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BW-BURUNDI PARTNERSCHAFT

32. Burundi-Treffen in Stuttgart

Partnerschaften auf Augenhöhe in der Entwicklungszusammenarbeit sind eine Unmöglichkeit. Das war eine zentrale Erkenntnis des 32. Burundi-Treffens des Burundi-Kompetenzzentrums der SEZ.

In ihrem Impulsreferat ging Vera Sompon, Geschäftsführerin von Sompon Social Service, auf das Thema Macht- und Denkstrukturen ein. Ein Thema, das auch Philipp Keil, Geschäftsführender Vorstand der SEZ, zuvor in seinem Statement beleuchtet hatte.

In ihren Ausführungen ging sie zurück in das Jahr 1884 und zur sogenannten Berliner Konferenz. Auf dieser Konferenz hatten die europäischen Kolonialmächte Afrika untereinander aufgeteilt. Dieses Ereignis läutete eine neue Art der Beziehung zwischen Afrika und Europa ein, so die Referentin. Dann, in den 1960er Jahren, wurden die afrikanischen Staaten unabhängig von den ehemaligen Kolonialmächten. „Seitdem sprechen wir von Partnerschaften auf Augenhöhe“, sagte Vera Sompon. „Allein das Wort Augenhöhe macht mich wütend.“ Augenhöhe könne es nur geben, wenn beide Partner die gleiche Position haben. Dies sei aber nicht der Fall. Sie bezweifelte, dass wir in Deutschland, in Europa überhaupt eine Partnerschaft auf Augenhöhe wollen. Die herrschenden Strukturen, so Vera Sompon, müssten sich ändern, wenn wir tatsächlich auf Augenhöhe miteinander sprechen wollen. Und sie fragte: „Sind wir bereit, umzudenken? Wenn wir von Veränderungsprozessen sprechen, dann müssen wir bereit sein, uns selbst zu ändern. Wir müssen bei uns anfangen.“ Bei diesem Veränderungsprozess gehe es um Entscheidungsgewalt und Macht, „und darüber müssen wir sprechen.“

Auch Referentin Teresa Merz bezweifelte die vielbeschworene Partnerschaft auf Augenhöhe. „Partnerschaften auf Augenhöhe sind eine schöne Utopie“, so das Fazit ihrer Untersuchungen. Sie führte aus, dass unsere Denkmuster Macht über uns haben und bestimmen wie wir mit den Partnern umgehen und mit interagieren. In ihren Ausführungen plädierte sie dafür, die eigene Perspektive zu hinterfragen und die Spielräume zu nutzen, die es auch innerhalb bestehender Machtstrukturen gibt. Damit könne man eine Partnerschaft auch schon etwas partnerschaftlicher gestalten.

Raissa Mpundu, eine burundische Stipendiatin und Doktorandin an der Universität Tübingen sowie der Université du Burundi, ergänzte die vorangegangenen Beiträge mit einem Praxisbeispiel. Sie stellt ein Projekt vor, dass sie gemeinsam mit einer jungen burundischen Unternehmerin entwickelt hat und Umweltschutz insgesamt und besonders den Schutz den Tanganyikasees in den Vordergrund stellt. Dabei betont sie die kulturellen Gepflogenheiten und sozioökonomischen Realitäten der möglichen Zielgruppen und deren Bedeutung für die Projektplanung sowie das Projektmanagement.

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BW-BURUNDI PARTNERSCHAFT WIRTSCHAFT

10 Jahre AFRIKA KOMMT! SEZ feiert mit

Zehn Jahre AFRIKA KOMMT! hieß es Mitte Juli in Berlin. Augusta Muhimpundu und SEZ-Mitarbeiterin Astrid Saalbach feierten mit.

Die aus Burundi stammende Augusta Muhimpundu war acht Monate als Trainee im Rahmen des Programms AFRIKA KOMMT! bei der SEZ tätig.

