BANANEZA

Politische und soziale Krisen, machten Burundi zu einem der ärmsten Länder der Erde. Die Mehrheit der Bevölkerung lebt in einer Situation extremer sozioökonomischer Prekarität. Um mit dieser Situation fertig zu werden, haben sich mehrere Organisationen mit der Mission befunden, bei den am stärksten gefährdeten Bevölkerungsgruppen einzugreifen, um ihre Widerstandsfähigkeit zu fördern. Trotz vieler Bemühungen in dieser Richtung bestand die größte Herausforderung für die verschiedenen Interessengruppen bei lokalen Organisationen darin, dass die ergriffenen Initiativen einsam blieben und somit keine signifikanten Auswirkungen hatten. In der Perspektive und im Bestreben, diesen Geist der einsamen Arbeit der verschiedenen in Burundi tätigen Organisationen zu brechen, entwickelt die ADP-TWUBAKE AMAHORO diese Initiative, um eine Plattform der verschiedenen Partner (Interessengruppen in verschiedenen Sektoren) zur Förderung der Arbeit zu schaffen und ein Netzwerk entstehen zu lassen.

ACCOMPAGNEMENT JUDICIAIRE DES ENFANTS MINEURS EN CONTACT AVEC LA LOI EN PROVINCE BUBANZA.

Die Provinz BUBANZA besteht aus fünf Gemeinden und liegt in der Imbo-Region, die traditionell für massive Menschenrechtsverletzungen, insbesondere an minderjährige Kinder, bekannt ist. Seit Jahren zählt diese Provinz nach administrativen und gerichtlichen Quellen zu den Top 5 im Land, in dem der Mangel an Unterstützung für Minderjährige mit Gesetzlichen Angelegenheiten, massiv ist.
In derselben Provinz manifestiert sich der Verstoß gegen das für Minderjährige geltende besondere Strafverfahren vor den zuständigen Behörden, wobei die willkürliche Inhaftierung (die über die gesetzlichen Fristen hinausging) eines der Beispiele hierfür ist.
Darüber hinaus kämpfen die Opfer dieser schändlichen Menschenrechtsverletzungen in der Gemeinschaft mit vielen, schwerwiegenden Stigmata.
Die Organisation “AJEBBU-GENDERINGINGO: Action For Justice and Equity in Burundi” hat die Absicht, durch dieses Projekt” dazu beizutragen, die Ungerechtigkeit zu beseitigen, indem sie die Unkenntnis, über das Rechtsverfahren und die eignen Rechte, beseitigen.
In ähnlicher Weise wird die Umsetzung dieses Projekts dazu führen, dass benachteiligten Minderjährigen, die sich in Kontakt mit dem Gesetz befinden, eine rechtliche und gerichtliche Unterstützung gewährt wird. Damit wird ein Grundstein für den Aufbau einer Gesellschaft geschaffen, die sich durch die Achtung demokratischer Werte im Allgemeinen und insbesondere das Menschenrecht auf Verteidigung, auszeichnet.
Um die Ziele zu erreichen, beabsichtigt die AJEBU-GENDERINGINGO Organisation, ein Kontingent an Anwälten und Psychologen zu haben, die diese Gruppe von vulnerablen Kindern verteidigen. Die Organisation hat die Vision die Rechtsstaatlichkeit durch die Verwurzelung der Gerechtigkeit zu fördern. In diesem Zusammenhang möchte AJEBU-GENDERINGINGO in den fünf Gemeinden der Provinz Bubanza Aufklärungsveranstaltungen über die Einhaltung der Gesetze organisieren.
Die angewandte Methodik wird die Verwaltungs- und Justizbehörden, sowie andere Akteure dieses Bereichs, bei der Umsetzung dieses Projekts miteinbeziehen.

AGRO-PASTORALES PROJEKT UND INTERCOMMUNITY DIALOG MIT DER BATWA GEMEINSCHAFT BEI MUBUGA

Burundi hat während seiner gesamten Geschichte Gewalt erlebt, die auf ethnischen Unterschieden zwischen den drei Ethnien Hutu, Tutsi und Twa beruht. Letztere wurden von den beiden anderen nationalen Gruppen lange Zeit an den Rand gedrängt. Bisher leben sie trotz der Bemühungen vieler Menschen immer noch in extremer Armut. Wiederholte ethnische Kriege haben auch für die anderen beiden Gruppen zu extremer Armut geführt.
Das Projekt plant die Gründung eines Modelldorfes in Muhare, um die Twa aus ihrem wirtschaftlichen, moralischen und sozialen Elend zu befreien. Außer dem sollen neue Arbeitsplätzen geschaffen werden, vor allem für gebildete junge Menschen. Der sozialen Zusammenhalts soll durch den Dialog zwischen den Gemeinschaften gefördert werden und soziale Integration soll durch Zusammenarbeit hergestellt werden.

