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In Dankbarkeit für Erich Schneider

Anlässlich des 90. Geburtstages von Herrn Erich Schneider, Landtagspräsident a. D., in Burgstetten im August 2023: SEZ Geschäftsführer Herr Philipp Keil neben Herrn Erich Schneider und Frau Landtagspräsidentin Muhterem Aras (v.l.n.r.) in Burgstetten. ©Gemeinde Burgstetten

Erich Schneider als Wegbereiter der Amahoro! Landespartnerschaft zwischen Baden-Württemberg und Burundi

Am 8. Februar 2024 ist unser langjähriger Freund und Unterstützer, Herr Erich Schneider, Landtagspräsident und Bürgermeister a. D., verstorben. Schneider war von 1982 bis 1992 Präsident des Landtages Baden-Württemberg und hat gemeinsam mit Erwin Teufel, dem früheren Fraktionsvorsitzenden der CDU-Landtagsfraktion, die Gründung der Stiftung Entwicklungs-Zusammenarbeit Baden-Württemberg vorangetrieben.

Schneider hat sich seit seiner Zeit im Landtag für unser Partnerland Burundi engagiert und dieses Engagement auch unter dem Dach des Christlichen Jugenddorfwerk Deutschlands (CJD) aktiv vorangetrieben. Daraus ist 2006 der Erich-Schneider-Stiftungsfonds Burundi entstanden, der Projekte für die Bildung und Ausbildung junger Menschen im ostafrikanischen Land unterstützt.

Mit seinem Engagement für Burundi hat Schneider die Amahoro Landespartnerschaft zwischen Baden-Württemberg und Burundi angestoßen, deren mehr als 40-jähriges Jubiläum wir dieses Jahr feiern.

Philipp Keil, Geschäftsführer der SEZ, hat Erich Schneider bei den Feierlichkeiten zum 90. Geburtstag in Burgstetten als Wegbereiter für diese Partnerschaft geehrt und seine Dankbarkeit für das langjährige Engagement mit Burundi in folgende Worte gefasst:

In Baden-Württemberg einst gedacht,
Entstand eine Partnerschaft, prachtvoll gemacht.
Herr Landtagspräsident Schneider war es, der es schenkte,
Die Bande mit Burundi, die uns heute lenkte.

Nun feiern wir den 90. Geburtstag sein
Ein Leben voll Wirken, groß und fein.
Die Landespartnerschaft, ein Erbe so wert,
Für Frieden und Freundschaft, die uns verehrt.

Dank Herrn Schneider, stehen wir Hand in Hand,
Mit Burundi verbunden, im fernen Land.
Die Jahre vergehen, doch die Freundschaft bleibt bestehen,
Ein Band der Herzen, das uns wird stets begleiten und lehren.

So erheben wir das Glas und singen ein Lied,
Für Herrn Landtagspräsident Schneider, voll Dankbarkeit.
Ein Leben voll Taten, ein Herz voller Güte,
Zu 90 Jahren gratulieren wir heute!

Wir verbleiben in tiefer Dankbarkeit für Herrn Erich Schneider als Wegbereiter der Amahoro Landespartnerschaft zwischen Baden-Württemberg und Burundi.

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Philipp Keil und Ministerpräsident Winfried Kretschmann im Gespräch

Ein besonderer Moment bildlich festgehalten: Philipp Keil lädt Ministerpräsident Winfried Kretschmann persönlich zur Partnerschaftsfeier zwischen Baden-Württemberg und Burundi ein.

Die wichtigste Botschaft an Herrn Kretschmann, die Philipp Keil beim Gespräch in der Villa Reitzenstein deutlich machen konnte ist, dass Entwicklungszusammenarbeit bei uns in Baden-Württemberg beginnt und den gesellschaftlichen Zusammenhalt stärkt.

Dass Baden-Württembergs Verbindungen in die Welt vielfältig sind und gerade das Engagement von Vereinen, Kirchen und Kommunen internationale Partnerschaften Baden-Württembergs darstellen und die Beziehungen in Wirtschaft und Forschung ergänzen, war der große Rahmen, den Philipp Keil im Gespräch spannte. Partnerschaften zwischen Städten, Gemeinden, von NGOs und Vereinen ermöglichen Begegnungen zwischen Süd und Nord und bringen Baden-Württemberger*innen mit Menschen auf der ganzen Welt zusammen. Diese entwicklungspolitischen Partnerschaften und inhaltliche Schwerpunkte sind in den Entwicklungspolitischen Leitlinien des Landes verfasst, die das Staatsministerium in einem aufwändigen Beteiligungsprozess gemeinsam mit der Zivilgesellschaft erarbeitetet hat. Der Rat für Entwicklungszusammenarbeit berät die Landesregierung zu deren Umsetzung und wird von der SEZ koordiniert.