Zusammen mit Alumni des Programms sowie Vertreterinnen und Vertretern aus Politik und Wirtschaft feierten die Teilnehmerinnen und Teilnehmer von AFRIKA KOMMT! in Berlin den zehnten Geburtstag der Initiative. 2008 hatten führende deutsche Wirtschaftsunternehmen, unter anderem auch die Robert Bosch GmbH, AFRIKA KOMMT! gegründet. Dies ist eine Initiative der Deutschen Wirtschaft für Führungsnachwuchs aus Subsahara-Afrika. Junge afrikanische Führungskräfte werden dabei für ein Jahr nach Deutschland eingeladen, sie nehmen an Managementtrainings teil und arbeiten in deutschen Unternehmen.

Seit 2008 haben 127 afrikanische Nachwuchsführungskräfte aus 22 Ländern erfolgreich das Programm absolviert. Durchgeführt wird AFRIKA KOMMT! von der Deutschen Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit (GIZ) GmbH.

Weiterführende Links:

Robert Bosch Stiftung

AFRIKA KOMMT!

Deutsche Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit (GIZ) GmbH

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BW-BURUNDI PARTNERSCHAFT

„Ich hab mich wie daheim gefühlt“

Augusta Muhimpundu aus Burundi war von November 2017 bis Ende Juni 2018 bei der SEZ als Trainee im Rahmen des Programms AFRIKA KOMMT! Wir sprachen mit ihr über ihre Arbeit bei der SEZ und ihre Erfahrungen mit und in Deutschland.

Du warst jetzt acht Monate als Trainee bei der SEZ. Was hast du in dieser Zeit gelernt?

Zum einen habe ich Deutsch gelernt und zum anderen habe ich gelernt, in einer mir völlig ungewohnten Umgebung zu arbeiten. Bislang habe ich in Afrika gelebt und gearbeitet. In Deutschland war ich bei einer Organisation tätig, die eng mit der Landesregierung zusammenarbeitet.

Ich habe in den vergangenen acht Monaten gelernt, eine Brücke zwischen Burundi und Baden-Württemberg zu sein. Ganz konkret habe ich von Stuttgart aus eine Studie mit burundischen Frauen gemacht zum Thema Geschlechtergerechtigkeit. Es ging dabei um die Frage, wie können oder noch besser, wie müssen wir das Nachhaltigkeitsziel 5, in dem es um Geschlechtergerechtigkeit geht, in die Partnerschaftsarbeit einbauen, damit wir mehr Geschlechtergerechtigkeit in Burundi und Baden-Württemberg erreichen können. Für mich wäre es wichtig, eine solche Umfrage auch unter baden-württembergischen Frauen durchzuführen, damit wie beide Perspektiven hätten.

Die Ergebnisse aus beiden Umfragen könnten dann beispielsweise von der SEZ umgesetzt werden.

 

Wie geht es für dich jetzt weiter? Was hast du als nächstes vor?

Ich würde ganz gern noch mehr Erfahrungen sammeln zum Thema Entwicklungszusammenarbeit zwischen Deutschland beziehungsweise Europa und Afrika. Wer sind die Akteure und was kann ich dazu beitragen, dass die Zusammenarbeit besser funktioniert.

Aber zunächst einmal werde ich das Programm beenden. Dazu gehe ich jetzt nach Berlin, wo ich zusammen mit den anderen Stipendiatinnen und Stipendiaten noch verschiedene Trainings absolvieren werden, unter anderem auch ein Managementtraining. Und natürlich werden wir uns auch Berlin ansehen.

 

Was machst du nach Beendigung des Programms?

Ich fliege wieder nach Hause zurück, nach Burundi. Ich will alles, was ich hier in Deutschland gelernt habe, daheim in Burundi anwenden und in die Tat umsetzen. Das ist für mich die größte Motivation, alles, was ich gelernt habe, den Menschen in meiner Heimat zugutekommen zu lassen. So wie ich auch meine Erfahrungen und Kenntnisse aus Burundi mit meinen deutschen Kolleginnen und Kollegen geteilt habe.

 

Was nimmst du für dich persönlich aus deinem Deutschlandaufenthalt mit zurück nach Burundi?

Ich habe mich in Deutschland so wohlgefühlt als wär ich daheim. Die Menschen, die ich getroffen habe, haben sich für mich interessiert, sie wollten wissen, wer ich bin und woher ich komme.

Interessant war für mich, wie sich eine Landschaft im Laufe der Jahreszeiten verändert. Das habe ich hier zum ersten Mal erlebt.

