Augenhöhe an. Nur so könnten sich beide Länder vom Kolonialismus emanzipieren. Lumumbas Angebot verhallte. In Burkina Faso, dem „Land der Aufrechten” verlief die Emanzipation erfolgreicher. Mit Kongoussi verbindet Ludwigsburg eine Entwicklungspartnerschaft. Die städtische VHS begreift dies als Chance zum Lernen auf Augenhöhe und als Verpflichtung zur Emanzipation von kolonialistischen Haltungen und Praktiken. Begegnungspädagogisch flankiert werden im Projekt „AufRecht” 6 Themen behandelt: die Emanzipation von kolonialistischen Diskursen, politische+ kulturelle Emanzipationsbewegungen in Afrika, emanzipatorische Lösungen für neokoloniale Verwerfungen, die Francophonie als Emanzipationsagentur; sowie die Perspektiven kommunaler Entwicklungspartnerschaften. Die AGs verarbeiten ihre Ergebnisse zu allgemein zugänglichen Filmclips.
Die Stadt Santa Cruz de la Sierra wirft täglich 1.800 Tonnen Abfall auf die Straße, von denen weniger als 5% verwertet werden. Hauptsächlich sind es Papier, Pappe und Altglas, welche somit ungenutzt die Straßen verschmutzen. Ein funktionierendes Müllabfuhrsystem gibt es nicht. Derzeit gibt es rund 2.000 Familien, die den Prozess des Sammelns und Verwertens von Abfällen manuell und unter prekären Bedingungen durchführen, sodass sie bei der Produktion nicht effizient arbeiten und bei der Vermarktung der Abfälle keinen fairen Preis erzielen können. Unter dem Namen „Red de Recolectores Santa Cruz“ (Vereinigung der Müllsammler Santa Cruz) haben sich viele Menschen zusammengeschlossen, welche durch das Sammeln und Verwerten von Abfällen ihre Kinder ernähren müssen. Dieses Projekt besteht aus der Bereitstellung der erforderlichen Verwertungsmaschinen, einer Schulungskomponente und der Bildung von strategischen Allianzen für die o.g. Vereinigung, welche eine wesentliche Verbesserung in diesem Prozess ermöglichen.
Geplant ist der Bau eines Bildungszentrums in Ananivi Kodzi in der Präfektur Agou im Südwesten des Landes. Im Dorf leben aktuell etwa 1.700 Menschen in einfachen, strohgedeckten Holz- und Lehmhütten. Etwa ein Drittel der Bewohner sind Kinder und Jugendliche unter 16 Jahren. Aktuell gibt es keine Möglichkeit für die Kinder. sich außerhalb der Schule zu treffen und nach Einbruch der Dunkelheit (18 Uhr) oder an freien Tagen gemeinsam zu spielen, zu lernen oder Hausaufgaben zu machen. Das geplante Bildungszentrum besteht aus einer Bibliothek und einem Arbeits- und Gesellschaftsraum, das mit einer Solaranlage beleuchtet wird. Hier finden die Kinder zukünftig einen Platz zum Spielen und Lernen. Eine Solaranlage sorgt zudem für die Beleuchtung und Elektrifizierung der Arbeitsplätze.
Das Projekt zeichnet sich durch eine besondere Verbindung aus: 50 besonders gefährdeten Kindern wird der Schulbesuch ermöglicht, während ihre 50 Mütter sich eigene Kapazitäten erschließen und lernen, die in ihrem Lebensumfeld gegebenen Möglichkeiten besser zu nutzen. Die Frauen werden während einer informellen unternehmerischen Ausbildung begleitet, besprechen eigene Projekte und gründen gemeinsame Arbeitsgruppen. Nach Abschluss der Ausbildung werden die Mütter finanziell gefördert und in ihrer neuen wirtschaftlichen Selbstständigkeit begleitet. Die Kinder gehen weiterhin zur Schule.
Ziel des Projekts ist die Weiterbildung von 45 Absolvent*innen technischer Studiengänge aus Universitäten der Region Kurdistan Irak sowie Flüchtlingen aus Syrien, die im Flüchtling Kamp Mam Raschan leben, im Bereich Solar Diesel Hybrid Systeme. Da dielektrische Energieversorgung sich im Irak nach dem Krieg verschlechtert hat und der elektrische Strom nahezu vollständig aus fossilen Energiequellen erzeugt wird, kommt es täglich zu Ausfällen des gesamten elektrischen Netzes. Durch Nutzung von Solarenergie, können einerseits fossile Energieträger eingespart und andererseits die Ausfallzeiten des Stromnetzes reduziert werden. Dies hätte enorme Auswirkungen auf die wirtschaftlichen Aktivitäten der gesamten Region und somit auch auf den Arbeitsmarkt. Ein weiterer Vorteil wäre die Verbesserung der Luftqualität in den Innenstädten, welche durch den täglichen Betrieb der Notstromaggregate stark leidet. Durch die geplante Weiterbildung sollen die Teilnehmer*innen in die Lage versetzt werden, PV-Anlagen zu konzipieren, als auch elektrisch auszulegen – sowohl als Inselbetriebs- als auch Netzparallel-Anlagen. Dazu gehören Sicherheitsaspekte des Personen- und Anlagenschutzes sowie wirtschaftliche Aspekte bezüglich Anschaffung und Betrieb der Anlagen. Abschließend soll eine Beispielanlage installiert, parametriert und in Betrieb genommen werden.
