GLOBALES LERNEN IN OSTWÜRTTEMBERG: SCHWERPUNKT SDG 11

Das Um-Welthaus Aalen richtet seine Bildungsarbeit im Bereich BNE/Globales Lernen auf die SDGs aus. Im Schuljahr 2017/18 soll als Schwerpunkt-Thema das SDG 11 “Städte und Siedlungen inklusiv, sicher, widerstandsfähig und nachhaltig machen” im Mittelpunkt stehen. Die Zielgruppe Jugendliche soll vom schulischen auf außerschulische Kontexte erweitert werden. Zentrale Maßnahme ist die Durchführung einer von Jugendlichen partizipativ mitgestalteten Wanderausstellung zu nachhaltiger Mobilität in drei Städten im Ostalbkreis.

MOVING PERSPECTIVES – MEILENSTEINE UND STOLPERFALLEN DER INTERNATIONALISTISCHEN SOLIDARITÄTS- UND MEDIENARBEIT

MOVING PERSPECTIVES setzt sich mit ,,fünf Jahrzehnten internationaler Solidarität” auseinander. Das Projekt eröffnet intergenerationelle Reflektions- und Lernräume zu internationalistischen Strömungen und deren Auswirkungen auf heutige soziale Bewegungen und solidarische Handlungen. Das Projekt macht Stimmen von medienaffinen Migrantlnnen und Geflüchteten aus dem globalen Süden sowie von Aktivistinnen im Globalen Süden hörbar und stärkt erstere in ihren Medienkompetenzen. Im Kern geht es um das Empowerment von internationalen Tandems in der südnordpolitischen Medienarbeit durch intergenerationelles Storytelling.
Radiomacherinnen mit und ohne migrantische Erfahrung tauschen sich mit Aktivistinnen aus dem Globalen Süden aus und produzieren Hörbeiträge zu globalen Themen aus verschiedenen Blickwinkeln. Dabei wird die für Viele neue Form des Storytelling erprobt und verstärkt eingesetzt. Ein inhaltlicher Fokus ist die Reflektion der sozialen Bewegungen seit 1968 im internationalen Kontext. Welche Erfahrungen wurden gemacht, wie werden diese heute eingeschätzt? Was kann aus fünf Jahrzehnten internationalistischer Themensetzung und praktischer Arbeit für die Solidaritätsarbeit heute gelernt werden?
Die Resultate eines Rechercheteams aus älteren und jüngeren Mitgliedern fließen in die Magazinsendungen des SÜDNORDFUNK sowie in eine kleine Ausstellung aus Roll-Ups und Hörstationen ein, die im Rahmen verschiedenster Veranstaltungen anlässlich des 50-jährigen Jubiläums des Projektträgers iz3w gezeigt wird.
Die 20 Hörbeiträge, die innerhalb dieses Projektes entstehen, werden bei mindesten 8 Freien Radios ausgestrahlt (davon 4 in Baden-Württemberg) und auf mindestens 3 Webseiten zum freien Download zur Verfügung gestellt. Die Einbindung Geflüchteter in erprobte Sendestrukturen des SÜDNORDFUNK zielt einerseits darauf, die Süd-nordpalitische Debatte um ihre Perspektiven zu erweitern. Zugleich wird den Migrantlnnen eine Handlungsperspektive innerhalb der Aufnahmegesellschaft angeboten. Eine zusätzliche Südperspektive fließt in Form einer medialen Kooperation mit dem Radio Publique Africaine ein. Hier handelt es sich um eine burundische Oppositionsgruppe, die teilweise aus der Diaspora heraus Radio macht. Der Kontakt zu ihrem Vertreter Bob Rugurika wurde
dankenswerter Weise von der SEZ vermittelt.

