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AMAHORO! LANDESPARTNERSCHAFT SEZ WIRTSCHAFT

Wie Genossenschaften Frauen stärken

Steffen Müller, Geschäftsführer GESTE, Nataliya Yarmolenko, Vorständin WeltPartner eG, Ange Muyubira, Geschäftsführerin Kaz’O’Zah und Astère Hatungimana, 1. Vorsitzender BDD e. V., diskutierten darüber, wie Genossenschaften Frauen stärken © SEZ

In einer von Unsicherheit und Ungleichheit geprägten Welt ist wirtschaftliche Stabilität ein entscheidender Faktor für Frieden und Sicherheit. Genossenschaften sind ein gelungener Ansatz, um mehr wirtschaftliche Teilhabe zu fördern. Denn ihre Organisationsform ermöglicht es, dass alle Mitglieder gemeinsam wirtschaften und entscheiden. Beim BW-Burundi Netzwerktreffen am 20. November diskutierten Engagierte darüber, welche Rolle Genossenschaften dabei spielen, Geschlechterungerechtigkeiten zu reduzieren.

Steffen Müller, Geschäftsführer der GESTE, erläuterte in seinem Vortrag, dass Genossenschaften trotz ihrer demokratischen Strukturen nicht automatisch gesellschaftliche Ungleichheiten abbauen. Vielmehr müssen diese Strukturen aktiv mitgedacht und aufgebrochen werden, indem Frauen beispielsweise aktiv gefördert werden.   

In der Podiumsdiskussion betonte Nataliya Yarmolenko, Vorständin von WeltPartner eG, dass Genossenschaften ein Gegenmodell zur modernen Wirtschaftsweise darstellen, das häufig auf Konkurrenz und Profitmaximierung basiert. Das derzeitige Wirtschaftssystem stellt für Frauen oft ein Hindernis dar, um Führungspositionen zu übernehmen. Hier können Genossenschaften ansetzen, Frauen fördern und ein sinnvolles und würdevolles Arbeiten ermöglichen.

Astère Hatungimana, 1. Vorsitzender BDD e. V., hob die Rolle der Frauen in Burundi als Säulen der Gesellschaft hervor. Denn Frauen sind diejenigen, die sich für die Familie einsetzen und sie zusammenhalten. Er betonte, dass die Stärkung von Genossenschaften mit einem Fokus auf Frauen nicht nur wirtschaftlichen, sondern auch gesellschaftlichen Wandel fördern kann. Denn das gemeinsame Zusammenarbeiten kann große Veränderungen herbeiführen.  

Ange Muyubira, Gründerin und Geschäftsführerin von Kaz’O’zah, hob hervor, dass finanzielle Unabhängigkeit Frauen dabei hilft, selbstbewusster zu werden und neue Räume zu erschließen. Damit dieser Wandel gelingt, müssen jedoch auch die Männer mitgenommen werden. Geschehe das nicht, könnte es zu mehr Fällen von geschlechtsspezifischer Gewalt führen.  

Diese Erkenntnisse aus dem BW-Burundi Netzwerktreffen verdeutlichen, dass gemeinschaftliche Ansätze der Schlüssel zu einem gerechteren Wirtschaftssystem sind.

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Ihre Ansprechpartnerin

ANNA LEICHT

ÖA & Eventmanagement in AMAHORO! Landespartnerschaft zwischen BW & Burundi

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ENGAGIERTE IN BADEN-WÜRTTEMBERG FAIR HANDELN WIRTSCHAFT

Fair und faszinierend – die Fair Handeln 2025 begeistert

Die Messe Fair Handeln in der Halle 1 ©SEZ/ Fotonoid

Fair und faszinierend – die Fair Handeln 2025 begeistert

Die Fair Handeln 2025 war ein voller Erfolg. Als größte und bekannteste Fachmesse für Fairen Handel im deutschsprachigen Raum ist sie Treffpunkt für alle, die sich für mehr globale Gerechtigkeit, faires Wirtschaften und nachhaltigen Konsum einsetzen.

Gemeinsam in einer Halle mit der Slow Food Messe zeigte sie, dass fair und nachhaltig leben möglich ist – das was immer mehr Menschen, Unternehmen und politische Akteure wollen. Das neue Logo und die klare Positionierung machen die Messe noch sichtbarer und stärken ihre Botschaft: Fairer Handel ist ein Weg in eine gerechtere und nachhaltige Zukunft.

Vier Tage lang verwandelte sich die Messe Stuttgart in einen Ort des Austauschs, der Inspiration und des Engagements. Besucher*innen kamen, um faire Mode zu entdecken, spannenden Vorträgen zu lauschen, NGOs kennenzulernen oder bei einer Tasse fairem Kaffee neue Perspektiven zu gewinnen. Engagierte Händlerinnen, zivilgesellschaftliche Organisationen und zahlreiche prominente Unterstützer*innen nutzten die Gelegenheit, um ihre Anliegen sichtbar zu machen und Partnerschaften zu stärken – eine wichtige Plattform in Zeiten, in denen globale Zusammenarbeit entscheidend ist.

Unsere Highlights – ein Rückblick

Prominente Persönlichkeiten setzten starke Zeichen für ein faires und nachhaltiges Leben – darunter Gifty Rosetta Amo Antwi, Staatssekretärin Sandra Boser, Nikita Gorbunov, Elaha Hakim, Staatssekretär Florian Hassler, Minister Peter Hauk, Andreas Hofer, Dr. Jan Kizilhan, Dr. Siyabulela Mandela, Dr. Pater Deogratias Marahukiro, Augusta Muhimpundu, Friedensnobelpreisträgerin Nadia Murad, Minister Cem Özdemir, Viola Wohlgemuth, und viele weitere engagierte Stimmen.

Die erfolgreichsten Veranstaltungen im Bühnenprogramm zogen besonders junge Menschen, Modeinteressierte, die Afrodiaspora und am Kontinent Afrika Interessierte an:

  • Poetry Slam mit regionalen Künstler*innen bei der Langen Nacht der Sinne
  • Future Fashion Moves – eine Kooperation mit der DanceWorld, die neue Zielgruppen erreichte
  • Future Fashion Friday mit praktischen Tipps zu Repair & Care
  • Afrika-Forum mit dem besonderen Highlight: ein Austausch mit Dr. Siyabulela Mandela

Auch wichtige entwicklungspolitische Themen fanden Raum:

Ein Ort des Lernens, Vernetzens und Mitgestaltens

Die Fair Handeln ist mehr als eine Messe – sie ist ein Lernort und ein lebendiges Netzwerk. Hier entstehen neue Kooperationen, Ideen werden weiterentwickelt, Zielgruppen erreicht. Die SEZ trägt die Messe ideell und fachlich, prüft die Aussteller und koordiniert das vielfältige Programm. 2025 fanden über 12 Fach- und Netzwerkveranstaltungen sowie 52 Impulsvorträge, Workshops und Mitmachaktionen statt. Rund 60.000 Besucher*innen nahmen an den Stuttgarter Frühjahrsmessen teil.