Zum Gespräch mitgebracht hat Philipp Keil auch einen anderen Blick auf den afrikanischen Kontinent, auf die BW-Burundi-Partnerschaft und darauf, was Entwicklung bedeutet: Dass wir in Baden-Württemberg als Exportweltmeister nicht selbstverständlich auf Kosten anderer leben können und neben natürlichen Ressourcen vor allem auch den Wert von Ideen der Partnerländer erkennen müssen. Unsere maßgeblich von westlichen Ländern geprägte Welt hat Klimawandel hervorgebracht und große Konflikte bis heute nicht gelöst. Wir sehen uns aktuell sogar vor besonders großen Herausforderungen, weshalb neue Ideen dringend notwendig sind.

So nahm Philipp Keil den Ministerpräsidenten mit auf den Perspektivwechsel, dass es eine Aufgabe für Baden-Württemberg ist zu lernen, dass unser Partnerland Burundi ein fruchtbares, traditionsreiches Land mit einer innovationsfreudigen Jugend ist. Das viele Baden-Württemberger*innen noch gar nicht kennen. Und dass ein auf Ideen, Menschen und Kooperationsmöglichkeiten gerichteter Blick ein Gewinn für beide Seiten ist. Denn jede*r kennt den Moment der Erleuchtung aus dem Urlaub oder, wenn man mit jemandem durch den Heimatort läuft, der diesen noch nicht kennt: man sieht plötzlich mit anderen Augen.

Daher konnte die Einladung an den Ministerpräsidenten, das Jubiläum der BW-Burundi-Partnerschaft gemeinsam mit dem Staatsministerium, dem Landtag Baden-Württemberg und den burundischen und baden-württembergischen Protagonist*innen der Partnerschaft zu feiern, auf fruchtbaren Boden fallen. Als Geschenk brachte Philipp Keil dem Ministerpräsidenten eine kleine Trommel aus Burundi mit, die ein nationales Wahrzeichen repräsentiert und weltberühmt ist. Die burundischen Trommeln und der rituelle Tanz übermitteln kulturelle, politische und soziale Botschaften und bringen Menschen unterschiedlicher Generationen und Herkunft zusammen, um Einheit und sozialen Zusammenhalt zu fördern. Seit 2014 sind die rituellen Tänze und Trommeln aus Burundi Weltkulturerbe der UNESCO.


Stiftungsrat der SEZ


Philipp Keil zu Gast beim Podcast der Landesvertretung Baden-Württemberg in Berlin


Entwicklungszusammenarbeit des Staatsministeriums Baden-Württemberg

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BW-BURUNDI PARTNERSCHAFT

Im Gespräch mit Shabani Ramadhani

Der burundische Festivalleiter Shabani Ramadhani war im November zu Besuch in Stuttgart.

Im Gespräch mit dem burundischen Musiker und Festivalleiter Shabani Ramadhani haben wir mehr über die Marahaba Music Expo und den Stellenwert der Kultur für Zusammenarbeit erfahren.

SEZ: AMAHORO Shabani, kannst du dich kurz vorstellen?

Shabani Rhamadani: Ich bin Shabani Ramadhani, ein leidenschaftlicher Künstler und Aktivist, der sich für Gesundheitsrechte einsetzt. Mein Ziel ist es, die Jugend nach dem Krieg zu ermutigen. Ich habe an verschiedenen musikalischen Projekten und Festivals in verschiedenen Ländern teilgenommen und bin dort aufgetreten. Aufgrund meiner musikalischen Fähigkeiten war ich auch Musiklehrer am Marahaba Art Center (MAC). Darüber hinaus bin ich Gründer der Marahaba Music Expo.

SEZ: Was ist die Marahaba Music Expo und was war deine Motivation, Marahaba zu gründen? Was bedeutet Marahaba?