Qualitätsverbesserung der Behandlung kranker Kinder im Krankenhaus Ania, Aru, Nord- Ost-Kongo sowie 16 umliegenden Gesundheitsstationen durch: – Neubau der baufälligen Kinderstation (Bei SEZ beantragt ist die 1. Etappe; die 2. Etappe ist zugesichert, wird zeitgleich bei anderem Projektpartner beantragt bzw. von Freunden finanziert) – Weiterbildung von Ärzt/innen und Krankenpflegern/innen im Krankenhaus sowie von 16 Gesundheitszentren mit Schwerpunkt auf Behandlung der 5 häufigsten Kinderkrankheiten, dem regelrechten Einsatz von Antibiotika und der Neugeborenen Wiederbelebung – 3-monatige Supervisionen zur Evaluation und weiteren Verbesserung Die Maßnahmen werden durchgeführt von qualifizierten kongolesischen Mitarbeitern in enger Zusammenarbeit mit einem deutschen medizinischen Entwicklungshelferehepaar vor Ort (CFI, Stuttgart, im Kongo seit 1/18-12/20)
Ertüchtigung der Keramikherstellung durch Umstellen auf Brennofen mit el. Heizung mit Photovoltaik. Schonung der Holzreserven. Senkung des C02-Ausstosses.
Etwa 100 Familien im Kasese-Distrikt erhalten eine Ausbildung über die artgerechte Haltung und Aufzucht von Fischen (nachhaltige Aquakultur). Davor werden sie fachlich bei der Anlage von Fischteichen unterstützt. Ziel ist es, die Dorfbewohner/innen in die Lage zu versetzen, sich selbst besser zu versorgen, unabhängiger zu werden und eine wertvolle, eiweißreiche Ernährung sicherzustellen.
Das Sozialzentrum „Deepam” wurde 2002 von Frau Häring, einer deutschen Krankenschwester und Lehrerin für Pflegeberufe gegründet. Es bietet Zuflucht für Kinder und Frauen, denen sonst jeglicher Zugang zu Bildung, ärztlicher Versorgung und familiärer Zuwendung verwehrt bliebe. Hierbei handelt es sich um Opfer von häuslicher Gewalt und Vergewaltigung, Mädchen, die aus der Kinderprostitution freigekauft wurden und Kinder und Witwen, die von ihren Familien verstoßen wurden. Im Jahr 2014 haben die „Elektriker ohne Grenzen” im Sozialzentrum „Deepam” in Viralimalai im Indischen Bundesstaat Tamil Nadu eine PV-Anlage mit einem Batteriespeicher und den dazu gehörigen Gleichstrom-Wechselstrom Konverter und Laderegler installiert. Mit der von den „Elektrikern ohne Grenzen” in Zusammenarbeit mit der indischen Firma „SELCO Solar” errichteten PV-Anlage wurden jährlich bis zu 3.000 USO an Stromkosten eingespart und kamen der Ausbildung der Kinder zugute. In regelmäßigen Abständen hat uns Frau Häring darüber informiert, dass unsere PVAnlage ohne Probleme Energie erzeugt und die Ausbildung der Mädchen auch in den Abendstunden und während der zahllosen Stromsperren ohne Unterbrechung möglich ist. Das war so bis zum 16. November letzten Jahres. An dem Tag zog vom Indischen Ozean kommend der tropischer Zyklon „Gaja” mit ungeheuren Windgeschwindigkeiten über Viralimalai hinweg. Schon im Vorfeld wurden über 80.000 Menschen aus tiefer gelegenen Gebieten evakuiert. „Gaja” hinterließ eine breite Schneise der Verwüstung. Ca. 177.000 Häuser wurden einfach weggerissen und 33 Menschen starben in Folge des Sturms und den durch den darauf folgenden Starkregen ausgelösten Überschwemmungen. Das Sozialzentrum „Deepam” wurde stark in Mitleidenschaft gezogen. Unsere PV-Anlage wurde völlig zerstört und vom Dach gefegt. Manche der Solar Panels flogen bis zu 400 m weit durch die Luft. In den beiden Häusern sind fast alle Fenster eingedrückt worden und zersplittert. Das hatte zur Folge, dass die Häuser tagelang den „Besuchen” der zahllosen Affen ausgesetzt waren. Die Firma „SELCO Solar”, die 2014 gemeinsam mit den „Elektrikern ohne Grenzen” die PV-Anlage geplant und installiert hat, reparierte notdürftig die Verbindung zum örtlichen Energieversorger. dem „Tamil Nadu Electricity Board”. Zurzeit ist die Ausbildung der Mädchen nur zeitlich stark eingeschränkt und zu wesentlich höheren Energiekosten als vor dem Zyklon möglich. In einem zweiten Projekt, „Deepam 2″ soll die Energieversorgung im „Alten Haus” wieder hergestellt werden und zur Deckung des gestiegenen erweitert werden. Auf dem Dach des „Neuen Hauses” wird eine zweite PV-Anlage mit 30 Solar Paneelen installiert und an einem Batteriespeicher, bestehend aus 20 300 Ah-Batterien angeschlossen. Von der indischen „Firma SELCO Solar” liegt ein Angebot vor, dem eine sehr detaillierte Bedarfsermittlung zu Grunde liegt. Das Angebot ist in 3 Teilsysteme unterteilt Die Gesamtkosten betragen ca. 1. 755.000 Indische Rupien, was einem Äquivalent von ca. 22.500 Euro entspricht.