Irritiert hat mich teilweise die deutsche Sprache. Vor allem die Wörter, die in Deutsch und in meiner Muttersprache Kirundi fast gleich klingen, aber eine ganz andere Bedeutung haben. Zum Beispiel das deutsche Wort ‚bitte‘. In Kirundi gibt es ein ganz ähnliches Wort: ‚bite‘. Übersetzt bedeutet es: ‚wie geht’s‘. Oder das Wort ‚böse‘. Das wird in beiden Sprachen gleich geschrieben und eigentlich auch gleich ausgesprochen, bedeutet aber auf Kirundi ‚alle Leute‘. Diese Ähnlichkeiten haben mich vor allem am Anfang etwas verwirrt.


Dank der finanziellen Unterstützung durch die Robert Bosch Stiftung konnte die Stiftung Entwicklungs-Zusammenarbeit Baden-Württemberg (SEZ) den Traineeplatz für Augusta Muhimpundu bereitstellen.

AFRIKA KOMMT! ist eine Initiative führender deutscher Wirtschaftsunternehmen, durchgeführt wird das Programm von der Deutschen Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit (GIZ) GmbH.

weiterführende Links:

Robert Bosch Stiftung

AFRIKA KOMMT!

Deutsche Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit (GIZ) GmbH

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BW-BURUNDI PARTNERSCHAFT WIRTSCHAFT

Wirtschaftliches Empowerment zentral

Auf dem Podium (v.l.n.r.): Amelie Hübner (SINGA Stuttgart), Steve Odhiambo (ukowapi), Joyce M. Muvunyi (SEZ), Flavie Singirankabo (Herzenshand), Dr. Frauke Uekermann (BCG)

"Nur wirtschaftliches Empowerment schafft Entwicklung", so die zentrale Aussage von Steve Odhiambo, Gründer und Geschäftsführer von ukowapi. Geld allein, so Odhiambo, sei nicht alles, die Menschen brauchen Bildung und Ausbildung, wenn die Wirtschaft als Motor für Entwicklung dienen soll.

Der kenianische Unternehmer betonte bei der Veranstaltung Entwicklungspolitik aktuell die Bedeutung der Menschen als Mittelpunkt der Wirtschaft und die Tatsache, dass soziale Innovationen immer auf Augenhöhe stattfinden müssen, um erfolgreich zu sein. In seinem Impulsreferat wies er wiederholt darauf hin, dass ein Bewusstseinswandel im Gange sei. Weg von der Vorstellung, mit Geld ließen sich die Probleme speziell auch der afrikanischen Länder lösen hin zu der Erkenntnis, dass man vorwiegend in die Menschen investieren muss, um eine nachhaltige Entwicklung zu erreichen.

Auch Ulrich Werner, der Geschäftsführer der Genossenschaftlichen Stiftung für Entwicklungszusammenarbeit GESTE ging in seinen Ausführungen auf die Bedeutung ein, die die Menschen für die Entwicklung haben. „Wir investieren in Bildung und wir fördern die Eigeninitiative der Menschen“. Die Genossenschaften hätten, so Werner, einen Gestaltungsauftrag und dem komme man auch in der Entwicklungszusammenarbeit durch die Vermittlung von Know-how nach. Gleichzeitig gestand er ein: „Wir sind noch nicht ganz zufrieden mit den Ergebnissen, daher stellen wir derzeit unsere Maßnahmen hinsichtlich ihrer Wirksamkeit auf den Prüfstand.“

„Wirtschaft ist ein zentrales Thema, wenn es um Entwicklung geht“, so die Meinung von SEZ-Geschäftsführer Philipp Keil. „Und wo könnte man da besser anfangen als beim Sozialunternehmertum und bei jungen Menschen, die sich für diese Art des Unternehmertums entscheiden.“ Er sagte dies vor allem auch im Hinblick auf die demografische Entwicklung auf dem afrikanischen Kontinent. Bis 2050 wird sich dort die Bevölkerung im Vergleich zu heute auf 2,5 Milliarden Menschen verdoppeln, bis Ende des Jahrhunderts werden es bereits vier Milliarden sein. Afrika, so Keil, sei „sehr jung“, denn ein Großteil der Menschen sei jünger als 25 Jahre. „Es gibt sehr viel Potenzial auf dem Kontinent.“

Diesem Potenzial spürte die diesjährige 26. Veranstaltung Entwicklungspolitik aktuell nach, die am 19. Juni im GENO-Haus in Stuttgart stattfand. Entwicklungspolitik aktuell ist eine gemeinsame Veranstaltung von SEZ, Baden-Württembergischem Genossenschaftsverband (BWGV) und Bund der Selbständigen Baden-Württemberg e.V.