Die Fair Handeln ist ein Höhepunkt für das entwicklungspolitische Netzwerk in Baden-Württemberg – und darüber hinaus. Sie zeigt, wie wir gemeinsam mehr erreichen können.

Werden Sie Teil der Fair Handeln.
Ob als NGO, Unternehmen, Bildungseinrichtung oder Initiative: werden Sie Aussteller, gestalten Sie das Rahmenprogramm, bringen Sie Ihre eigene Fachveranstaltung auf die Fair Handeln – und setzen Sie gemeinsam mit uns ein Zeichen.

Messe Stufen

Messe Fair Handeln 2026

Impressionen der Fair Handeln

Fotos: SEZ/ Fotonoid

Ihre Ansprechperson

Raquel Dischinger
Projektkoordination Future Fashion, Fairtrade-Schools & Messe Fair Handeln
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SEZ WIRTSCHAFT

G-PAD Forum 2024

Teilnehmende des 7. G-PAD Forums ©Lead Africa International e.V.

Erstmals fand das Global Partnerships for African Development (G-PAD) Forum in Kooperation mit der Landesmesse Stuttgart auf der renommierten Wasserstoffmesse hy-fcell statt. Diese neue Partnerschaft bot eine ideale Plattform, um innovative Ansätze und wegweisende Ideen für eine nachhaltige Energiewende zu präsentieren.

Das 7. G-PAD Forum hat sich erneut als bedeutender Treffpunkt erwiesen, um Menschen, Ideen und Unternehmen zusammenzubringen. Durch die Kooperation mit der hy-fcell Expo und Conference, einem zentralen Knotenpunkt für die Energiebranche, konnten Teilnehmer*innen dieses Jahr von einer einzigartigen Kombination aus Konferenz und direktem Austausch profitieren.

Unter dem diesjährigen Thema Unlocking Africa’s Renewable Energy Potential rückte G-PAD am 9. Oktober 2024 den afrikanischen Kontinent als Schlüsselakteur für erneuerbare Energien in den Mittelpunkt des Forums. Hochkarätige Speaker*innen, spannende Paneldiskussionen und vielseitige Netzwerkmöglichkeiten machten die Veranstaltung zu einem Erfolg.

Ein Highlight der Veranstaltung waren die inspirierenden Vorträge und lebhaften Panel-Diskussionen:

  • Arndt Franz, CEO von Mahle: „Erneuerbare Energie hat großes Potential, da es 10.000 Mal den weltweiten Bedarf an Energie abdecken kann. Der Prozess beginnt lokal, doch wir brauchen Kooperationen: Europa braucht Afrika und die Energie. Die Zukunft Afrikas ist vielversprechend.“
  • Staatssekretär Rudi Hoogvliet: „Der Wandel zu erneuerbarer Energie braucht internationale Kooperation. Afrika ist hier ein zentraler Partner für uns. Partnerschaften mit Afrika sind entscheidend für Deutschland: sie bedeuten Diversifizierung für uns, und Afrika profitiert von Investitionen. Kooperationen im Bereich von erneuerbarer Energie verringern Abhängigkeiten von fossilen Energiequellen und fördern Freiheit und Frieden auf globaler Ebene.“
  • Joy Alemazung, Bürgermeister Stadt Heubach: „Wenn ihr nach Europa geht, bringt etwas mit: bring deine Expertise mit, bring die Sonne mit, bring den Wind mit.“
  • Dr. Ibrahim Kolawole Muritala, ABS Global Sustainabilty Center Houston: „Wir brauchen globale Investitionen. Dafür müssen wir die zwei größten Hürden überwinden: das Infrastrukturdefizit und Transport.“
  • Prof. Martin Neumann, Hochschule Magdeburg-Stendal: „Afrika hat das Potential, Weltmarktführer für erneuerbare Energie zu werden. Größte Hürden sind hierbei die Infrastruktur und rechtlichen Rahmenbedingungen.“
  • Katrin Puetz, (B) Energy GmbH: „Es geht darum, den Wandel zu vollziehen: von Gas zu kaufen, zu Biogas. Außerdem müssen wir das Narrativ ändern: nicht alle Menschen in Afrika sind arm. Biogas wurde immer als Lösung beworben für arme Menschen. Wir müssen diese Erzählweise ändern.“
  • Marie Badiane-Mbuyu, Alexander & Partner: „In Afrika gibt es Geld. Wir müssen unbedingt das Narrativ stoppen, dass Afrika arm ist. Wir brauchen einen Wandel im Herzen, in unseren Köpfen und wir brauchen eine faire Verteilung.“

Zum Abschluss fasste der Veranstalter Timi Olanrewaju von Lead Africa International e.V. zusammen: „Wir möchten selbst für unser eigenes Narrativ verantwortlich sein. Afrika ist die Lösung für das globale Energie-Problem.“

Die Kombination aus hy-fcell Messe und G-PAD Forum am 9. Oktober 2024 bot eine außergewöhnliche Plattform für ehrliche und inspirierende Diskussionen, neue Kooperationen und mögliche Geschäftsmöglichkeiten.

Kooperationspartner*innen

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SEZ
WIRTSCHAFT
Mittwoch, 29. November 2023

G-PAD Forum 2023: Politik trifft Panafrikanismus

Am 20. Oktober 2023 haben sich in der Landesvertretung Baden-Württemberg in Berlin sowie online 250 Teilnehmer*innen des Global Partnership for
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SEZ WIRTSCHAFT

G-PAD Forum 2023: Politik trifft Panafrikanismus

Redner*innen und Besucher*innen von G-PAD 2023 (v.l.n.r.): Herr Philipp Keil (Geschäftsführer der SEZ), S.E. Herr Igor César (Botschafter von Ruanda), Timi Olanrewaju (LEAD Africa International e.V.), S.E. Frau Alice Mashingaidze (Botschafterin von Simbabwe), S.E. Herr Mbana Makina (Botschaftsrat von Äquatorialguinea) © LEAD Africa International e.V.

Am 20. Oktober 2023 haben sich in der Landesvertretung Baden-Württemberg in Berlin sowie online 250 Teilnehmer*innen des Global Partnership for African Development (G-PAD) Forum 2023 zusammengefunden. Das diesjährige Forum mit dem Thema „Africa’s Outlook as an Emerging Global Market“ lud das Publikum ein, sich über die Perspektive Afrikas als zukünftigen Weltmarkt auszutauschen.