Shabani Rhamadani: Marahaba ist Swahili und bedeutet „gut gemacht“ oder „Hurra“. Die Marahaba Music Expo ist eine gemeinnützige Organisation mit Sitz in Bujumbura, Burundi. Sie setzt sich dafür ein, die Öffentlichkeit aufzuklären, Innovationen auszutauschen und die Zusammenarbeit durch Musik und Kunst zu fördern. Sie wurde 2018 gegründet, um der Jugend Hoffnung zu geben. Die Vision der Organisation ist ein friedliches und lebendiges Burundi. Ihre Mission ist es, Innovation und Kreativität für ein glückliches Land zu schaffen. Unsere Organisation arbeitet in diesen Bereichen:

  • das Musikfestival: Dieses internationale Musikforum findet alle zwei Jahre statt. Es soll den Dialog zwischen Künstler*innen aus Afrika und anderen Teilen der Welt fördern. Die Expo umfasst Workshop-Programme, Diskussionen, Vorträge und Bühnenauftritte. Seit ihrer Gründung fanden fünf Festivals statt, die eine künstlerische Revolution in der Musik- und Kreativbranche in Burundi bewirkt haben. Mehr als 5000 lokale Künstler*innen haben von der Gründung dieser angesehenen Organisation profitiert.
  • Bildung: Unsere Organisation betreibt das Marahaba Arts Center, in dem junge Frauen und Männer in Bujumbura mehr über Kunst, Kreativität und Musik lernen können. Unser Ziel ist es, die Zahl der jungen Menschen auf der Straße zu reduzieren, indem wir ihnen eine gute Ausbildung und ein gutes Gespür für Unternehmertum vermitteln. Dafür werden im Marahaba-Zentrum verschiedene Programme durchgeführt, die die Fähigkeiten junger Frauen und Männer stärken und ihnen beibringen, wie sie durch Kunst und Musik zu Unternehmer*innen werden können.
  • Entrepreneurship für Künstlerinnen: Unsere Organisation hat Künstlerinnen unterstützt, indem sie die Möglichkeit erhalten haben, an künstlerischen und sozialen Aktivitäten teilzunehmen. Da sich die Künstlerinnen für die Gleichstellung der Geschlechter einsetzen, inspirieren sie andere Frauen.

SEZ: Du warst Mitte November in Deutschland: Was war der Anlass und wie war deine Erfahrung?

Shabani Rhamadani: Ich bin für die Filmpremiere des Kurz-Dokumentarfilms „Facing new realities – Wie der Klimawandel sich im Herzen Afrikas auswirkt“, die am 9. November in Stuttgart stattgefunden hat, angereist. Es war für mich eine sehr gute Erfahrung, da ich zum ersten Mal in dieser Stadt war. Bei meinem Besuch hatte ich die Gelegenheit, verschiedene Akteur*innen des kulturellen Sektors Stuttgarts zu treffen.

SEZ: Wie kann Kultur und Musik dazu beitragen, Menschen zusammenzubringen, insbesondere Menschen aus Baden-Württemberg und Burundi?

Shabani Rhamadani: Kultur und Musik sind ein guter Weg, um Menschen zusammenzubringen und die Zusammenarbeit zwischen Baden-Württemberg und Burundi zu verbessern. Denn Musik und Kultur bringen Frieden für alle. Sie können auch dabei unterstützen verschiedene Botschaften zu vermitteln, wie z.B. den Klimaschutz oder die Stärkung des Engagements von jungen Menschen.

SEZ: Wie kann man deine Arbeit verfolgen und unterstützen?

Shabani Rhamadani: Jede Person, Institution oder Organisation ist herzlich eingeladen, mit uns in Kontakt zu treten und zusammenzuarbeiten. Alle, die daran interessiert sind, unsere Arbeit zu unterstützen, können uns über folgende Kanäle erreichen: www.marahabafestival.com, info@marahabafestival.com oder über meine Telefonnummer +25768475873.

SEZ: Was sind deine Wünsche für die Zukunft?

Shabani Rhamadani: Unser Wunsch ist es, die Zusammenarbeit zwischen der Stadt Stuttgart und Burundi fortzusetzen. Durch Kultur und Musik können wir viel erreichen. Auch ist es wertvoll, wenn Erfahrungen durch Austausch und Zusammenarbeit der Künstler*innen und Festivals aus beiden Regionen geteilt werden.