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BW-BURUNDI PARTNERSCHAFT

Austausch von Wissen wichtig

In rund 40 Ländern engagiert sich die Sparkassenstiftung Baden-Württemberg mit partnerschaftlichen Projekten, ein Großteil davon ist in Afrika.

Wichtig bei diesen Partnerschaften sei der Austausch von Wissen, betonte Dr. Tobias Peylo vom Sparkassenverband Baden-Württemberg in der Sendung Land & Leute von bw family.tv. Eine knappe halbe Stunde lang stand er gemeinsam mit Annika Peukert von der Sparkassenstiftung für Internationale Kooperation und Joyce Muvunyi vom Kompetenzzentrum Burundi der SEZ dem Moderator der Sendung, Hanno Gerwin, Rede und Antwort. Die Partnerschaft mit Burundi, so Joyce M. Muvunyi, fußt auf zivilgesellschaftlichem Engagement, das sich über Jahrzehnte entwickelt hat. So auch die Partnerschaften mit der Sparkassenstiftung, von denen einige Beispiele in dem Beitrag zu sehen waren.

Hier gehts zur Sendung. https://www.youtube.com/watch?…

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BW-BURUNDI PARTNERSCHAFT

Verlässliche Partnerschaften sind wichtig

„Wir lösen mit Kaffee nicht die Krise in Burundi, aber wir tragen dazu bei, dass 700 Familien ihren Lebensunterhalt erwirtschaften können.“

Das sagte die Schorndorfer GRÜNEN-Landtagsabgeordnete Petra Häffner Mitte Mai bei der Eröffnung der SEZ Wanderausstellung „Amahoro Burundi“ im Schorndorfer Alten Rathaus. Häffner wies in ihrer Rede auf die desolate wirtschaftliche Situation und auf die prekäre politische Lage des kleinen ostafrikanischen Landes hin. Umso wichtiger, so betonte sie, seien daher verlässliche Partnerschaften und verlässliche Partner. „ Die SEZ ist ein verlässlicher Partner für das Land Burundi und für die zahlreichen privaten Initiativen in Baden-Württemberg.“ Baden-Württemberg und Burundi sind seit mehr als 30 Jahren partnerschaftlich verbunden.

Christian Bergmann als Vertreter der Stadt Schorndorf betonte die Verantwortung jedes und jeder Einzelnen im täglichen Konsumverhalten. „Der Dreiklang Umsicht, Verantwortung und Wissen spielt eine große Rolle im Verhalten.“ Die Konsumentinnen und Konsumenten müssten beim Einkaufen Verantwortung übernehmen und „sie brauchen Wissen über die Lebensumstände der Menschen in den Produktionsländern“. Dieses „verantwortlich handeln vor Ort“ spielt in der Daimlerstadt eine große Rolle in der lokalen Agenda. Nach außen ist es  sichtbar an dem Prädikat „Fairtrade-Stadt“.  

Weiterführende Links:   Ausstellung “Amahoro Burundi”    

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BW-BURUNDI PARTNERSCHAFT FAIR HANDELN FUTURE FASHION MINDCHANGERS SCHULE UND GLOBALES LERNEN WELT:BÜRGER GEFRAGT!

Das war die Messe Fair Handeln 2022

Gemeinsam für Globale Verantwortung: Das Messeteam der SEZ bei der Fair Handeln 2022 / Ensemble pour une responsabilité globale : l’équipe SEZ au salon Fair Handeln 2022 (Foto: SEZ/Markus Karl).

En français ci-dessous

Die Messe Fair Handeln 2022 lockte viele Besucher*innen nach Stuttgart und unterstrich die Bedeutung entwicklungspolitischer Themen.