Bereits zum sechsten Mal hat der Verein LEAD Africa International e.V. Referent*innen aus diversen Sparten und Ländern eine Bühne gegeben, um über Leadership, Startups und ein neues Afrikabild zu sprechen. Dieses Jahr war neben Vertreter*innen aus Politik, Wissenschaft und Wirtschaft auch eine aktivistische Stimme zu hören – die des renommierten Panafrikaners Prof. PLO Lumumba.

Prof. PLO Lumumba betonte, dass jede*r sich die Frage stellen muss „In wessen Interesse ist die Beziehung?“ wenn über Beziehungen und Partnerschaften gesprochen wird. Denn Afrika sei und wäre schon immer ein Kontinent des Interesses für den Westen gewesen. Aber Diskussionen im Westen seien nicht zum Vorteil des Kontinents, sondern erinnerten teils an die Berliner Konferenz 1884/ 1885. Prof. PLO Lumumba forderte einen neuen, anderen Stil von Partnerschaften mit Afrika: nicht parasitär, sondern symbiotisch.

Das G-PAD Forum 2023 zeichnet sich dadurch aus, dass unbequeme und offene Worte neben Impulsen aus der Politik und Wirtschaft Gehör finden.

Auch Staatssekretär Rudi Hoogvliet sprach in seiner Begrüßung von neuen Partnerschaften. Denn es sei an der Zeit für Deutschland, aufzuholen, wie andere Länder in Beziehungen mit dem Kontinent stünden. Man habe sich viel zulange nach hinten gelehnt und auf alte Narrative berufen. Afrika sei der Kontinent der Zukunft und deshalb seien neue Partnerschaften nötig.

Mit dem diesjährigen G-PAD Forum im politischen Berlin ist der Organisator Timi Olanrewaju mit dem von ihm gegründeten Verein LEAD Africa International e.V. im Hinblick auf neue Partnerschaften, neue Freundschaften und eine faire Zusammenarbeit einen Schritt weitergegangen.

Diese Statements haben wir bei G-PAD 2023 gehört

Panafrikanische Impulse nach Berlin

Neben Einblicken in bisherige und zukünftige Partnerschaften hat Prof. PLO Lumumba auch die aktuelle Lage der panafrikanischen Kooperation thematisiert. Afrika sei in der Pflicht sich zu verbünden. Denn sonst springe man lediglich als Jo-Jo von G20- zu BRICS- zu G20-Treffen. Panafrikanische Institutionen müssten deshalb gestärkt werden und Afrika selbst müsse sich definieren, organisieren und seine Prioritäten identifizieren. Damit man selbst die Agenda kontrolliere und sich stark machen könne, gehört zu werden. Mit der Agenda 2063 habe der Kontinent die Infrastruktur dafür, diese müsse nun genutzt und Vorhaben umgesetzt werden.

Als wichtigen Punkt hob er heraus, dass Afrika anfangen müsse einen Mehrwert zu schaffen und dafür panafrikanische Treffen nötig seien. Doch Afrika habe nie Unterhaltungen unter sich, die Treffen seien immer gefördert durch die GIZ und ähnliche Akteure. Deshalb adressierte Prof. PLO Lumumba zuletzt eine Aufforderung an den Westen: „Lasst uns allein, um allein zu diskutieren!“ Mit Ergebnissen, die daraus resultieren, könne man dann wieder in den Austausch treten.

Ergänzt wurden Prof. PLO Lumumbas panafrikanische Impulse durch Stimmen aus der afrikanischen Diaspora, die ehrlichen und respektvollen Austausch einfordern. Das G-PAD Forum 2023 bot mit der Plattform in der Baden-Württembergischen Landesvertretung hierfür eine Bühne.

Kooperationspartner*innen

Ihre Ansprechpartnerinnen

SAMRAWIT PETROS

Strategie Partnerschaften & Afrika-Forum

Leslie Hawener

Referentin der Geschäftsleitung & Kommunikation

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SEZ WIRTSCHAFT

G-PAD Forum 2023

Am 20.Oktober 2023 findet erneut das Global Partnership for African Development (G-PAD) Forum statt. Thema ist dieses Jahr “Africa’s Outlook as an Emerging Global Market” – melden Sie sich direkt an und diskutieren Sie gemeinsam mit spannenden Speaker*innen über die Perspektive Afrikas als Weltmarkt.

 

Dieses Jahr findet bereits zum sechsten Mal die Veranstaltung Global Partnership for African Development (G-PAD) Forum des Vereins Lead Africa International e.V. mit Unterstützung der Stiftung Entwicklungs-Zusammenarbeit Baden-Württemberg (SEZ) statt.

Am 20. Oktober 2023 treffen sich in der Landesvertretung Baden-Württembergs in Berlin und online die engagierte afrikanische Diaspora, afrikanische politische Entscheidungsträger*innen, Akteur*innen aus der Wirtschaft, Politik sowie Zivilgesellschaft, um über Afrikas Perspektive als aufstrebender Weltmarkt zu diskutieren.

G-PAD 2023 findet hybrid in Berlin und online statt. Die Konfernzsprache ist Englisch. Alle weiteren Informationen finden Sie über den Anmeldungslink.

Lassen Sie sich von den vielseitigen Redner*innen und Gäst*innen inspirieren. Wir freuen uns auf Ihre Teilnahme!

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SEZ WIRTSCHAFT

Afrika ist der Zukunfts- und Startup Kontinent

TechnologieRegion nimmt (Ost-)Afrika in den Blick und will Kooperationen auf Augenhöhe ermöglichen – Aufbau von Vertrauen wichtige Voraussetzung

Gemeinsam haben die Stiftung Entwicklungs-Zusammenarbeit Baden-Württemberg (SEZ), TechnologieRegion Karlsruhe GmbH (TRK) sowie sieber l wensauer-sieber l partner (swsp) die online Auftaktveranstaltung des Digital Hub Africa auf die Beine gestellt mit dem Ziel, nach und nach Verbindungen zwischen der Region und Ost-Afrika zu intensivieren.„Afrika ist der Zukunfts- und Startup Kontinent, von dem wir sehr viel lernen können“, so Philipp Keil geschäftsführender Vorstand der SEZ.