MUNA HASSABALLAH

Partnerschaftsarbeit der AMAHORO! Landespartnerschaft zwischen BW & Burundi

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Engagement gegen Gewalt an Frauen*

Agathonique Rurakukuza, AFJO, erzählte uns von den Bemühungen sexuelle Belästigung in den Medien zu beseitigen.

TW: sexualisierte Gewalt

Am 25. November wird jedes Jahr der Internationale Tag gegen Gewalt an Frauen* begangen. Das Ziel: Die Beseitigung von geschlechtsspezifischer Gewalt. Anlässlich diesen wichtigen Tages ging die SEZ mit der Association des Femmes Journalistes du Burundi (AFJO) (dt. Vereinigung burundischer Journalistinnen) ins Gespräch.

Inmitten der Medienlandschaft Burundis setzt sich die AFJO aktiv gegen sexuelle Belästigungen, von der viele Journalistinnen in Burundi nach wie vor betroffen sind. Die Ergebnisse einer von der AFJO im November 2022 durchgeführten Umfrage unter 120 Journalist*innen sind schockierend: 84,1% der Befragten wurden als Betroffene sexueller Belästigung identifiziert. Die Realität zeigt, dass sexuelle Belästigungen keine Grenzen kennt und in verschiedenen Lebensbereichen auftreten – sei es im beruflichen Umfeld der Medien, in öffentlichen Verkehrsmitteln, in sozialen Netzwerken oder sogar innerhalb der Familie. Die Umfrage ergab auch, dass bei 42,9% der Betroffenen Männer die Täter waren, während 14,3% angaben, von Frauen belästigt worden zu sein.

Die Bewältigung dieses Problems steht vor zahlreichen Herausforderungen. Im Gespräch erzählte uns Agathonique Rurakukuza, Projektbeauftragte für Medien, Frieden und Gender bei der AFJO, dass sexuelle Belästigung in Burundi ein Tabuthema ist. Die Betroffenen wagen es nicht, öffentlich zu sprechen und die Täter anzuzeigen. Denn Folgen für das öffentliche Denunzieren können der Verlust des Arbeitsplatzes und Stigmatisierungen sein. Auch führen die Unterdrückung der Betroffenen durch den Täter und die Tabuisierung von sexuellen Themen in der burundischen Gesellschaft zum Schweigen. Die Folgen für die Betroffenen sind sowohl psychosozialer als auch finanzieller Natur und reichen von Depressionen bis zur Aufgabe des Berufs. Als Resultat fühlen sich Betroffene unwohl in ihrer Arbeit und vernachlässigen das Erlernen von Selbstverteidigungsmechanismen.

Maßnahmen zur Verhinderung sexueller Belästigung

Laut Rurakukuza hat die AFJO jedoch nicht nur die alarmierenden Ergebnisse dokumentiert, sondern auch konkrete Maßnahmen ergriffen, um sexuelle Belästigung wirksam zu bekämpfen.
Dazu gehören Sensibilisierungskampagnen sowohl für die Öffentlichkeit als auch im Besonderen für die Journalist*innen, um Bewusstsein für sexuelle Belästigung und ihre Auswirkungen auf die Arbeitnehmer*innen und die Arbeit zu schaffen. Die Bekanntmachung des Gesetzes zur Prävention und zum Schutz der Betroffenen sowie die Bestrafung von geschlechtsspezifischer Gewalt ist ein weiterer Schritt. Zuletzt wurde auch ein Verhaltenskodex gegen Belästigung in den verschiedenen Medien eingeführt, der zu den gesetzlichen Strafen auch strenge Sanktionen vorsieht.

Die AFJO begrüßt, dass das burundische Pressegesetz in Artikel 46 das Recht von Journalist*innen auf Sicherheit garantiert. Sie würdigt auch die Tatsache, dass das burundische Ministerium für Kommunikation und Medien die Charta für gendersensible Medien verabschiedet hat. Diese Charta enthält eine Liste von Aktivitäten, darunter auch die Bekämpfung von sexueller Belästigung, die von Medienverantwortlichen durchgeführt werden müssen, um zur Umsetzung der nationalen Kommunikationspolitik beizutragen. Diese enthält ein eigenes Kapitel über die Gleichstellung von Männern und Frauen in den Medien.

Der AFJO appelliert an alle Partner*innen, ihre Anstrengungen zu bündeln, um dieses weit verbreitete Phänomen der sexuellen Belästigung zu beseitigen.

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Zieldestination: Burundi

Bild: Amani Papy / Landesvertretung Baden-Württemberg Berlin.