KINDERGARTEN UND BILDUNGSZENTRUM RUMONGE

Das Esperanto-Zentrum in Rumonge (am Tanganjika-See, in Burundi) wurde im Jahr 2010 gegründet und im Jahr 2014 das Gebäude fertiggestellt. Da der Verlauf der geplanten Straße geändert wurde, wird nun ein davorliegendes Gelände (33,5 m x 17,4 m) mit Spenden aus der Esperanto-Bewegung dazugekauft, um Anschluss an die “Strasse” zu bekommen.
Es wurde erkannt, dass das Zentrum eine eigenständige Finanzierung benötigt, und so entwickelte man ein Projekt bei dem in den zwei Räumen ein Kindergarten (Ecole Maternelle) für 3- bis 7-Jährige betrieben wird. Es wird angestrebt – dass durch Mischkalkulation – auch Kinder ärmerer Eltern, bzw. Waisen, den Kindergarten besuchen können.
Da Bildung ein wesentlicher Faktor für die Entwicklung eines Landes ist, soll im Bibliotheks-Saal eine unterstützende Hausaufgabenbetreuung angeboten werden. Der Saal neben der Esperanto-Bibliothek dient abends und am Wochenende als Lese- und Versammlungssaal für den Esperanto-Verein und zeitweise für andere kulturelle Veranstaltungen, die durch Eintrittsgebühr finanziert werden. Dafür soll ein TV-Gerät angeschafft werden.
Das zusätzliche Gelände dient einerseits der Zuwegung und soll teilweise für den Kindergarten und teilweise für Projekte wie Unterricht in Gemüseanbau, Kompostierung, Nutzung der Solarenergie, effektive Kochstellen genutzt werden.
Seit Beginn des Zentrums waren nur wenige Möbel angeschafft worden, so dass eine größere Liste an Möbeln vorgesehen ist.

SENSIBILISIERUNG UND BEWUSSTSEINSARBEIT ÜBER SEXUELLE GEWALT UND STÄRKUNG VON JUNGEN MÜTTERN

Die burundische Gesellschaft ist gegenüber schwangeren Frauen intolerant – und das bis heute.Die Tradition lehrt, dass schwangere Mädchen Unglück für die Familie bringen. Das Schicksal für solche Mädchen ist darum häufig die Todesstrafe.
Die derzeitige Gesetzgebung sieht keine Sanktionen für schwangere Mädchen. Doch trotz dieser positiven Entwicklung der burundischen Gesetzgebung, werden die meisten schwangeren Mädchen von ihren Familien und Partnern abgelehnt.
Aus diesem Grund engagiert sich der MMRV für die Aufklärung, Bewusstseinsbildung, den Schutz und die Unterstützung dieser marginalisierten schwangeren Mädchen, die von der Gesellschaft, ihren Familien sowie ihren Sexualpartnern aufgegeben und abgelehnt wurden. Die meisten der Mädchen werden aus Gründen wie sexueller Missbrauch, Unwissenheit über Verhütung, instabile Elternhäuser o.Ä. schwanger. Neben den Familien, werden sie zusätzlich von Jobs und Schulen abgelehnt und haben darum keine Möglichkeit sich weiterzubilden. Dies alles führt zu einer extremen Armut, für diese Gesellschaftsgruppe.
Tatsächlich unterscheidet sich diese Intoleranz nicht von einem Todesurteil, denn diese verzweifelten Opfer, wissen nicht mehr weiter und darum endet ihre Situation häufig in Abtreibungen, Selbstmord, Verlassenheit und sogar Schlachtung ihrer Babys.
Inspiriert von der Liebe Gottes will das Marthe Robin House das Leben der Babys, durch die mehrdimensionale Unterstützung von benachteiligten Mädchen und Frauen, schützen. Sie wollen den Mädchen helfen ihre Kinder in Würde zu gebären und zu erziehen, so dass die burundischen Gesellschaft den Wert dieser Menschen erkennt.
Der MMRV möchte den Müttern eine Unterkunft bieten, sie in Berufen ausbilden, und sie in Verhütung, sowie Schutz vor sexueller Gewalt weiterbilden.