In ländlichen Regionen Indiens ist bis heute keine stabile Strominfrastruktur vorhanden, weshalb weitgehend Kerosinlampen als Lichtquelle genutzt werden. Diese emittieren giftige Abgase, sind eine Brandursache und spenden nur schwaches Licht. SoNalights Ziel ist es, angefangen bei den Bewohnern eines Dorfes in der Region Assam, akkubetriebene LED Lampen als sichere Lichtquelle zur Verfügung zu stellen. Diese können an einem zentralen Solarpanet geladen werden. Hierzu errichten wir ein Solarkiosk, der von einem Dorfbewohner betrieben wird. Die Bewohner erwerben die Lampe über ein Rent-to-buy-System – nach einem Jahr Miete geht die Lampe in ihren Besitz über. Die Miete der Lampe und die Ladegebühr sind dabei günstiger als das Kerosin, welches sie für ihre jetzigen Lampen benötigen.
Ausbildung von 30 Gemüsegärtnern in der Methode der Tröpfchen-Bewässerung inklusive der erforderlichen Investitionen (Schläuche, Solarpumpen, Zäune). Ziel: Verlängerung der Anbauzeit um 3 Monate -Verbesserung der Einkommens- und Lebensbedingungen von 30 Familien. Die Gärtner haben zum Anbau von Gemüse jeweils eine Parzelle von 300 qm und zur Bewässerung 10 Schöpfbrunnen, die vom Regenrückhaltebecken gespeist werden. Mit herkömmlicher Bewässerung (Eimer) reicht das Wasser vom Beginn der Regenzeit bis ca. Februar. Mit der Tröpfchen-Bewässerung spart man ungefähr die Hälfte des Wassers, sodass es ca. 3 Monate länger reichen wird. Das bedeutet eine zusätzliche Ernte: 3 Ernten anstatt 2!
In Mali ist das Thema Sexualität immer noch ein Tabu. Jungen und Mädchen erhalten keinerlei Aufklärung, weder von den Eltern, noch in der Schule. Sie wissen nicht, wie und warum sich ihr Körper in der Pubertät verändert. Die Folge: ungewollte Schwangerschaften, traumatisierende Erlebnisse durch Kindesmissbrauch, fehlende Familienplanung, hohe Mütter- und Kindersterblichkeit. Mit unserem Projekt wird in 10 Dörfern der genannten Region (ca 10.000 Menschen) 60% der Altersgruppe erreicht. Einbezogen werden insbesondere auch lokale Autoritäten, religiöse Führer und Mitarbeiter im Gesundheitswesen. Der Unterricht erfolgt durch Mitarbeiter, die von unserer Partner-NGO AMDD speziell ausgebildet wurden. Sie informieren zur Biologie des Körpers, Pubertät, Menstruation, Schwangerschaft, Verhütung und Familienplanung. Zur Wissensvermittlung wenden sie die in Afrika und von AMDD erfolgreich erprobte Reflect- Unterrichtsmethode an. Alle Jugendlichen, die an dem Projekt teilnehmen, werden langfristig in ihrem sozialen Umfeld zu Multiplikatoren bei der Vermittlung dieses Wissens. Zielsetzung: die Jugendlichen und jungen Erwachsenen lernen ihren Körper und seine Funktionen kennen, ungewollte Schwangerschaften und Kinderehen gehen um 30% zurück, Familienplanung wird gesellschaftlich anerkannt und von 30% mehr Menschen praktiziert.
Hauptinhalt des Projektes sind Schulungen für lokale Landwirte in der Aufforstungstechnik „Farmer Managed Natural Regeneration” (FMNR) in zwei Dörfern im Distrikt Uvinza in Tansania, sowie landwirtschaftliche Schulungen. Die langfristigen Ziele des Projektes sind es, die Abholzung natürlicher Wälder in der Region zu reduzieren bzw. zur Aufforstung beizutragen, die Bodenfruchtbarkeit zu verbessern und den Menschen durch vermehrte landwirtschaftliche Produktion und den erneuerten Baumbestand neue nachhaltige Einkommen zu ermöglichen.
Die Grundschule Taragini hat 14 Klassen mit 651 Schülern. Zur Zeit bestehen die Klassenzimmer aus Strohdächern, damit die Kinder nicht der Sonne und dem Regen ausgesetzt sind. Steine, Holzstämme und Bretter dienen als Sitzgelegenheit. Schulbücher u. -hefte, Stifte, Tafeln u.v.m. fehlen meist. Die Voraussetzungen für einen vernünftigen Unterricht sind äußerst unzureichend. Es soll eine Grundschule mit 14 Klassenzimmern, sanitären Einrichtungen, Räume für Lehrer und Schulmittel errichtet werden. Der Sachausschuss Mission-Entwicklung-Frieden (MEF) der katholischen Kirchengemeinde St. Johannes Baptist, Weil im Schönbuch, unterstützt in einem zeitlich abgegrenzten Teilprojekt ab Oktober 2019 bis September 2020 den Neubau von 4 Klassenzimmern (Bauteil Nord), das Gegenstand dieses Projektförderantrags sein soll.
Der Nordwesten Ghanas gehört zu den ärmsten Regionen im Land. Der Bildungsstand ist sehr niedrig und so soll für die Ausbildung von Mechanikern und Schreinern durch den Bau einer Ausbildungshalle den Jugendlichen die Möglichkeit gegeben werden eine Ausbildung zu machen. So können sie später ihren Lebensunterhalt verdienen. Die Ausbildung ist für Auszubildende im Alter von 15 bis 20 Jahren. Ziel ist es die Arbeitslosigkeit der Jugendlichen zu verringern.