Die Zusammenarbeit mit Start-ups und Unternehmen aus afrikanischen Ländern weckt immer mehr Interesse und so rückt auch in der TechnologieRegion Karlsruhe Afrika stärker in den Blick. Das wurde insbesondere durch den Impuls von James Shikwati, kenianischer Ökonom und Gründer des Interregionalen Wirtschaftsnetzwerks IREN, deutlich. Er gab Einblicke in die ostafrikanische Gründerszene in den Bereichen Mobilität, Energie und Digitalisierung. Shikwati, der aus Nairobi zugeschaltet war, kam zu dem Schluss, dass neben Vertrauen der Weg zueinander über Aufgeschlossenheit und Flexibilität der Beteiligten führt. Um erfolgreich zu sein, so der 51-jährige ehemalige Robert Bosch Fellow, ist es hilfreich auf etablierten Start-ups und Unternehmen aufzubauen und sich der in Ost-Afrika bestehenden Hubs sowie deren Wissen zu bedienen.

Als Stakeholder-Dialog konzipiert, hatte die Auftaktveranstaltung mit über 70 angemeldeten Teilnehmenden aus den Bereichen Start-ups, Unternehmen, Wissenschaft, öffentlicher Hand und Ministerien sich vorgenommen, bereits bestehende Netzwerke in der TRK, aber auch darüber hinaus stärker zu vernetzen sowie interessierte Startups und Unternehmen aus den Bereichen Energie, Mobilität und Digitalisierung zu aktivieren. Gemeinsam wurden Wege und Notwendigkeiten erörtert, um stabile Kooperationen in Zukunft zu ermöglichen. Erste virtuelle Treffen zwischen deutschen und afrikanischen Interessierten sollen im November erfolgen.

Weitere Informationen finden Sie auf der Website der TechnologieRegion Karlsruhe und in der Pressemitteilung vom 30.09.2021.

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WIRTSCHAFT

Auftaktveranstaltung des Digital Hub Africa

Der Digital Hub Africa bietet Raum für die Vernetzung von Start-ups und Unternehmen aus (Ost-)Afrika und der TechnologieRegion Karlsruhe.

Sie haben Kontakte nach oder Interesse an (Ost-)Afrika und sind mit Ihrem Start-up oder Ihrem Unternehmen in den Bereichen Energie, Mobilität oder Digitalisierung tätig? Dann schärfen Sie Ihren Blick auf (Ost-)Afrika beim Digital Hub Africa und identifizieren Sie neue Chancen und Möglichkeiten für eine Kooperation. Hier können Sie Erfahrungen teilen, Fragen diskutieren und neues Wissen mitnehmen!

Das Format Digital Hub Africa besteht aus zwei Modulen. Alle Veranstaltungen werden online stattfinden. Am 30. September 2021 findet zum Auftakt ein Stakeholder-Dialog statt, der den Fokus auf die Informationsvermittlung und Netzwerkbildung für Start-ups und Unternehmen der TechnologieRegion Karlsruhe legt, die bereits mit afrikanischen Ländern kooperieren oder dies perspektivisch umsetzen wollen. In dieser Veranstaltung werden der Blick auf bestehende Netzwerke Afrikas geschärft und gemeinsam mit den Teilnehmenden konkrete Projektideen diskutiert und entwickelt. Der Referent James Shikwati, kenianischer Ökonom und Gründer des Interregionalen Wirtschaftsnetzwerkes (IREN), zeigt Chancen und Herausforderungen afrikanischer Märkte auf und thematisiert mögliche Anknüpfungspunkte und Zukunftsmärkte. Weitere Informationen zu Digital Hub Africa finden Sie hier. Für Fragen zur Auftaktveranstaltung von Digital Hub Africa wenden Sie sich gerne direkt an unsere Partner*innen von sieber | wensauer-sieber | partner. Ihre Ansprechpartnerin ist die Projektleiterin Nadine Rahner.

Ihre Ansprechpartnerin bei der SEZ

Lena Wimmer

Teamleitung Kommunikation

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WIRTSCHAFT

StartUp Afrika

StartUp Afrika stärkt und fördert neue Kooperationen zwischen afrikanischen und baden-württembergischen Akteur*innen.

Beim Event StartUp Afrika vom 27.- 29. Juli 2021 in Lagos, Nigeria, haben über 50 Gründer*innen und Sozialunternehmer*innen die Gelegenheit, ihre Ideen und Innovationen zu pitchen, die Chance, eine Förderung von bis zu 10.000 Euro zu gewinnen und dadurch neue Kooperationen zwischen Afrika und Baden-Württemberg zu initiieren.

Start-ups, Gründer*innen und Sozialunternehmer*innen spielen eine Schlüsselrolle in der Gestaltung der wirtschaftlichen Beziehungen zwischen Afrika und Baden-Württemberg: Ihre innovativen Ideen können richtungsweisende Impulse für soziale und ökologische Transformationen der Zukunft geben. Gleichberechtigte und kollaborative Partnerschaften sind mit dem Sustainable Development Goal Nr. 17 fest in der UN Agenda 2030 verankert.

Für StartUp Afrika arbeitet die Stiftung Entwicklungs-Zusammenarbeit Baden-Württemberg (SEZ) eng mit dem Staatsministerium Baden-Württemberg und Lead Africa International zusammen. Weitere Informationen zu StartUp Afrika finden Sie hier und auf der Website des Events.

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GLOBALE KOMMUNE WIRTSCHAFT

G-PAD-Konferenz 2020

Die diesjährige G-PAD-Konferenz hat den Fokus auf nachhaltige Wirtschaftspartnerschaften mit Afrika in Zeiten von Corona.

Sie bringt Interessenvertreter aus Afrika, Deutschland und der EU zusammenbringen, um einen umfassenden Ansatz für die Politik und die multilaterale Zusammenarbeit zu entwickeln. Zivilgesellschaftliche Akteurinnen und Akteure sowie Vertreterinnen und Vertreter von Wissenschaft, Politik und Wirtschaft mit regionalem Blick auf Afrika werden sich bei der zweitätigen Veranstaltung austauschen und gemeinsam Projekte für globale Partnerschaften gemeinsam mit afrikanischen Akteurinnen und Akteuren entwickeln

Die G-PAD-Konferenz 2020 ist eine Veranstaltung im Rahmen des Afrika-Forums, das Teil der Umsetzung der Initiative Afrika im Blick ist. Die Stiftung Entwicklungs-Zusammenarbeit Baden-Württemberg (SEZ) führt die Konferenz in Kooperation mit Lead Africa International e.V. durch.

Das ausführliche Konferenzprogramm finden sie hier.

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SEZ WIRTSCHAFT

Philipp Keil trifft James Shikwati in Kenia

Philipp Keil, Geschäftsführender Vorstand der Stiftung Entwicklungs-Zusammenarbeit Baden-Württemberg (SEZ) traf in Kenia James Shikwati, den Direktor des Inter Region Economic Network (IREN).

Keil nahm während seines Besuches auch am Small and Medium Enterprises Forum (SME) des IREN teil. Im Mittelpunkt des kenianischen Thinktanks IREN steht die Entwicklung politischer und wirtschaftlicher Strategien, die dazu beitragen, Afrika vorwärts zu bringen.