GLOBAL – URBAN – NACHHALTIG – UNSERE STADT – UNSERE VERANTWORTUNG

Durch Unterstützung des Landes Baden-Württemberg hatten wir die Möglichkeit ein Globales Klassenzimmer in Mannheim aufzubauen. Das neue so genannte “Zentrum Globales Lernen” in Mannheim befindet sich auf den Konversionsflächen “Benjamin Franklin”, wo derzeit ein neuer Stadtteil entsteht. Prognosen gehen davon aus, dass sich der Trend der globalen Verstädterung fortsetzen wird und 2050 rund 69 % der Weltbevölkerung in Städten leben wird. Diese Entwicklung stellt Staaten weltweit vor große Herausforderungen einer sozial und ökologisch nachhaltigen Stadtentwicklung. Ziel unseres Projekts ist es, vor diesem Hintergrund ein neues Bildungsangebot für Kinder und Jugendliche zu entwickeln, dass sich spielerisch und kreativ mit Fragen einer global nachhaltigen Entwicklung unserer Städte sowie von Städten weltweit auseinandersetzt. Hierbei ist es uns ein besonderes Anliegen einen Bezug zu den Globalen Nachhaltigkeitszielen herzustellen.

NATURFREUNDEHÄUSER FÜR GLOBALES LERNEN

Viele Naturfreundehäuser (NFH) sind spezialisiert als Gruppenunterkünfte und Lernorte für Natur- und Erlebnispädagogik (s. beigelegte Broschüre). Mit dem Projekt sollen 4 dieser Häuser als Orte des Globalen Lernens ausgebaut werden. Dazu werden zum einen die Häuser mit lnformationsmaterialien, kleiner Ausstellung und je 2 Mitmachstationen zum selbständigen Wissenserwerb der Gäste ausgestattet. Zum anderen werden Multiplikator*innen für die Häuser ausgebildet, die im Folgenden Erlebnistage/- bausteine “Globales Lernen” für die Kinder- Jugend- und Erwachsenengruppen durchführen. Außerdem sollen die Häuser bei der regionalen Vernetzung mit anderen Akteuren der Globalen Bildung unterstützt und eine Handreichung erarbeitet werden, mit der auch Schulen der jeweiligen Region für das “Globale Lernen” gewonnen werden können.

GET IN! – MEDIENINTEGRATION VON GEFLÜCHTETEN

Im Projekt systematisieren Journalist_innen mit Fluchthintergrund (im Folgenden Projektteilnehmer_innen) als Expert_innen die Erfahrungen von Geflüchteten als Medienschaffende in Community Medien, formulieren Empfehlungen und erarbeiten Konzepte und Instrumente für die Einbindung von Geflüchteten in Community Medien. Das Projekt baut dabei auf die Arbeit im Rahmen des Projekts “Listen! Neue Medienperspektiven mit Geflüchteten” auf, in dem die Projektteilnehmer_innen bei Radio Dreyeckland Fortbildungen besucht, Beiträge erstellt, medienpädagogische Angebote für Geflüchtete durchgeführt und sich mit bestehenden Geflüchteten-Redaktionen vernetzt haben. ln diesem Projekt werden ihre Erfahrungen zusammengeführt und für andere Community Medien und Initiativen zugänglich gemacht.

VERNETZUNGSTREFFEN DIASPORA FRAUEN UND ENTWICKLUNG

Diaspora Frauen aus Baden-Württemberg treffen sich einmal im Monat tauschen sich aus und stärken sich, um Entwicklungsziele vor Ort voranzutreiben. Hinzu bauen diese Frauen partnerschaftliehe Beziehungen in ihren Herkunftsländern auf, um entwicklungspolitisch informiert zu werden. Durch die Information und den Aufbau von Netzwerken wollen diese Frauen einen Beitrag in der Entwicklung ihrer Herkunftsländer leisten.