Mädchen, die Gewalt, sexuelle oder wirtschaftliche Ausbeutung, Kinderhandel, Früh- und Zwangsheirat, Ausgrenzung oder Vernachlässigung erlebt haben, erfahren im Zentrum „La Passerelle” Schutz und Förderung. Der Träger ESGB steht jedoch vor der Herausforderung, die Aufnahme, Versorgung und Begleitung der Mädchen langfristig aus eigenen Mitteln finanzieren zu müssen. Durch den Aufbau einer modellhaften Ausbildungsfarm soll zum einen die Grundversorgung, insbesondere die ausgewogene Ernährung, von mindestens 200 Mädchen jährlich nachhaltig gesichert werden. Zum anderen wird auf der Farm die Möglichkeit einer Ausbildung in der Landwirtschaft für jährlich 10 Mädchen geschaffen. Diese sind in ihrer Eigenständigkeit gestärkt und damit künftig weniger gefährdet von Armut, Ausbeutung und Gewalt.
Menschen mit Behinderung haben es grundsätzlich nicht leicht – Menschen mit geistiger Behinderung in Kenia kämpfen nicht nur gegen das Stigma, für die Betroffenen und ihre Familien gibt es keinertei Leistungen und Hilfestellungen. Die Familien leben von Tagelöhnereinkommen, das kaum die Grundbedürfnisse deckt und verfügen nicht über die finanziellen und zeitlichen Ressourcen, die die Versorgung und Betreuung eines Kindes mit Behinderung mit sich bringt. In der St Maurus Special School im Mathare-Valley in Nairobi leisten drei Lehrerinnen wertvolle Elternarbeit, klären über Ursachen und Formen der Behinderung auf, begleiten die Schülerinnen und ihre Eltern während der Schulzeit, unterstützten die Eltern durch die Vergabe von Mikrokrediten und planen mit den Familien kleine Start-Ups, in denen die jungen Männer und Frauen nach ihrer Schulzeit zusammen mit Familienmitgliedern ein Aufgabe finden und ein kleines Einkommen erwirtschaften. Was passiert jedoch, wenn es keine Angehörigen gibt, die dies leisten können? Oder wenn die jungen Männer und Frauen in ihrem familiären Umfeld von Ausnutzung und sexueller Gewalt bedroht sind? Von Seiten des Staates gibt es keine Anschlussmöglichkeiten für junge Erwachsene mit Behinderung nach ihrer Schulzeit, keinertei Institutionen für Wohnen/Betreuung und Beschäftigung. Im Rahmen des beantragten Projekts planen die Lehrerinnen der St. Maurus Special School den Bau eines Wohnhauses für eine Wohngruppe, in der acht gefährdete junge Menschen ein sicheres Zuhause finden und einfache Tätigkeiten (Garten/Hühnerhaltung) ausüben.
Pflanzung von 2400 Bäumen (u.a. Avocado, Macadamia Nuss, Puspa, Cinnamomum v., Syzygium p.) und 4500 Kaffeesträuchern auf einer Fläche von 3 Hektar unwegsamer Steilhänge auf 1600 Meter Meereshöhe zum Schutz vor extremen Witterungsereignissen (Starkregen) und zur Katastrophenvorsorge (Verringerung von Überschwemmungen und Bodenerosion). Das Land wird armen Kleinbauern (Durchschnittseinkommen pro Monat EUR 70 bis 100 resultierend aus 1-1,5 Hektar Ackerland) vom Staat für 30 Jahre zur Nutzung überlassen. In den ersten Jahren können die Familien in einer Art „Agro-Forstwirtschaft” zusätzlich annuelle Nutzpflanzen wie Peperoni anbauen. Vor der Pflanzung werden bodenkundliche Maßnahmen des Erosionsschutzes (Kontourlinien) angelegt und jedes Pflanzloch wird mit Kompost versorgt. Die Nutznießer gehören einer Nachbarschaftsgruppe, bestehend aus 15 Familien, an und verpflichten sich in einer Vereinbarung mit dem Partner vor Ort und den Forstbehörden, mindestens 5 verschiedene Baumarten anzubauen und die Bäume innerhalb von 25 Jahren nicht zu roden. Die Pflanzungen kombinieren mehrere positive Merkmale: Sie absorbieren C02 (ohne Konkurrenz zum Lebensmittelanbau), sie schützen vor negativen Auswirkungen des Klimawandels (Katastrophenvorsorge) und sie tragen in erheblichem Maß zum Schutz der natürlichen Ressourcen und zur Einkommenssteigerung von im indonesischen Kontext benachteiligten kleinbäuerlichen Familien bei. Durch Bildmaterial inklusive Satellitenbilder können die Pflanz- und Pflegemaßnahmen leicht dokumentiert und überprüft werden.
Die Schulleitung und die Gemeinde Gonsin sind an unseren lokalen Projektpartner AMZ, mit dem wir schon mehrere Schulen in Gonsin gebaut haben, herangetreten um ein Hilfsprojekt zu organisieren, das: 1. Die Ernährungssituation während der alljährlichen Trockenzeit verbessert. 2. Die Jugendlichen am Schulzentrum mit moderner Landwirtschaft und Tropfbewässerung vertraut macht. 3. Den nahen Bauern ökologisch nachhaltige Landwirtschaft aufzeigt und sie dafür begeistert. Beispielgebend war unsere Versuchsanlage an unserem Staudamm in Komki-lpala, wo mit geringem Wasserverbrauch durch eine solare Tropfbewässerungsanlage maximaler Ertrag an Gemüse und anderen Nahrungsmitteln erzielt wird. Dazu müssen die notwendigen Geräte hier oder in Burkina Faso angeschafft und nach Gonsin transportiert werden.