Über 80 000 Besucher*innen füllten vom 21. bis 24. April 2022 die Hallen der Messe Stuttgart. Dort fanden die Stuttgarter Frühjahrsmessen statt, zu denen auch die Fair Handeln mit ihrem Fokus auf global verantwortungsvolles Handeln und bewussten Konsum gehört. Nach zwei Jahren pandemiebedingter Pause zeigten über 80 Austeller*innen Trends und Innovationen rund um Fairen Handel und bewussten Konsum aus den Bereichen Entwicklungszusammenarbeit und globale Partnerschaften, nachhaltiges Finanzwesen und Tourismus sowie Future Fashion und Future Fashion Made In Africa. „Wir freuen uns, dass so viele Menschen zur Fair Handeln gekommen sind. Durch ihre breite Unterstützung der Idee des fairen Handels haben sie gezeigt, dass es gerade in krisenhaften Zeiten wichtig ist, menschliche Brücken für unsere lebenswerte und friedliche Welt von morgen zu bauen“, so Philipp Keil, Geschäftsführender Vorstand der Stiftung Entwicklungs-Zusammenarbeit Baden-Württemberg (SEZ).

An den Ständen der Fair Handeln gab es zahlreiche Aktionen, die zum Mitmachen oder Verkosten einluden. So konnte man im Sonderbereich von Future Fashion in der Upcycling-Werkstatt getragener Mode neuen Glanz verleihen, in der Future Fashion Made In Africa Corner etwa den burundischen Modedesigner Designer Pierre Hardy MWETE mit seiner Kunstinstallation Be. (as opposed to Not Be) kennenlernen oder am Stand des Kompetenzzentrum Burundi beim Burundi-Baden-Württemberg-Quiz eine Tasse fair gehandelten Partnerschaftskaffee genießen. Bei den Mindchangers gab es junge Mitmachangebote zum Neudenken von Migration und Klimawandel. Ein attraktives kulturelles Rahmenprogramm mit Lesungen und Talks bot einige Highlights, wie zum Beispiel das Konzert von Bahaga oder die Lesungen von „Barfuss in Deutschland“ mit Tete Loper und „Farman. Wenn uns unsere Wurzeln wieder einholen“ mit Paruar Bako.

Die politische Relevanz der Fair Handeln und ihrer Themen wurde unterstrichen durch die Besuche mehrerer ranghoher Politiker*innen und durch ein facettenreiches Angebot für das entwicklungspolitische Fachpublikum. Einen bewegenden Einstieg in das Thema globale Gerechtigkeit bot Dr. Joy Alemazung, der Bürgermeister der Stadt Heubach und Experte für kommunale Entwicklungspolitik, der die Fair Handeln mit einer Keynote eröffnete. Thekla Walker, Ministerin für Umwelt, Klima und Energiewirtschaft des Landes Baden-Württemberg, besuchte die Fair Handeln und eröffnete das WIN-Forum. Cem Özdemir, Bundesminister für Ernährung und Landwirtschaft, sprach auf der Podiumsdiskussion „öko und fair for future“ zu den Themen Ernährung und globale Gerechtigkeit und besuchte danach das Future Fashion Forum. Bei der Auszeichnungsfeier für das Stiftsgymnasium Sindelfingen als Fairtrade-School betonte Sandra Boser, Staatssekretärin im Ministerium für Kultus, Jugend und Sport Baden-Württemberg, die Bedeutung von Fairem Handel bereits an Schulen.

Ein besonderes Highlight war die Entwicklungspolitische Landeskonferenz mit dem Mindchangers Summit, bei der junge Menschen mit ihren Ideen zur Gestaltung einer gerechten Welt im Mittelpunkt standen und mit Staatssekretär Rudi Hoogvliet, der in der Landesregierung die Entwicklungspolitik verantwortet, im Austausch waren. Auch weitere politische Entscheidungsträger*innen, wie Sebastian Cuny, MdL und entwicklungspolitischer Sprecher der SPD, Konrad Epple, MdL und Stiftungsratsmitglied der SEZ, Josha Frey, MdL und entwicklungspolitischer Sprecher der Grünen, Gisela Splett, Staatssekretärin im Finanzministerium und Alena Trauschel, MdL und Stiftungsratsmitglied der SEZ, brachten ihre entwicklungspolitische Expertise in verschiedenen Formaten ein. Das Thema „Klimagerechtigkeit in Burundi & Baden-Württemberg: Ein Thema, zwei Perspektiven“ wurde beim 40. Burundi-Treffen der SEZ unter Anderem durch den Input von Emmanuel Niyoyabikoze, Klimaschutzaktivist und CEO von Greening Burundi, in den Fokus gestellt. Beim Kommunalen Fachtag zeigten die Teilnehmer*innen, wie sich Kommunen noch erfolgreicher für die Umsetzung der Nachhaltigkeitsziele der Vereinten Nationen einsetzen können.