Die Verbindung zwischen SEZ und IREN besteht schon seit längerem, James Shikwati war 2018 zu Besuch in Stuttgart und besuchte dort unter anderem die Messe Fair Handeln, bei der er auch als Keynote Speaker zu einem größeren Publikum sprach.

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SEZ WIRTSCHAFT

SEZ auf start-up bw summit 2019

Die Stiftung Entwicklungs-Zusammenarbeit Baden-Württemberg (SEZ) hat auf dem diesjährigen start-up bw summit erstmalig Start-ups mit Afrikabezug als Aussteller in die „international corner“ eingeladen.

Damit bot sie jungen social entrepreneurs mit Produkten aus Afrika die Möglichkeit, ihr Unternehmen zu präsentieren und trug gleichzeitig zur internationalen Vernetzung der baden-württembergischen Szene bei.

Drei Jungunternehmer mit Afrikabezug nutzten die Chance. Kizito Odhiambo aus Kenia bietet mit seinem Unternehmen agriBORA Geo-Informationsdienstleistungen für Kleinbäuerinnen und Kleinbauern an, mit denen Ernteergebnisse kalkuliert werden und Empfehlungen für den Anbau gegeben werden. Für Odhiambo war der Tag sehr erfolgreich. „Ich hatte sehr viele spannende Fachdiskussionen über unsere Idee und unser Angebot“, erzählt er. „Ich habe tatsächlich einen Investor gefunden und jemandender uns bei der Softwareentwicklung unterstützen möchte.“

Auch für Victor Thien und sein Unternehmen afringa mit Standort in Südafrika verlief der Tag gut. „Ich konnte neue Fachkräfte für die Datenbank aufnehmen, ob ich auch Kunden für unseren Service gewonnen habe, wird sich zeigen“, bilanziert der Jungunternehmer. afringa ist die erste online-Geschäfts- und Karriereplattform, die sich ausschließlich auf den afrikanischen Kontinent spezialisiert hat.

„Das Interesse an meiner Initiative war größer, als ich gedacht habe“, berichtet Babatunde Ogboru aus Nigeria. Er ist Gründer von Rethink Lagos – Institute of Entrepreneurship. Ziel des Start-ups ist es, bessere Bedingungen und ein nachhaltiges Wachstum der nigerianischen Millionenmetropole zu schaffen „Vor allem Unternehmen und andere Social Start-ups haben sich für mich und meine Geschäftsidee interessiert.“ Nach dem erfolgreichen Netzwerken sieht er den Bedarf, ein eigenes Netzwerk in Lagos zu gründen und dort innovative Start-ups miteinander in Kontakt zu bringen. Babatunde Ogboru möchte sich mit seinem Institut für Partnerschaften zwischen deutschen und nigerianischen Unternehmen einsetzen. Rethink Lagos wird von der SEZ ideell unterstützt.

„Ich bin begeistert, wie viele Besucherinnen und Besucher des Summits gezielt aufgrund ihres Interesse am afrikanischen Kontinent zu uns und den Sozialunternehmern an den Stand gekommen sind“ sagt SEZ-Mitarbeiterin Lena Wimmer. „Wir sehen in Partnerschaften zwischen social entrepreneurs aus Baden-Württemberg und afrikanischen Ländern eine große Chance für beide Seiten.“

Die Kontakte zu den auf dem start-up BW Summit 2019 vertretenen Sozialunternehmern knüpfte die SEZ im Herbst 2018 während der ASA Autumn School for Sustainable Entrepreneurship, die sie in Kooperation mit Engagement Global durchführte.

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FUTURE FASHION WIRTSCHAFT

Umstritten: Altkleider-Exporte nach Afrika

Die Altkleiderexporte aus Europa nach Afrika sind umstritten. Verschiedene ostafrikanische Länder kündigten an, ab 2019 einen Importstopp für Altkleiderimporte zu verhängen.

Wir sprachen über diese Themen mit Anton Vaas, dem Geschäftsführer der Aktion Hoffnung, einem langjährigen Partner der SEZ.

Das Hauptargument gegen die Altkleiderexporte nach Afrika ist ja, dass sie die Textilmärkte der Importländer kaputt machen. Was ist an diesem Vorwurf dran, Herr Vaas?

Diese Diskussion ist Anfang der 1990er Jahre vor allem durch eine Studie von Südwind aufgekommen. Aber das stimmt so nicht ganz. Es gab in den 60er und 70er Jahren des vergangenen Jahrhunderts eine afrikanische Textilindustrie, die allerdings zu keinem Zeitpunkt international konkurrenzfähig war. Durch die Liberalisierung der afrikanischen Märkte in den 1980er Jahren wurde sie sehr empfindlich getroffen.

Wie steht es denn heute um die afrikanische Textilindustrie?

Es gibt nach wie vor Textilfabriken, die Kleidung für die heimischen Märkte produzieren. Das ist aber mehr traditionelle Kleidung aus Stoffen mit traditionellen Mustern. Diese traditionelle Kleidung wird eher für Festtage gekauft, weil sie für den Alltag schlichtweg zu teuer ist. Das ist bei uns ja auch nicht anders. Und für diese traditionelle Kleidung stellen die Textilexporte keine ernsthafte Konkurrenz dar.

Die afrikanischen Bekleidungsmärkte werden heute primär von chinesischen Billig- und Billigstimporten dominiert. Die Märkte werden mit Neuware überschwemmt, die aber von geringer Qualität ist. Teilweise enthalten die Textilien auch gesundheitsschädliche Substanzen.


Und welche Rolle spielen jetzt die Altkleiderimporte auf den afrikanischen Märkten?

Man geht heute davon aus, dass der Export oder Handel mit Altkleidern eher Einkommen schaffende Effekte vor Ort in Afrika hat. Sehr viele Kleidungsstücke müssen aufgebügelt werden, die meisten werden umgenäht. Das schafft Arbeitsplätze für Menschen mit geringem Einkommen, zum Beispiel Näherinnen. Wir gehen davon aus, dass beispielsweise allein in Ostafrika eben mehrere Hunderttausend Arbeitsplätze am Handel und an der Weiterverarbeitung von Gebrauchtkleidung hängen.

Weshalb dann der Importstopp, den die Ostafrikanische Gemeinschaft vor zwei Jahren beschlossen hat, wenn an dem Geschäft mit den Altkleidern so viele Arbeitsplätze hängen?