Das aktuelle Projekt zur Förderung der lokalen Herstellung von Inkubatoren unter der Leitung von Nakupenda e.V. soll dazu beitragen, die Zugänglichkeit und Verfügbarkeit der medizinisch-technischen Geräteplattform zu verbessern, um die frühzeitige Neugeborenen Sterblichkeit zu reduzieren. Durch eine lokale Partnerschaft aus Wissenschaftlern und Ingenieuren soll die Beherrschung der Technologie für die lokale Montage von neugeborenen Inkubatoren verbreitet werden. Dies steht im Einklang mit dem Ziel Nr. 3 der nachhaltigen Entwicklung, nämlich allen Menschen ein gesundes Leben zu ermöglichen und das Wohlbefinden aller Menschen jeden Alters zu fördern.
Aufbau eines Teich- und Gartensystems (Vertikalbewässerung) zur Fischzucht. Ziel ist es, dass Frauen und Familien ihre Erwerbsmöglichkeit verbessern, indem sie gelernt haben und die Möglichkeit geschaffen wurde, Fische zu züchten und den Gartenbau mit natürlichem Dünger zu verbessern. Diese Erwerbsmöglichkeit ist effizient und effektiv, sowie ökologisch ausgewogen und lokal gestaltet und angepasst. Die wesentlichen Maßnahmen dazu sind: Errichtung der Teiche Kombination der Teiche (Fischzucht) mit dem Gartenbau (Aquaponik). Aufbau von Wissen und selbständiges Durchführen von Aquaponik im Sinne von Learning and Doing.
25 Start-Ups werden über einen Projektzeitraum von 1 Jahr dazu befähigt, eine Weiterbildung im Bereich Social Entrepreuneurship (Strategie, Produkt-/ Serviceentwicklung, Marketing, Vertrieb) zu erlernen und dadurch wirtschaftlich produktiv und finanziell unabhängig zu arbeiten. Im Rahmen des Projekts sollen Existenzgründerinnen und selbstorganisierte Gruppen im formellen und informellen Sektor Ghanas nachhaltig zur Selbsthilfe befähigt werden. Damit will das Projekt die Fluchtursache der wirtschaftlichen Perspektivlosigkeit junger Menschen bekämpfen. langfristig sollen Arbeitsplätze geschaffen und Märkte (lokal und international) entwickelt werden, um global wettbewerbsfähig zu sein. Als strategische Weiterentwicklung bereits bestehender Initiativen beider Partner im Land soll das Projekt für nachhaltige Vernetzung und unternehmerische Synergien einzelner Start-Ups sorgen. Über die Vermittlung von innovativem Designdenken und weiterführenden Management Skills lernen die Jung- Unternehmerinnen, erfolgreich und nachhaltig mit den ihnen zur Verfügung stehenden Ressourcen zu arbeiten.
Mit unserem lokalen Projektpartner Palai wollen wir einen Mehrzweckraum für Kinder und Jugendliche bauen. Der Mehrzweckraum wird als eine Art Zentrum fungieren. Palai liegt in einem früheren Kampfgebiet und hat keine Infrastrukturen, die jungen Menschen eine Zukunft bieten. 2009 ging der Bürgerkrieg in Sri Lanka nach 25 Jahren zu Ende. Nach dem Krieg wurden mehrere vom Krieg betroffene Familien wieder umgesiedelt – unter ihnen ca. 75 Familien des Dorfes Palai im Bezirk Kilinochchi. Hier gibt es keine dauerhafte Arbeit. Viele verdienen ihren Lebensunterhalt als Tagelöhner oder durch illegale Schnapsbrennerei. Vor allem junge Leute sind arbeits- und perspektivlos. Das treibt sie zum Alkoholmissbrauch. Mit unserem Projekt wollen wir Begegnungsräume sowie Bewegungsräume schaffen, in denen an der Zukunft gearbeitet wird, z.B. durch Hausaugabenbetreuung für Kinder und Jugendliche, Fortbildung für Erwachsene, Begegnungsraum für alle. Das Projekt wird von Anfang an partizipativ gestaltet – von der Entstehung bis zur Etablierung. Mit dem Projekt wollen wir zu den folgenden SDG’s beitragen: 1. Armut beenden, indem wir einen Ort schaffen, an dem sich Jugendliche und Erwachsene fortbilden um ihren Lebensunterhalt selbst zu bestreiten, 4. Bilduna für alle, in dem wir Kindern und Jugendlichen die Möglichkeiten geben, sich in einem Mehrzweckraum auf die Schule vorzubereiten. Der Raum soll auch als Schulhort genutzt werden. 5. Gleichstellung der Geschlechter, in dem auch gezielt die Förderung der Frauen und Mädchen vorangetrieben wird.
„Vukuzenzele” ist ein Multiplikatorenprojekt in und um Muizenberg (Kapstadt) mit starkem Fokus auf Community-Building und Chancengleichheit. Das Wort bedeutet „wach auf und setz’ es selbst um!” (Xhosa). Es geht darum, über Trainings und Empowerment-Methoden wichtige Kompetenzen anzueignen, die die Beteiligten befähigen, sich aktiv für sich selbst und für die Community einzusetzen. Das Projekt umfasst Workshops für 8 junge Multiplikatoren in den Bereichen Projektmanagement, Kommunikation, Leitung von Gruppen und Participatory-Video-Ansatz. Im 2. Halbjahr geben die Teilnehmer ihr Know-How in einem Austausch mit einer Gruppe aus Xolobeni (Eastern Cape) weiter, die stark unterdrückt wird. Dadurch lernen alle Beteiligten wertvolle Perspektiven, neue Sprachen sowie die Notwendigkeit des Engagements für Menschenrechte kennen. Das Multiplikatorenprogramm soll weitergeführt und als Grundlage für ein langfristiges Freilligenprogramm genutzt werden.