Die internationale Fach- und Verbrauchermesse Fair Handeln mit den Schwerpunkten Fair Trade und global verantwortungsvolles Handeln ist Verkaufsplattform und zugleich Informations- und Kontaktbörse für die Branche, für Medien, für Entscheidungsträger*innen und Verbraucher*innen. Die Stiftung Entwicklungs-Zusammenarbeit Baden-Württemberg (SEZ) veranstaltet die Fair Handeln gemeinsam mit der Messe Stuttgart im Rahmen der Frühjahrsmessen. Die SEZ ist die fachliche und ideelle Trägerin der Veranstaltung. Die nächste Fair Handeln wird voraussichtlich vom 13. bis 16. April 2023 stattfinden.

​C'était la foire Fair Handeln 2022

La foire Fair Handeln 2022 a attiré de nombreux visiteurs*TRICES À Stuttgart et a souligné l’importance des thèmes de la politique de développement.

Plus de 80 000 visiteurs*trices ont rempli les halls de la « Messe Stuttgart » du 21 au 24 avril 2022. C’est là que se sont déroulées les foires de printemps de Stuttgart, dont Fair Handeln fait partie avec son accent sur le commerce globalement responsable et la consommation consciente. Après une pause de deux ans due à la pandémie, plus de 80 exposants*tes ont présenté des tendances et des innovations autour du commerce équitable et de la consommation responsable dans les domaines de la coopération au développement et des partenariats mondiaux, de la finance et du tourisme durables ainsi que de la mode du futur Made In Africa. “Nous sommes ravis qu’autant de personnes soient venues au salon Fair Handeln. Par leur large soutien à l’idée du commerce équitable, elles ont montré qu’il est important, surtout en période de crise, de construire des ponts humains pour notre monde de demain, un monde où il fait bon vivre et où la paix règne”, a déclaré Philipp Keil, directeur général de la Fondation pour la coopération au développement du Bade-Wurtemberg (SEZ).

Les stands de Fair Handeln proposaient de nombreuses actions invitant à participer ou à déguster. Ainsi, dans l’espace spécial de Future Fashion, on pouvait donner un nouvel éclat à la mode portée dans l’atelier d’upcycling, dans le coin Future Fashion Made In Africa, on pouvait par exemple faire la connaissance du designer de mode burundais Pierre Hardy MWETE avec son installation artistique Be. (as opposed to Not Be) ou déguster une tasse de café de partenariat issu du commerce équitable au stand du centre de compétence Burundi en participant au quiz Burundi-Baden-Württemberg. Chez les Mindchangers, de jeunes participants ont proposé de repenser la migration et le changement climatique. Un programme culturel attrayant avec des lectures et des débats a offert quelques moments forts, comme le concert de Bahaga ou les lectures de « Barfuss in Deutschland » (Pieds nus en Allemagne) avec Tete Loper et « Farman. Wenn uns unsere Wurzeln wieder einholen » (Farman. Quand nos racines nous rattrapent) avec Paruar Bako.

La pertinence politique de Fair Handeln et de ses thèmes a été soulignée par la visite de plusieurs politiciens*nnes de haut rang et par une offre aux multiples facettes pour le public spécialisé dans la politique de développement. Joy Alemazung, maire de la ville d’Heubach et expert en politique de développement communale, a ouvert le salon Fair Handeln par une allocution émouvante sur le thème de la justice mondiale. Thekla Walker, ministre de l’environnement, du climat et de l’énergie de l’état de Bade-Wurtemberg, a visité le salon Fair Handeln et a ouvert le forum WIN. Cem Özdemir, ministre fédéral de l’alimentation et de l’agriculture, s’est exprimé sur les thèmes de l’alimentation et de la justice globale lors de la table ronde “öko und fair for future” et a ensuite visité le Future Fashion Forum. Lors de la cérémonie de remise du label Fairtrade-School au Lycée de Sindelfingen, Sandra Boser, secrétaire d’État au ministère de la culture, de la jeunesse et des sports du Bade-Wurtemberg, a souligné l’importance du commerce équitable dès l’école.