Das Argument war ja, man wolle eine eigene Industrie aufzubauen. Hört sich zunächst einmal logisch an und war ja Wasser auf die Mühlen derer, die die Altkleiderexporte kritisieren. Schaut man sich das Zustandekommen dieser Entscheidung aber einmal genauer an, dann sieht man ganz schnell, dass das Ganze auch auf Druck der Chinesen zustande gekommen ist, die sich ihre Absatzmärkte für neue Ware sichern wollen.

Tatsächlich ist der Importstopp teilweise auch schon wieder rückgängig gemacht worden, weil er schlichtweg an der Realität der Menschen vorbeigeht. Viele Altkleiderhändler sind Protest gelaufen gegen diese Regelungen. Dazu kamen noch Überlegungen, dass im Falle eines Importstopps die Gebrauchtkleider eben über die grüne Grenze kommen und dann auch noch Zolleinnahmen für die Ostafrikanische Gemeinschaft verloren gehen.

Kommt jetzt 2019 der Importstopp oder ist er erst einmal ausgesetzt?

Ruanda hält nach wie vor an diesem Importstopp fest, alle anderen Länder der Ostafrikanischen Gemeinschaft, das sind Südsudan, Uganda, Kenia, Tansania und Burundi, haben ihn ausgesetzt.

Was können wir Verbraucherinnen und Verbraucher hier in Deutschland tun, dass die Altkleider, die nach Afrika gehen, tatsächlich einen Wert haben?

Die Qualität der gespendeten Kleidung ist seit Jahren rückläufig, weil der Trend zu Fast Fashion geht, weil die Menschen, die heute Kleider kaufen, konsequent nur noch nach Mode kaufen. Modische Erscheinung, aktuellste Kollektion, weniger Qualität. Menschen kaufen heute tatsächlich nach Lust und Laune, Kleidung ist zu einem reinen Wegwerfartikel verkommen. Und da ist unser Appell als entwicklungspolitische Organisation, an die Konsumentinnen und Konsumenten, bewusster Kleidung einzukaufen, qualitativ hochwertige Kleidung einzukaufen und diese Kleidung möglichst lange zu tragen. Und nicht eben nach der ersten Saison oder nach zehnmal tragen in den Kleidercontainer zu geben. Kleidung muss möglichst lange getragen werden und von hoher Qualität sein, damit sie auch sinnvoll weiterverwendet werden kann.

Wenn wir die von uns gesammelte Kleidung in die Sortierung geben, kann weniger als die Hälfte der gespendeten Kleidung tatsächlich noch als Kleidung weitergetragen werden. Mehr als die Hälfte ist unter qualitativen Gesichtspunkten nicht mehr tragbar. Sie muss zu Sekundärrohstoffen weiterverarbeitet werden, was auch ökologisch wichtig und richtig ist. Es ist gut, dass es dafür diese Textilien gibt. Aber man müsste viel früher ansetzen – weniger konsumieren, die Kleidung länger tragen und auch qualitativ hochwertigere Kleidung kaufen, damit dieser Altkleiderberg erst gar nicht entsteht.

Wie unterscheidet sich die Aktion Hoffnung von anderen gemeinnützigen Sammlern?

Die Aktion Hoffnung ist der einzige flächendeckende Sammler in Baden-Württemberg, der sich den Kriterien des Dachverbands FairWertung unterworfen hat. FairWertung ist ein bundesweiter Zusammenschluss von über 130 gemeinnützigen Organisationen, die sich strengsten Standards in der Erfassung und der Sortierung der Kleidung unterworfen haben. Alle Sortierbetriebe werden extern auditiert. Es wird auf Sozialstandards geachtet in der Sortierung, Umweltstandards, Import- und Exportbestimmungen werden überprüft – und, ganz wichtig, die Erlöse, die aus dem Handel mit Altkleidern erzielt werden, werden ausschließlich gemeinnützigen karitativen Zwecken zugeführt.

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SEZ WIRTSCHAFT

ASA Autumn School in Stuttgart

Nachhaltiges Wirtschaften muss gelernt sein. Vom 22. bis 26. Oktober treffen sich in Stuttgart Jungunternehmerinnen und Jungunternehmer aus Afrika und Deutschland.

Die Teilnehmenden der ASA Autumn School for Sustainable Entrepreneurship lernen in Workshops und Coachings, was sie als erfolgreiche Sozialunternehmerinnen und -unternehmer brauchen. Dazu gehört unter anderem auch das Wissen, wie man einen Businessplan macht oder wie man das eigene Unternehmen in drei Minuten erfolgreich darstellt. Im Mittelpunkt der diesjährigen ASA Autumn School steht das Thema Digitalisierung und Nachhaltige Entwicklung.

Einen wichtigen Stellenwert nimmt der gegenseitige Austausch ein und der Austausch mit Expertinnen und Experten. Dem dient auch die Exkursion zur SAP-Zentrale in Walldorf bei Heidelberg.

Den Höhepunkt und gleichzeitig Abschluss der ASA Autumn School for Sustainable Entrepreneurship bildet das ASA-Kaleidoskop. Es bringt Akteure aus Wirtschaft, Politik, Wissenschaft und Zivilgesellschaft zusammen. Gemeinsam mit den Teilnehmenden der ASA Autumn School diskutieren sie über Themen globalen nachhaltigen Wirtschaftens und vernetzen sich untereinander.

Die diesjährige Autumn School for Sustainable Entrepreneurship des ASAProgramms von Engagement Global findet 2018 das erste Mal in Kooperation mit der Stiftung Entwicklungs-Zusammenarbeit Baden-Württemberg (SEZ) statt.

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FAIR HANDELN FUTURE FASHION WIRTSCHAFT

Unterwegs in Bangladesch – Textilproduktion vor Ort

„Wir kehren mit gemischten Gefühlen von unserer Bangladesch-Reise zurück nach Hause“, sagt SEZ-Mitarbeiterin Maria Gießmann. "Einerseits hat sich seit dem Unglück von Rana Plaza viel getan, andererseits ist Bangladesch nach wie vor eines der Länder mit den niedrigsten Löhnen weltweit."

Sie war Mitglied einer Gruppe, die in der ersten Septemberhälfte für eine Woche verschiedene Textilbetriebe und andere Einrichtungen in Bangladeschs Hauptstadt Dhaka besuchten.

Initiator der Reise war Axel Schütz vom Friedrich-von-Alberti-Gymnasium Bad Friedrichshall. Begleitet wurde er von mehreren Schülerinnen und Schülern der Schule, Vertretern verschiedener Unternehmen aus dem Fair-Fashion-Bereich, einem Vertreter der Aktion Hoffnung, einem Filmteam sowie Maria Gießmann und Philipp Keil von der SEZ.