FÜR EINEN ZUSAMMENHALT DER BURUNDISCHEN GESELLSCHAFT

2015 wurde in Burundi ein neuer Präsident gewählt. Nach den Wahlen kam es zu Protesten. Diese endeten in einem Zyklus von Gewalt, morden und Entführungen. Laut UNHCR (dem Amt des Hohen Kommissars der Vereinten Nationen für Flüchtlinge) gibt es derzeit mehr als 390.000 burundische Flüchtlinge in Nachbarländern wie Ruanda, Tansania, Uganda und der Demokratischen Republik Kongo.
Die Folgen solcher Situationen für Vertriebene sind dramatisch. Die makaberen Ereignisse, die erlebt wurden, führten zu “Symptomen einer posttraumatischen Belastungsstörung (PTSD)”. Außerdem gab es erneut Brüche im sozialen Gefüge, während der Prozess des sozialen Zusammenhalts in Frage gestellt wurde, der langsamen seinen Platz einnahm.
Das Projekt schlägt vor, einen Beitrag zur Heilung der Wunden der Burundier
und zur Förderung der Kultur des Friedens und des sozialen Zusammenhalts zu leisten, indem Menschen geschult werden, die psychosoziale Betreuung traumatisierter Menschen durchzuführen.
In derselben Logik sieht das Projekt auch die Schaffung eines Finanzrahmens vor, der vom Ansatz der Dorfgemeinschaften für Spar- und Kreditwesen (VSLA) inspiriert ist. Dies wird die Selbstentwicklung von gefährdeten weiblichen Flüchtlingen fördern. Eine weitere Methode wird darin bestehen, junge Flüchtlinge (in Friedensdialogen) stark einzubeziehen, um sie zum Frieden zu erziehen, da dies ein erhebliches Potenzial für Veränderungen darstellt.

BEITRAG ZUR VERRINGERUNG GESCHLECHTSSPEZIFISCHER GEWALT UND ZUR VERBESSERUNG DER LEBENSBEDINGUNGEN VON FRAUEN UND MÄDCHEN, DIE OPFER VON GEWALT UND HIV / AIDS SIND

In Bubanza ist Gewalt gegen Frauen und Mädchen Realität und das schon seit langer Zeit. Es betrifft Frauen und Mädchen unabhängig von Alter, wirtschaftlichem Status und Bildungsniveau. Gemäß der nationalen Strategie zur Bekämpfung geschlechtsspezifischer Gewalt sieht die Statistik der Opfer wie folgt aus: 97% der Frauen und Mädchen gegenüber 3% der Jungen und Männer. Die meisten dieser Opfer sind Minderjährige und sogar Kinder unter 5 Jahren. In diesem Zusammenhang führt die RBP ein Projekt durch, das den bedürftigen Bevölkerungsgruppen der drei Gemeinden (Bubanza, Musigati und Rugazi), unabhängig voneinander und in dezentralisierter Weise, Rechtshilfe, Betreuung und psychosoziale Betreuung bietet.
Ihr Ziel ist die Verringerung geschlechtsspezifischer Gewalt und die Verbesserung der Bedingungen für Frauen und Mädchen, die Opfer der verschiedenen Formen von Gewalt und HIV / AIDS sind. Außerdem möchten sie die Entwicklung von Freiwilligentätigkeiten und Führungsqualitäten auf kommunaler Ebene durch Kapazitätsausbau fördern
Des weiteren Stellen Sie psychosoziale und rechtliche Unterstützung für vergewaltigte Mädchen und Frauen bereit. Sie möchten mehr Betreuungsplätze für Opfer sexueller Gewalt schaffen und sich für mehr Offenheit und Sichtbarkeit von Vergewaltigungsfällen, durch Sensibilisierungsaktionen in der Gemeinde, sorgen