Um Armut zu überwinden (SDG1) wird in Uganda die Sehweinhaltung als erfolgsversprechender Weg angesehen. Der Projektpartner vor Ort, ein Verband ugandischer Sozialunternehmer*innen, hat diese deshalb als erstes verbandsübergreifendes Einkommensprogramm speziell für arme, ländliche Begünstigte ausgewählt und das vorliegende Pilotprojekt unter Mitwirkung der Zielgruppe entwickelt. Durch Schulungen, Vernetzung und individuelle Betreuung werden 48 Existenzgründer*innen in vier Regionen Ugandas eine Chance zum Aufbau einer an Prinzipien der ökologischen Landwirtschaft ausgerichteten Schweinefarm gegeben. Dadurch werden sie vom Selbstversorger zum Kleinbauer und können der Armut langfristig entkommen. Das Projekt hat Pilotcharakter und dient als Test für eine Skalierung, die in den Folgejahren dann deutlich mehr Menschen aus Armut befreien soll.
In Nigeria ist Hexenverfolgung von Kindern eine weit verbreitete und grausame Realität. Christliche Pastoren, Gemeindeälteste und auch Familienangehörige klagen die Kinder an, die in der Folge ausgestoßen, gefoltert oder gar getötet werden. Die Anti-Witchcraft- Accusations-Campaign 2020 umfasst die Durchführung von theologischen Seminaren für Pastoren, die den Hexenkinderglauben aus christlich dogmatischer Sicht beleuchten und Einblicke in die Grundlagen kindlicher Entwicklungsstufen geben. Die teilnehmenden Pastoren sollen zu Multiplikatoren ausgebildet werden, damit sie in ihren Communities gleichgelagerte Kampagnen durchführen können und so der Hexenverfolgung Einhalt geboten werden kann. Parallel dazu wird in Bezirksversammlungen die Bevölkerung dazu aufgerufen, in Bezug auf die Hexenkinder ein Umdenken einzuläuten.
Bei dem Projekt handelt es sich um die sukzessive Erweiterung der St. Monica Juniorschool im Dorf Kasanje, im Bezirk Wakiso des Landes Uganda. Im Jahre 2012 war das erste Schulgebäude fertig. Der Unterricht wurde 2012 mit zwei Vorschulklassen, als Nursery School auf genommen. 2014 wurde die 1. Klasse der Primary School gebildet. Jetzt wird zum ersten Mal eine Abschlussklasse gebildet, die am Ende auch das stattliche Examen ablegen soll. Wir haben zwar schon Unterrichtsräume unterteilt, aber der Räume reicht nicht aus. Aus Platzmangel muss heute schon ein Teil des Unterrichts im Freien, und bei schlechtem Wetter unter Bäumen, Vordächern oder in einer Garage stattfinden. Die Schulbehörde in Uganda fordert neue Räumlichkeiten in denen die Kinder den examinierten Abschluss ablegen können. Deshalb müssen wir ein weiteres Gebäude mit Unterrichtsräumen bauen wir, das den Vorgaben entspricht.
Mit dem Projekt soll das landwirtschaftliche Potenzial der geflüchteten Menschen im Camp Mam Rashan genutzt werden. Viele Menschen, die im Camp leben, haben einen landwirtschaftlichen Hintergrund und weisen daher verstärkt Fähigkeiten in der Agrar- und Landwirtschaft auf.
Die Gründung einer Genossenschaft soll es ermöglichen, dass die Familien ihre Fähigkeiten zur Bildung von Agrarerzeugnissen nutzen und im Anschluss auf dem geplanten Marktplatz verkaufen. Hierfür sollen zu den aktuell bereits bestehenden sechs Gewächshäusern weitere 15 Häuser gebaut und angeschlossen werden. Darüber hinaus soll eine Markthalle gebaut werden, in der die Erzeugnisse direkt an die ortsansässige Bevölkerung verkauft werden können.
Damit soll den Geflüchteten ermöglicht werden, wieder ein autarkes Leben führen zu können und nicht mehr in Abhängigkeit von humanitärer Ersthilfe zu leben.
Das Projekt „Energie für Mam Rashan“ zielt darauf ab, den Energiebedarf des Camps zu decken und Arbeitsmöglichkeiten für die Bewohner zu schaffen. Derzeit wird das Camp durch eine Photovoltaikanlage und das öffentliche Stromnetz versorgt, wobei die Photovoltaikanlage nur einen Teil des Tagesbedarfs abdeckt. Geplant ist eine Erweiterung der Anlage um 200 kW, um den Tagesbedarf zu 50% zu decken. Eine Schulung der Bewohner zur effizienten Nutzung der Energie wird ebenfalls angeboten. Zudem werden Arbeitsplätze für etwa 35 IDPs geschaffen, sowohl für die Installation und Wartung der Anlage als auch für die Schulungsarbeit. Das Projekt wird als Gold Standard registriert, um die CO2-Einsparungen und positiven sozialen Effekte zu verifizieren. Die Erlöse aus dem Verkauf der Emissionszertifikate fließen in das Projekt zurück.
Das Our Bridge Bildungsprogramm ist eine Einrichtung in Khanke am See von Mossul, die Waisen, Halbwaisen und Kindern mit Behinderungen von 4 bis 18 Jahren in Form einer Halbtagsschule Schutz und Verpflegung, Schul- und Weiterbildung und Programme zur Verarbeitung der Vergangenheit bietet. Wir wollen den Kindern Pate, Beschützer und Förderer sein.