INTERKULTURELLER AUSTAUSCH MIT THEMATISCHEM FOKUS: BILDUNG FÜR NACHHALTIGE ENTWICKLUNG – BOLIVIEN – DEUTSCHLAND IM RAHMEN DER KINDERKULTURKARAWANE

Die Kinderkulturkarawane bietet die Chance eines interkulturellen Austausches zwischen Jugendlichen aus Lateinamerika und Baden-Württemberg. Die Gruppe des Teatro Trono aus Bolivien fordert mit ihrem Stück “Bis zum letzten Tropfen” ein kritisches Nachdenken über Klimagerechtigkeit und Klimawandel heraus. Über die Begegnung mit gleichaltrigen jungen Menschen aus ganz anderen Kontexten und Lebensrealitäten wird globales Lernen greif- und besser verstehbar. Die Jugendlichen hier erleben die Gäste als kompetente Künstler*innen und erfahren kulturelle Bildung als bedeutsam für persönliche und gesellschaftliche Entwicklung. Über verschiedene Formate im Projektverlauf sollen sowohl Wissen und Bewusstheit über globale Zusammenhänge von Konsum, Produktion, Handel und Lebensbedingungen befördert, als auch über den direkten interkulturellen Kontakt und Austausch eigene Perspektiven erweitert werden.

YOUTUBE FILMPROJEKT: “WIE FAIR IST DEIN STUFF?”

Ziel des Projekts ist die Entwicklung dreier Kurzfilme von Jugendlichen für Jugendliche zu den Themen: Wie fair ist dein Handy? Wie fair sind deine Klamotten? Wie fair sind deine Snacks? Diese sollen in zielgruppenkonformer Ansprache erklären, wie viele
Rohstoffe für die Wohlstandsprodukte der Industrieländer unter prekären Arbeitsbedingungen – häufig auch zu lasten der Umwelt – gewonnen werden. Schwerpunkt sind dabei Konsumgüter, die von Jugendlichen regelmäßig konsumiert werden: Smartphones,
Kleidung und Convenience-Food. Die Einbeziehung populärer YouTube-Videokünstler/-innen in die Filmproduktion sowie die Veröffentlichung der Filme über deren YouTube-Kanäle soll zur viralen Verbreitung beitragen, zur Diskussion im Netz anregen und den bewussten Konsum fördern. Gleichzeitig soll jedes Video mit konkreten Handlungsempfehlungen abschließen.

LERNPARTNERSCHAFT 144

Die 1 steht für eine zivilgesellschaftlich gelebte Partnerschaft, die gerade zwischen Menschen aus Ludwigsburg und Ecuador entsteht. Mit dem Projekt 144 soll modellartig Rahmen für gemeinsame Lernprozesse erarbeitet werden. Die erste 4 steht für 4 klassische Themen des Globalen Lernens, die länderspezifisch zugespitzt werden sollen. 4 Leitfragen sollen von 8 Arbeitsgruppen bearbeitet werden. Die Ergebnisse fließen in eine gemeinsame Ausstellung, die den Rahmen für Veranstaltungen im Öffentlichen Raum bietet. Die 8 Gruppen bestehen aus Schülern, Sprachgruppen an der VHS, entwicklungspolitisch engagierten Menschen und Jugendgemeinderäten. Die zweite 4 steht für messbare Fortschritte auf den 4 Lernzielfeldern Pluriperspektivisches Lernen, medial vermittelte Begegnungspädagogik, Erstellung einer Ausstellung (und gegebenenfalls Clips) sowie Aktionen zur Steigerung der öffentlichen Aufmerksamkeit.

INTERNATIONALE FRAUEN: KOMPETENT UND ENGAGIERT

Anknüpfend an die Ziele 1 und 5 der Agenda 2030 zielt das Projekt auf eine Verbesserung der Gleichstellung und Teilhabe von qualifizierten Migrantinnen an deutscher Entwicklungspolitik und auf dem deutschen Arbeitsmarkt. Einerseits geht es um die Aufwertung des entwicklungspolitischen Wissens und der Erfahrungen, die (hoch-)qualifizierte Migrantinnen in die Inlandsarbeit einbringen können, indem sie ihr vorhandenes fachliches Know-How in entwicklungspolitische Maßnahmen umsetzen und gleichzeitig ihre entwicklungspolitischen Aktivitäten professionalisieren. Andererseits geht es um die Stärkung ihrer beruflichen und gesellschaftlichen Integration, indem sie sich vernetzen (Selbstorganisation) und mit ihren Integrations und Ausgrenzungserfahrungen auseinandersetzen (Workshops).

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