ZERO PLASTIC AWARENESS ACTION

Tanganjikasee unterliegt jeden Tag mehr und mehr Verschmutzungen. Die Ursachen dieser Verschmutzung sind vielfältig: Regenwasser, das viele Haushalts- und Industrieabfälle ableitet, Abwasser, das nicht ausreichend aufbereitet und direkt in den See eingeleitet wird, Kunststoffe, Mikrokunststoffe, usw. Unter all diesen Verschmutzungsquellen sind Kunststoffe, die den See verschmutzen, eines der größten Probleme, aber auch eines der hartnäckigsten, da sie aufgrund ihrer chemischen Zusammensetzung resistent gegen natürliche Degradationserscheinungen sind. Ihre Anwesenheit in der Wasserumgebung ist eine Gefahr für Organismen, die in dieser Umgebung leben, entweder durch Verschlucken, Strangulieren oder durch die endokrinen Veränderungen, die sie erzeugen.
Kunststoffe werden entweder in die Natur geworfen, wo sie Rohrleitungen blockieren, was anschließend zu Überschwemmungen führen kann, wie z.B. im Februar 2014 in Bujumbura, wobei viele Menschen ums Leben gekommen sind, oder sie werden verbrannt und setzen somit krebserregende Stoffe frei.
Die Projekt möchte durch das Sammeln von Kunststoffen und deren Recycling diese Probleme bekämpfen. Bislang konnten die Ufer des Tanganjikasees jedoch nicht von der Organisation aufgeräumt werden. Dies war nicht auf ein mangelndes Interesse an diesem nationalen, regionalen und humanitären Schatz zurückzuführen, sondern eher auf das Fehlen umfangreicher Mittel für die Sammlung und den Transport.
Die Ziele des Projekts sind
– die Ausweitung der Sammlung und Wiederverwertung von Kunststoffabfällen im Tanganjikasee
– die Schulung der Menschen zum Recycling von Kunststoffen, die an den Ufern des Sees in der Stadt Bujumbura gesammelt werden,
– Aufklärung von Kindern und jungen Studenten und Studenten über die Gefahren der Kunststoffverschmutzung, insbesondere in Gewässern,
– 20 Frauen im Recycling von Kunststoffen auszubilden, um sie in die Lage zu versetzen, umsatzwirksam zu werden.
– die Produktion und Ausstrahlung von Radiospots in der Landessprache und ein YouTube-Video auf Französisch zu den Gefahren von Kunststoffen und verantwortungsvollem Verhalten gegenüber der Umwelt. Die Radiospots werden dann in Burundis Hauptradiosendern ausgestrahlt. Das Ziel dieser Spots ist es, die entlegensten Gegenden Burundis zur Bewusstseinsbildung zu erreichen

BEHANDLUNG VERLASSENER KINDER IM MUTTERZENTRUM

Die in Burundi aufeinanderfolgenden sozio-politischen Krisen haben zu unterschiedlichen Problemen innerhalb des Landes geführt, unter anderem habe sie viele verlassene Kinder verursacht. Bei den meisten Fällen handelt es sich um unerwünschte Kinder, die als Folge von sexueller Gewalt, Zusammenleben, Polygamie und / oder Armut in einigen Haushalten geboren werden, die nicht mehr in der Lage sind, die Grundbedürfnisse von Kindern zu befriedigen. Daher sind die Phänomene des Straßenkindes und Babys, die in der Natur getötet oder ausgesetzt wurden keine seltene Realität.

Das Projekt möchte diese Problem angehen in dem es einen Beitrag zur psychosozialen Unterstützung verlassener Kinder leistet.
Um dies zu realisieren, möchten sie die Kinder psychisch und psychologisch betreuen, ihre Grundbedürfnisse abdecken, die Gesellschaft für Zusammenhalt sensibilisieren, Herkunfts- und Gastfamilien identifizieren, die Kinder in Gemeinschaften integrieren, Mädchen in Bezug auf Missbrauch und ungewollte Schwangerschaft schulen und alleinerziehende Mütter schulen

UNTERSTÜTZUNG DER HANDWERKLICHEN SEIFENPRODUKTION UND DES UMWELTSCHUTZES FÜR EINE NACHHALTIGE BEKÄMPFUNG DER ARMUT

Die vielfältigen Möglichkeiten, die diese Kultur bietet, bieten Upstream- und Downstream-Möglichkeiten für die Schaffung von Arbeitsplätzen und Einkommen. Die SPDH möchte daher zur sozioökonomischen Wiedereingliederung der Menschen beitragen, sowie jungen Leuten, die arbeitslos sind und eine handwerkliche Produktion von Seifen anbieten, eine Tätigkeit, die das Rohmaterial der Region verwendet. Neben Palmkernöl werden auch Palmkerne (Rückstände von Palmkernen nach dem Pressen) extrahiert und im Viehfutter verwendet. Das Ziel ist es durch einen nachhaltigen Umgang mit Ölpalmen den sozialen Zusammenhalt, die wirtschaftliche Lage der schwächsten Familien und den Schutz der Umwelt, durch Aktivitäten von gemeinsamem Interesse, zu stärken. Man möchte die
örtliche Bevölkerung dazu bringen, sich die Techniken und das Wissen anzueignen, die zur Kontrolle der Nutzung von Palmen und des Finanzmanagements erforderlich sind, um die Familienwirtschaft zu fördern. Außerdem möchte man den Umweltschutz durch rationelle Bewirtschaftung von Palmkernrückständen fördern.

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