Außerhalb des schulischen Lehrplans wollen wir den Kindern in einer Holzwerkstatt das Erlernen von handwerklichen Fähigkeiten ermöglichen. Dazu entwickeln wir einen Storytelling Kurs, der einen ersten Einblick in journalistisches Arbeiten bieten soll und Unterricht im Boxen, um den Kindern zu helfen Wut und Schmerz körperlich abzubauen.
Dabei arbeiten wir auf ihre Reintegration in die Gemeinschaft, ihren Erfolg im schulischen und beruflichen Werdegang und die Vermittlung von Werten in den Menschenrechten und im Umweltschutz hin.
Ihre Generation ist die größte Hoffnung dieses Landes.
Das Projekt richtet sich vornehmlich an jesidische, binnenvertriebene Mädchen bzw. junge Frauen, die nach dem Überfall des IS auf ihre angestammten Gebiete im Sommer 2014 sowie nachfolgender Verschleppung, Versklavung und sexuellem Missbrauch schwerste traumatische Erlebnisse zu bewältigen haben. Im Rahmen des Projekts sollen binnen 6 Monaten 180 dieser jungen Frauen physisch und psychisch stabilisiert werden. Im ‘Jinda’-Zentrum für überlebende Frauen und Mädchen können sie sich ganztägig aufhalten und dort nach Wunsch berufsbildende Kurse belegen, an Gemeinschaftsveranstaltungen teilnehmen oder Hilfs- und Beratungsangebote in Anspruch nehmen. Parallel dazu werden im Rahmen einer laufenden, regionweiten Kampagne gegen Gewalt Wadi-Mitarbeiterinnen an die Schulen der Flüchtlingslager gehen, um dort Schüler*innen, Lehrer*innen und Eltern über gewaltlose Erziehung und Strategien gewaltloser Konfliktlösung zu informieren und individuelle Beratung anzubieten.
Das primäre Ziel dieses Projekts (Sanierung/Wiederaufbau des Bewässerungskanals in dem Dorf Nahla) ist es, dass die einheimischen Menschen der Region in ihrer ursprünglichen Heimat bleiben können, indem genug Bewässerungswasser für deren Bauernhöfe bereitgestellt wird, welches ihnen hilft, ein dauerhaftes Einkommen zu generieren.
Direkte Wirkung auf die Zielgruppe:
1. Die dort beheimateten Menschen der Region wandern nicht aus und verlassen ihr Land
2. Viele verlassene Bauernhöfe werden wieder bewirtschaftet und es wird wieder angebaut.
3. Anstieg der Anzahl an Menschen, die von der Tierzucht abhängig sind, aufgrund des zusätzlich zur Verfügung stehenden Wasser
Leistungen des Projekts:
1. Wiederaufbau von zwei Kilometern des Bewässerungskanals
2. 10 tägliche Arbeitskräfte aus der anvisierten Region werden ein Einkommen aus der Arbeit an diesem Projekt erhalten
3. Sanierung einer der Brückenbogen des Bewässerungkanals
Maßnahmen:
1. Projektpersonal anwerben/einstellen
2. Leistungsverzeichnis/ Lastenheft für die Sanierung des Bewässerungskanals und Brückenbogens vorbereiten
3. Ordentlichen Umsetzungsplan erstellen
Die Errichtung der Khanke Carpet Factory nahe des Camps Khanke strahlt in vielerlei Hinsicht positiv auf die Region aus.
Die Ziele – unter anderem die wirtschaftliche Existenzsicherung für Geflüchtete, Psychosoziale Unterstützung, Beschäftigung, Safe Space, die Kapazitätenentwicklung für lokale NGOs – wurden und werden weiterhin erfüllt. Nun möchte IOM diese Zufluchtsstätte einerseits wirtschaftlich auf stabilere Beine stellen.
Hier ist geplant durch Partnerschaften mit Expert/innen in der Textil- und Handwerksbranche die bestehende Produktlinie zu verbessern und zu erweitern. Auch eine strategische Partnerschaft mit einem sozialen Unternehmen ist als Maßnahmen geplant, um die Produkte besser vermarken zu können.
Andererseits ist geplant, die sich als erfolgreich erwiesenen Aktivitäten, wie das Capacity Building von zwei weiteren NGOs, weiterzuführen. Der Fokus liegt hier auf dem sozialen Zusammenhalt in der Gesellschaft und dem psychosozialen Wohlbefinden der Jesid/innen und der Aufnahmegesellschaft.
Das Projekt zielt darauf ab, die Ernährungssicherheit und die wirtschaftliche Selbstversorgung benachteiligter vertriebener und aufnehmender Gemeinschaften in Batil / Dohuk Governorate zu verbessern.
Das Projekt versorgt 40 gefährdete Haushalte mit Vieh (Schafe) und Verbrauchsmaterial (Futter). Es unterstützt Familien bei der Erhaltung und Vermehrung ihres Viehbestandes durch spezielle Schulungen in Landwirtschaft und Betriebsführung. In Zusammenarbeit mit dem Landwirtschaftsministerium bietet das Projekt auch tierärztliche Dienstleistungen und Beratungen an.
Langfristige Unterstützung innerhalb der Gemeinde wird durch lokale Dorfkomitees und in Zusammenarbeit mit den lokalen Gemeindeleiter*innen aufgebaut. Es wird ein “revolvierendes Fondssystem” eingerichtet, bei dem die Begünstigten einen kleinen Teil ihres erworbenen Viehbestands im Laufe der Zeit zurückgeben, um ihn an andere benachteiligte Haushalte in ihrer Gemeinde zu spenden.