„Die Delegationsreise war ein wichtiger Schritt die Basis unserer Partnerschaft weiter zu stärken.“ – Rudi Hoogvliet, Staatssekretär für Medienpolitik und Bevollmächtigter des Landes Baden-Württemberg beim Bund.

Die 37. Folge des Podcasts ‘Druck Sache’ steht gänzlich im Zeichen der Partnerregion Burundi. Im vergangenen Juni begab sich eine politische Delegationsreise rund um Staatssekretär Rudi Hoogvliet in das Herz Afrikas. Drei Teilnehmende der Delegation schildern gemeinsam mit Staatssekretär Hoogvliet ihre Eindrücke:

Der geschäftsführende Vorstand der SEZ, Philipp Keil, bietet tiefere Einblicke in die Partnerschaftsarbeit mit Burundi. Kara Ballarin, landespolitische Korrespondentin bei der Schwäbischen Zeitung, hingegen verdeutlichte die Rolle der Medien für die Bekanntheit der Partnerschaft zwischen den Regionen. Als letztes führte uns Prof. Dr. Joachim Beck, Rektor der Hochschule Kehl, die Potentiale von Hochschulkooperationen zwischen Baden-Württemberg und Burundi vor Augen.

Gemeinsam werfen sie einen faszinierenden Blick auf die vielfältigen Facetten dieser Reise und lassen uns an ihren Erlebnissen teilhaben.

Ihre Ansprechpartnerin

MUNA HASSABALLAH

Partnerschaftsarbeit der AMAHORO! Landespartnerschaft zwischen BW & Burundi

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Eröffnung der AMAHORO Burundi! Ausstellung in Schwäbisch Hall

Muna Hassaballah (SEZ), Catherine Kern MdL (Grüne), Daniel Bullinger (Oberbürgermeister Schwäbisch Hall), Jutta Niemann MdL (Grüne), Hala Elamin (Freundeskreis Afrika e.V.), Dr. Armin Panter (Hällisch-Fränkisches Museum) im Gespräch miteinander./Muna Hassaballah (SEZ), Catherine Kern MdL (Grüne), Daniel Bullinger (maire de Schwäbisch Hall), Jutta Niemann MdL (Grüne), Hala Elamin (Freundeskreis Afrika e.V.), Dr. Armin Panter (Hällisch-Fränkisches Museum) en discussion entre eux. (Photo: SEZ).

Am 22. September öffnete die Ausstellung "Amahoro Burundi" im Hällisch-Fränkischen Museum in Schwäbisch Hall ihre Türen und lud zahlreiche Gäst*innen zu einer besonderen Reise in die Kultur und Lebensweise Burundis ein.

Ein beeindruckender Auftakt der Eröffnungsveranstaltung wurde durch den charismatischen Musiker Moy gesetzt. Mit seinen fesselnden Trommelklängen und einer interaktiven Show zog er die Besucher*innen unmittelbar in seinen Bann.

“Ntukagaye ico utagaraguye.” / “Das Innere nicht nach dem Äußeren beurteilen.”

Mit diesem burundischen Sprichwort verdeutlichte Muna Hassaballah, SEZ, die Vielschichtigkeit einer Gesellschaft und Kultur. Es erinnert daran, dass die Ausstellung Momentaufnahmen bietet und appelliert an den Dialog und Austausch miteinander, um kein einseitiges oder stereotypisches Bild zu zeichnen. Vielmehr soll diese Ausstellung die Besucher*innen dazu ermutigen, hinter die Fassaden zu blicken und die Vielseitigkeit Burundis kennenzulernen.

Oberbürgermeister Bullinger äußerte seine Begeisterung über die Ausstellung:

“Die Sonderausstellung der Stiftung Entwicklungs-Zusammenarbeit Baden-Württemberg bringt uns Burundi näher, informiert und regt zu einem Nachdenken und hoffentlich auch Umdenken an.”

Dieser Appell ermutigt dazu, über den eigenen Tellerrand hinauszuschauen und die Vielfalt sowie die Besonderheiten anderer Kulturen zu würdigen.

Die Ausstellung “Amahoro Burundi” bringt einem breiten Publikum verschiedene Aspekte der burundischen Kultur und Lebensweise näher und informiert zur bestehenden Länderpartnerschaft zwischen Baden-Württemberg und Burundi.