Der Textilsektor in Bangladesch ist zweigeteilt. Der Teil, der für den Export produziert, steht seit dem Fabrikeinsturz von 2013, bei dem mehr als 1.100 Mensch den Tod gefunden haben, „stark unter Beobachtung“, berichtet Maria Gießmann. Das hatte zur Folge, dass die Sozialstandards für die Arbeiterinnen und Arbeiter inzwischen deutlich angehoben wurden und sich die Arbeitsbedingungen verbessert haben. Aktuelles Thema ist die Anhebung des Mindestlohns, der derzeit bei rund 50 Euro im Monat liegt. Das bekommt eine ungelernte Näherin.

Anders sieht es in dem Bereich aus, in dem für den heimischen Markt produziert wird. Hier hat sich nach Ansicht von Fachleuten in den letzten Jahren nicht viel oder überhaupt nichts verbessert. Dasselbe gilt auch für den gesamten Zulieferbereich.

In Bangladesch hat die Automatisierung der Textilproduktion bereits eingesetzt, wie Maria Gießmann erfahren hat. Sie wird in den nächsten Jahren weiter fortschreiten, die Folge wird ein massenhafter Arbeitsplatzabbau in der Textilindustrie des Landes sein.

Weitere Informationen zu der Bangladeschreise finden Sie hier.

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FAIR HANDELN WIRTSCHAFT

Weltladenforum 2018

„Die Reise war so informativ, ich bin nächstes Jahr auf jeden Fall wieder mit dabei“, schwärmt eine der Teilnehmerinnen. Vier Tage lang waren rund 30 Aktive aus verschiedenen Weltläden Baden-Württembergs gemeinsam mit dem SEZ-Weltladenforum auf Infotour in Bayern und Österreich. Ziel der Bildungsreise Ende Juli war, mehr über den Fairen Handel in anderen Regionen und Ländern zu erfahren.

„Grias di“ hieß es im Fair Handelshaus Bayern in Haimhausen bei München, der ersten Station der Reise. Die Genossenschaft vertreibt fair gehandelte Waren sowie Produkte aus sozial- und ökologisch verantwortlicher Herstellung. Sie fördert Vernetzung von Weltläden und leistet gesellschaftliche und entwicklungspolitische Bildungsarbeit.

Die nächste Station war das zum Fairkauf Handelskontor eG in München. Das Großhandelsunternehmen vertreibt unter anderem handgeschöpftes Papier aus Indien und Bergkräuter aus Österreich.

Auf dem Weg nach Wien legte die Gruppe einen Zwischenstopp im österreichischen Köstendorf ein. Dort hat die EZA Fairer Handel ihren Sitz. Das Unternehmen ist ein Pionier des Fairen Handels in Österreich. Die Besichtigung verschiedener Weltläden und der Besuch der beiden nachhaltigen Modeläden Anukoo und Anzüglich standen in Wien im Mittelpunkt des Fachprogramms, das durch Sightseeing-Highlights ergänzt wurde.

Das Weltladenforum der Stiftung Entwicklungs-Zusammenarbeit Baden-Württemberg (SEZ) bietet seit mehr als 25 Jahren interessierten Weltladen-Mitarbeiterinnen und -Mitarbeitern die Möglichkeit, im Rahmen einer mehrtägigen Reise einen Einblick in den Fairen Handel in verschiedene Regionen Deutschlands oder in europäische Nachbarländer zu erhalten. Das Forum dient dem fachlichen und persönlichen Austausch mit Gleichgesinnten, dem Sammeln origineller Ideen und der Motivation für die weitere Weltladenarbeit. Ziele der vergangenen Weltladen-Foren waren unter anderem Hamburg, Leipzig, Berlin, Gouda, Innsbruck, Zürich und Utrecht.

Im kommenden Jahr führt das Weltladenforum wieder in die Niederlande. Im Januar 2019 gibt es dazu weitere Informationen.

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AMAHORO! LANDESPARTNERSCHAFT WIRTSCHAFT

10 Jahre AFRIKA KOMMT! SEZ feiert mit

Zehn Jahre AFRIKA KOMMT! hieß es Mitte Juli in Berlin. Augusta Muhimpundu und SEZ-Mitarbeiterin Astrid Saalbach feierten mit.

Die aus Burundi stammende Augusta Muhimpundu war acht Monate als Trainee im Rahmen des Programms AFRIKA KOMMT! bei der SEZ tätig.

Zusammen mit Alumni des Programms sowie Vertreterinnen und Vertretern aus Politik und Wirtschaft feierten die Teilnehmerinnen und Teilnehmer von AFRIKA KOMMT! in Berlin den zehnten Geburtstag der Initiative. 2008 hatten führende deutsche Wirtschaftsunternehmen, unter anderem auch die Robert Bosch GmbH, AFRIKA KOMMT! gegründet. Dies ist eine Initiative der Deutschen Wirtschaft für Führungsnachwuchs aus Subsahara-Afrika. Junge afrikanische Führungskräfte werden dabei für ein Jahr nach Deutschland eingeladen, sie nehmen an Managementtrainings teil und arbeiten in deutschen Unternehmen.

Seit 2008 haben 127 afrikanische Nachwuchsführungskräfte aus 22 Ländern erfolgreich das Programm absolviert. Durchgeführt wird AFRIKA KOMMT! von der Deutschen Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit (GIZ) GmbH.

Weiterführende Links:

Robert Bosch Stiftung

AFRIKA KOMMT!

Deutsche Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit (GIZ) GmbH

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AMAHORO! LANDESPARTNERSCHAFT WIRTSCHAFT

Wirtschaftliches Empowerment zentral

Auf dem Podium (v.l.n.r.): Amelie Hübner (SINGA Stuttgart), Steve Odhiambo (ukowapi), Joyce M. Muvunyi (SEZ), Flavie Singirankabo (Herzenshand), Dr. Frauke Uekermann (BCG)

"Nur wirtschaftliches Empowerment schafft Entwicklung", so die zentrale Aussage von Steve Odhiambo, Gründer und Geschäftsführer von ukowapi. Geld allein, so Odhiambo, sei nicht alles, die Menschen brauchen Bildung und Ausbildung, wenn die Wirtschaft als Motor für Entwicklung dienen soll.

Der kenianische Unternehmer betonte bei der Veranstaltung Entwicklungspolitik aktuell die Bedeutung der Menschen als Mittelpunkt der Wirtschaft und die Tatsache, dass soziale Innovationen immer auf Augenhöhe stattfinden müssen, um erfolgreich zu sein. In seinem Impulsreferat wies er wiederholt darauf hin, dass ein Bewusstseinswandel im Gange sei. Weg von der Vorstellung, mit Geld ließen sich die Probleme speziell auch der afrikanischen Länder lösen hin zu der Erkenntnis, dass man vorwiegend in die Menschen investieren muss, um eine nachhaltige Entwicklung zu erreichen.