La conférence sur la politique de développement d’état, avec le sommet de Mindchangers, a été un moment particulièrement fort : les jeunes et leurs idées pour la création d’un monde juste étaient au centre des débats et ont pu échanger avec le secrétaire d’État Rudi Hoogvliet, responsable de la politique de développement au sein du gouvernement d’état. D’autres décideurs*res politiques, comme Sebastian Cuny, député et porte-parole du SPD pour la politique de développement, Konrad Epple, député et membre du conseil de fondation de la SEZ, Josha Frey, député et porte-parole des Verts pour la politique de développement, Gisela Splett, secrétaire d’État au ministère des finances et Alena Trauschel, députée et membre du conseil de fondation de la SEZ, ont également apporté leur expertise en matière de politique de développement dans différents formats. Le thème “Justice climatique au Burundi & Bade-Wurtemberg : un sujet, deux perspectives” a été mis en avant lors de la 40ème rencontre de la SEZ sur le Burundi, notamment par l’intervention d’Emmanuel Niyoyabikoze, activiste de la protection du climat et fondateur de Greening Burundi. Lors de la journée technique communale, les participants*tes ont montré comment les communes peuvent s’engager avec encore plus de succès dans la mise en œuvre des objectifs de durabilité des Nations Unies.

Le salon international des professionnels*les et des consommateurs*trices Fair Handeln, axé sur le commerce équitable et le commerce globalement responsable, est à la fois une plate-forme de vente et une source d’informations et de contacts pour ledit secteur, les médias, les décideurs*res et les consommateurs*trices. La fondation Stiftung Entwicklungs-Zusammenarbeit Baden-Württemberg (SEZ) organise Fair Handeln en collaboration avec la Messe Stuttgart dans le cadre des foires de printemps. La SEZ est l’organisatrice professionnelle de cett exposition. La prochaine édition de Fair Handeln devrait avoir lieu du 13 au 16 avril 2023.

Ihre Ansprechpartner*innen

RAQUEL DISCHINGER

Projektkoordination Future Fashion, Fairtrade-Schools & Messe Fair Handeln

MÜZEYEN TASDELEN

Projektkoordination Mindchangers & bwirkt! Inland

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BW-BURUNDI PARTNERSCHAFT FAIR HANDELN FUTURE FASHION

Das war die Messe Fair Handeln 2018

Die Messe Fair Handeln 2018 liegt hinter uns. Wir freuen uns über vier intensive und erfolgreiche Messetage.

Mit dabei waren 180 Ausstellerinnen und Aussteller, einflussreiche Speaker und  über 80 Veranstaltungen aus den Bereichen Fairer Handel, Entwicklungszusammenarbeit, nachhaltiges Finanzwesen, nachhaltiger Tourismus, CSR und aus der neuen Bewegung Future Fashion für nachhaltige Textilien und bewusstes Konsumverhalten. Das Team der SEZ bedankt sich bei allen Beteiligten für ihr großartiges Engagement.

Impressionen von der Messe Fair Handeln vom 5. bis 8. April 2018 (Fotograf: Markus Karl | FOTONOID)

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BW-BURUNDI PARTNERSCHAFT PARTNER­SCHAFTS­ZENTRUM

AFRIKA KOMMT! nach Stuttgart

22 Nachwuchsführungskräfte aus Subsahara-Afrika arbeiten momentan in Unternehmen und Stiftungen in ganz Deutschland. Am vergangenen Wochenende waren sie zu Gast in Stuttgart.