Hauptziel des Projekts ist es, junge Menschen, die politischen Parteien angehören, für die Kultur des Friedens zu sensibilisieren, um politische Gewalt (politische Intoleranz) vor, während und nach den Wahlen im Jahr 2020 zu verhindern.
Das Projekt zielt darauf ab, mindestens 50 junge Absolventen in Agribusiness-Unternehmertum, Finanzausbildung und Coaching-Unterstützung auszubilden. Nach dem Training wird eine Alumni-Plattform eingerichtet, auf der die Mitglieder bei der Initiierung und Umsetzung ihres eigenen Projekts geschult und technisch und/oder finanziell unterstützt werden. In diesem Prozess werden die Alumni aufgefordert, ihren Projektvorschlag zu verfassen, aus dem mindestens 10 der besten Projekte in Form von rückzahlbaren Darlehen zu einem Rückzahlungszinssatz von 5% der Zinsen des erhaltenen Darlehens finanziert werden sollen.
Ziel der Aktion ist es, die Ernährungssicherheit sehr armer Haushalte in der Gemeinde Rugombo in der Provinz Cibitoke zu verbessern. Es ist eng mit der Landwirtschaft (Gemüsegarten), der Fischzucht (Fischzucht) und der Ernährung (Verzehr dieser Produkte in Familien) verknüpft und basiert auf den vier Säulen, die die Ernährungssicherheit ausmachen: Verfügbarkeit, Zugang und Qualität der Lebensmittel und Regelmäßigkeit. Dieses Projekt wird diesen Haushalten helfen, indem es Produkte (Hühner, Fisch und Eier) konsumiert und verkauft, um andere Bedürfnisse zu befriedigen.
Das Projekt zielt darauf ab, einen Beitrag zum Wohlbefinden von Kindern mit Behinderungen zu leisten, die in zwei spezialisierten Schulungszentren für Hör- und Sehbehinderte aus allen Provinzen des Landes von ODAG-Caritas Gitega unterstützt werden. Konkret sollen in den Zentren die verfügbaren Anbauflächen genutzt werden, um die Produktion von Gemüse für die Ernährung von Kindern zu steigern.
Durch die Unterstützung wird dazu beigetragen, die Produktion von Gemüsepflanzen zu verbessern, und zwar durch die Verfügbarkeit von organischem Dünger aus der Schweinezucht in den beiden Zentren sowie durch verbessertes Saatgut. Die Produktion dient der Ernährung von Kindern in häuslichen Pflegeeinrichtungen, die derzeit aufgrund mangelnder Unterstützung Schwierigkeiten bei der Pflege haben.
Generell ist das Gebiet von Rumonge und insbesondere in der Zone Gatete sehr arm und die Bevölkerung lebt von Landwirtschaft und Fischfang. Aktuell kehren viele Menschen in das Gebiet zurück, die nach den Krisen von 1972 und 1993 – hauptsächlich nach Tansania – geflohen waren. Leider hat diese so sehr gewünschte Rückkehr Konsequenzen für den Frieden zwischen den Rückkehrern und Ansässigen. Denn diejenigen, die zurückkommen, finden das Land, das sie vor ihrer Flucht besaßen, nicht mehr vor, da es nun von denjenigen bewohnt wird, die zurückgeblieben waren. Jugendliche, die in Tansania aufgewachsen sind, haben Schwierigkeiten, die Sprachen Französisch und Kirundi zu lernen; entsprechend haben sie große Schwierigkeiten, sich an das burundische Schulsystem anzupassen.
Die Besonderheit dieses Projekts besteht darin, dass es nicht nur den gefährdeten Jugendlichen von Gatete mindestens ein Mittagessen in der Schule anbietet, um den Schulabbruch zu vermeiden, sondern dass es auch integrativ ist. Das Projekt bringt junge Rückkehrer und Verbliebene bzw. Ansässige zusammen. So wird durch die Umsetzung dieses Projekts auch der Frieden in diesem Gebiet gefördert und gefestigt.
Der Marktplatz von Kivoga, eine Wiese am Dorfrand, ist der einzige Absatzort für die lokalen Kleinbäuerinnen und –bauern. Während der Regenzeiten jedoch muss der Markt regelmäßig ausfallen oder abgebrochen werden. Das Projekt soll es den Kleinbäuerinnen und –bauern ermöglichen, weitgehend unabhängig von der Witterung und darüber hinaus auch nach dem frühen Einbruch der Dunkelheit ihre Erzeugnisse zu verkaufen. Damit werden sich die Verdienstchancen der Landwirte und die Versorgungssituation im Dorf nachhaltig verbessern.
Als grenzüberschreitendes Netzwerk-Projekt sollen Ressourcen in der Aus- und Fortbildung für Frieden, Versöhnung und “Healing of Memories” regionen- und kulturübergreifend verglichen und ausgebaut werden.
Das Projekt nimmt Bezug auf die Punkte 5c) „Aus- und Fortbildung“ und 5d) „Friedens- und Versöhnungsarbeit“ im Impulspapier der SEZ-Burundi-Arbeitsgruppe 2014 „Frieden und Versöhnung“. Mit Universitäten und Einrichtungen im Grassroot Level soll der interkulturelle Friedens- und Versöhnungs-Dialog sowie die Trauma-Sensibilisierung gestärkt und weiterentwickelt werden.
Das Projekt besteht darin, in der Hauptstadt Bujumburas das Bewusstsein für die schädlichen Auswirkungen von Kunststoffen und für Abfallsortiertechniken zu schärfen. Außerdem die Wahl der “Miss Zero-Plastic 2020” und die Erstellung einer App zur Identifizierung von Kunststoffsammelstellen.