Auch Ulrich Werner, der Geschäftsführer der Genossenschaftlichen Stiftung für Entwicklungszusammenarbeit GESTE ging in seinen Ausführungen auf die Bedeutung ein, die die Menschen für die Entwicklung haben. „Wir investieren in Bildung und wir fördern die Eigeninitiative der Menschen“. Die Genossenschaften hätten, so Werner, einen Gestaltungsauftrag und dem komme man auch in der Entwicklungszusammenarbeit durch die Vermittlung von Know-how nach. Gleichzeitig gestand er ein: „Wir sind noch nicht ganz zufrieden mit den Ergebnissen, daher stellen wir derzeit unsere Maßnahmen hinsichtlich ihrer Wirksamkeit auf den Prüfstand.“

„Wirtschaft ist ein zentrales Thema, wenn es um Entwicklung geht“, so die Meinung von SEZ-Geschäftsführer Philipp Keil. „Und wo könnte man da besser anfangen als beim Sozialunternehmertum und bei jungen Menschen, die sich für diese Art des Unternehmertums entscheiden.“ Er sagte dies vor allem auch im Hinblick auf die demografische Entwicklung auf dem afrikanischen Kontinent. Bis 2050 wird sich dort die Bevölkerung im Vergleich zu heute auf 2,5 Milliarden Menschen verdoppeln, bis Ende des Jahrhunderts werden es bereits vier Milliarden sein. Afrika, so Keil, sei „sehr jung“, denn ein Großteil der Menschen sei jünger als 25 Jahre. „Es gibt sehr viel Potenzial auf dem Kontinent.“

Diesem Potenzial spürte die diesjährige 26. Veranstaltung Entwicklungspolitik aktuell nach, die am 19. Juni im GENO-Haus in Stuttgart stattfand. Entwicklungspolitik aktuell ist eine gemeinsame Veranstaltung von SEZ, Baden-Württembergischem Genossenschaftsverband (BWGV) und Bund der Selbständigen Baden-Württemberg e.V.

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FAIR HANDELN FUTURE FASHION WIRTSCHAFT

Future Fashion im SWR-Fernsehen

SEZ-Geschäftsführer Philipp Keil im Gespräch mit Modemacherin Sarah Kürten und Anna Deckert von der Future-Fashion-Rundtour.

„Wir müssen mit der Nachhaltigkeit bei dem anfangen, was die Menschen brauchen“, sagt SEZ-Geschäftsführer Philipp Keil. „Neben Nahrung ist das Kleidung.“

Als Interviewpartner des SWR-Teams der „natürlich!“-Redaktion berichtet er von den Erfahrungen der SEZ mit dem Thema nachhaltige Mode.

Nachhaltige Mode, Grüne Mode, Slow Fashion – der Trend hat viele Namen. Bei der SEZ, der Stiftung Entwicklungs-Zusammenarbeit Baden-Württemberg, heißt er Future Fashion. Die SEZ hat die neue Bewegung für nachhaltige Textilien initiiert und koordiniert sie auch. „Wir sehen, dass ein großes Interesse daran besteht, auch Kleidung anders zu konsumieren“, fasst Keil die bisherige Erfahrung zusammen. „Und wir sehen, dass so nach und nach kleine Labels entstehen, die nachhaltige Mode machen, gerade auch hier in Stuttgart.“

Das SWR-Team besuchte einige dieser Labels, so „Wiederbelebt“ im Stuttgarter Bohnenviertel und [eyd] im Stuttgarter Osten. Auch bei der Staatlichen Modeschule legte das Dreh-Team einen Stopp ein. Begleitet wurde das Team von Anna Deckert von der Jugendinitiative Baden-Württemberg, die in Stuttgart auch regelmäßig die Future-Fashion Rundtour macht.

Sendetermin: 12. Juni 2018, 18:15 Uhr im SWR-Fernsehen.

Mehr Infos unter: https://www.swr.de/natuerlich/…

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PARTNER­SCHAFTS­ZENTRUM WIRTSCHAFT

Wirtschaft und Entwicklungszusammenarbeit

In welchen Bereichen kann sich Deutschland entwickeln? So startete die Diskussionsveranstaltung „Wirtschaft und Entwicklungszusammenarbeit – Wie passt das zusammen?“, zu der die SEZ im Rahmen des 10jährigen Jubiläums ihrer Fair Handeln Internationale Messe für Fair Trade und global verantwortungsvolles Handeln am 5. April 2018 nach Stuttgart in die Landesmesse eingeladen hatte.

Drei Stipendiatinnen von AFRIKA KOMMT! – Naseeba Bagalaaliwo, Augusta Muhimpundu und Yolanda Pitso – Unternehmenssprecher des Programms Hartwig Löffler von der Bosch GmbH sowie der kenianische Ökonom James Shikwati diskutierten unter der Moderation von Joyce M. Muvunyi. Die Podiumsteilnehmenden waren sich einig, dass eine Kehrtwende weg von ‚Hilfe und Unterstützung‘ hin zu wirklichen Partnerschaften und tatsächlichen gemeinsamen Interessen nötig sei.  

Naseeba Bagalaaliwo, Rechtsanwältin und Kulturkoordinatorin aus Uganda, betonte dabei, dass bei Empowerment eher das Teilen von Macht im Vordergrund stehen müssen. Darüber hinaus vermisse sie in der Entwicklungszusammenarbeit Geschichten, die auch einmal von Misserfolg berichten. Nur so könne man sich weiterentwickeln. James Shikwati unterstrich dies mit der Aussage, dass „man niemanden ‚helfen‘ müsse, um bedeutsam zu bleiben“. Genau hier würde der Unterschied für ein tatsächliches beidseitiges Interesse deutlich. 

Augusta Muhimpundu, Psychologin aus Burundi, betonte die psychologischen Herausforderungen auf beiden Seiten der Europe-Afrika-Beziehungen und schlug die Etablierung eines neuen ‚Wir‘-Verständnisses vor. Das wichtigste Tool für erfolgreiche Kooperationen sei daher nicht das Reden, sondern das Zuhören, so Hartwig Löffler. In jedem Strategiepapier würde von der „Entwicklung“ Afrikas gesprochen, weit wichtiger sei jedoch, über die Jugend zu sprechen, wenn es um Zukunft und Nachhaltigkeit gehe. „Wir haben die Software, wir haben die Leute.“, so Yolanda Pitso, Ingenieurin aus Botswana. „Afrika braucht kein Geld, sondern Zeit, Daten und starke Denkweisen.“ so ein Fazit von James Shikwati.

www.afrika-kommt.de

www.fair-handeln.com

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