Vom 9. bis 11. März 2018 waren die Stipendiaten der diesjährigen Runde von „AFRIKA KOMMT! – Initiative der deutschen Wirtschaft für Führungsnachwuchs aus Subsahara-Afrika“ in Stuttgart. Sie kamen zu einem Seminar, das von der Robert Bosch Stiftung in Kooperation mit der SEZ vorbereitet und durchgeführt wurde. In Workshops und Vorträgen ging es unter anderem um die Rolle von Stiftungen in Deutschland, um Trends und Entwicklungen in der deutschen Philanthropie und um gesellschaftliche Herausforderungen in Deutschland und in der internationalen Zusammenarbeit. Das Programm wurde mit einem Besuch der Villa Reitzenstein, dem Haus der Geschichte sowie einer alternativen Stadtführung abgerundet.

„Die Zeit in Stuttgart war eine tolle Erfahrung. Ich habe einen neuen Einblick in die Arbeit von Stiftungen bekommen. Aus den Präsentationen der Workshops nehme ich viel für meinen Berufsalltag mit. Und bei der Stadttour durch Stuttgart mit einem früheren Obdachlosen wurde mir klar, wie viele Dinge wir im Alltag als selbstverständlich hinnehmen. Und, dass es entgegen meiner Vorstellung nicht jede und jeder in Deutschland bessergestellt ist“, resümiert eine der afrikanischen Teilnehmerinnen ihr Wochenende in der Landeshauptstadt. 

Auch Augusta Muhimpundu, die seit Herbst 2017 als Expertin für das Kompetenzzentrum Burundi bei der SEZ arbeitet, ist eine der 22 „African Leaders“. In Burundi ist sie Programmkoordinatorin von YESS, einem Programm der Association Des Guides Du Burundi. Dieses Austauschprogramm ermöglicht jungen Frauen ein sechsmonatiges Auslandspraktikum. Zu den inhaltlichen Schwerpunkten der studierten Psychologin gehören die Ausbildung jugendlicher Führungskräfte und die Stärkung von Frauen.

In Zusammenarbeit und mit Förderung durch die Robert Bosch Stiftung konnten 2017 erstmals zwei zivilgesellschaftliche Vertreterinnen in das Programm AFRIKA KOMMT! aufgenommen werden. Die Deutsche Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit (GIZ) GmbH führt das Programm im Auftrag der Unternehmensinitiative durch.

Weiterführende Links:

http://www.afrika-kommt.de/

http://www.bosch-stiftung.de/de/projekt/afrika-kommt

https://sez.de/neuigkeiten/vor…

AFRIKA KOMMT! in Stuttgart

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BW-BURUNDI PARTNERSCHAFT PARTNER­SCHAFTS­ZENTRUM

Zu Gast auf der Berlinale: Amani Papy

Einer der bekanntesten Filmregisseure Burundis, Amani Papy, war zu Gast in der Landesvertretung von Baden-Württemberg in Berlin und beim African Hub der Berlinale am 22. Februar 2018.

Amani Papy ist Gründer einer Filmproduktion, einer Filmakademie und eines Filmfestivals. Er dreht mit und für internationale Akteure und führt Regie. Seine beeindruckenden Dokumentationen und Filme geben Einblicke in den Alltag Burundis.

Am 22. Februar 2018 zeigte Amani Papy in der Landesvertretung Baden-Württemberg in Berlin mehrere Kurzfilme. Philipp Keil, Geschäftsführer der Stiftung Entwicklungs-Zusammenarbeit Baden-Württemberg, begrüße den Gast aus Burundi. Nach einem Kurzfilm zum Burundischen Partnerschaftskaffee und zum fairem Handel bestand die Möglichkeit, sich mit dem Regisseur persönlich auszutauschen. Zu Gast war auch die burundische Botschafterin Else Nizigama Ntamagiro.

Amani Papy wuchs als Sohn eines Fotografen in Burundi auf und studierte IT und Film in Nairobi. Sein Ziel ist es, Menschen für Burundi zu begeistern. Auf der Berlinale motivierte er andere Filmschaffende zu Filmprojekten in Burundi, inspirierte die Menschen und berührte das Publikum. Ein Film, so Amani Papy, biete großartige Möglichkeiten, etwas zu verändern.

Weiterführende Links:

http://www.burundifilmcenter.o…

https://www.youtube.com/watch?…

https://youtu.be/px4Tce4RJ3g

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