Noch bis zum 22. Oktober können Sie die Ausstellung im Hällisch-Fränkischen Museum in Schwäbisch Hall besuchen. In den kommenden Wochen wird die Ausstellung von einem abwechslungsreichen Rahmenprogramm begleitet, darunter ein Vortrag von Dr. Déogratias Maruhukiro zum Thema “Burundi und seine Konfliktgeschichte. Zum Verständnis ethnischer Auseinandersetzungen als Folge des Kolonialismus” am 11. Oktober 2023.

Ihre Ansprechpartnerin

NADINE ELGHONIMY

Projektkoordination Dohuk und AMAHORO! Landespartnerschaft

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Aufleben der Partnerschaft

Über 100 Teilnehmende trugen zum Akteur*innen Treffen am 30.06.2023 bei (Photo:SEZ/Africreative).

KARIBU! KAZE! Herzlich willkommen im Herzen Afrikas, Burundi! Staatssekretär Rudi Hoogvliet reiste mit einer politischen Delegation aus Baden-Württemberg ins Partnerland Burundi, um die knapp 40-jährige Partnerschaft weiter zu stärken.

Ein herzlicher Empfang erwartete die Delegation aus Baden-Württemberg in Burundi, als sie erstmals nach neun Jahren in Bujumbura landete. Neben Abgeordneten des Landtags waren Vertreter*innen aus den Bereichen Wissenschaft, Zivilgesellschaft, Städte und Gemeinden, Schulen und Universitäten Teil der Delegation. Zwei Journalist*innen und eine Dolmetscherin begleiteten sie auf dieser bedeutenden Reise. Von burundischer Seite erfolgte die Begleitung der Delegation durch das Ministerium für auswärtige Angelegenheiten und Entwicklungszusammenarbeit, insbesondere durch Minister Albert SHINGIRO und Staatssekretär Ferdinand BASHIKAKO.

Die Delegationswoche bot ein facettenreiches Programm, um den Reisenden vielfältige Einblicke in das Land und die Partnerschaft zu ermöglichen.
Ein Teil der Delegation begann die Reise mit einem interkulturellen Workshop, der ein Theaterstück mit instrumentaler Musik und Gesang mit einer Reflexionsrunde verband. Der Workshop nahm die Teilnehmenden auf eine faszinierende Reise durch die reiche Geschichte und Kultur des Landes mit.

Neben politischen Terminen in Ministerien und dem Rathaus Bujumbura standen auch andere Besuche auf dem Programm. Dazu gehörte die Übergabe von Sprachzertifikaten im Deutschzentrum. Der Besuch an der Doktorandenschule der Universität Burundi ermöglichte zudem einen fruchtbaren Austausch. Darüber hinaus wurden ausgewählte Projektpartner*innen der Partnerschaft besucht, darunter das Agroforst-Projekt mit dem Partnerschaftskaffee „Café du Burundi“ in Gitega und die Fondation Stamm.
Ein besonderer Höhepunkt der Reise war die feierliche Eröffnungszeremonie des Verbindungsbüros, das die Partnerschaft zwischen den beiden Regionen weiter vertiefen soll. Beim Akteur*innen-Treffen der SEZ wurden neue Schwerpunkte der Zusammenarbeit definiert und wichtige Impulse für die Zukunft gesetzt, an dem über 100 Engagierte teilnahmen.

Die Delegation wurde zudem zu den Feierlichkeiten des Unabhängigkeitstages am 1. Juli eingeladen, bei der der Präsident der Republik, Évariste NDAYISHIMIYE, Deutschland und der Delegation einen besonderen Platz in seiner Rede einräumte.

Lassen Sie die Impressionen der Reise auf sich wirken, lesen Sie mehr über diese Reise und die Chancen für eine noch engere Zusammenarbeit!

Ihre Ansprechpartnerin

MUNA HASSABALLAH

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Eröffnung des SEZ-Büros in Bujumubura

Aline Dusabe, Muna Hassaballah, Raïssa Mpundu und Philipp Keil (alle SEZ) freuen sich über die Eröffnung des Büros in Bujumbura / Aline Dusabe, Muna Hassaballah, Raïssa Mpundu et Philipp Keil (tous membres de la SEZ) se réjouissent de l’ouverture du bureau de Bujumbura. (Photo: SEZ/Africreative).

En français ci-dessous.

Am 30.06.2023 wurde ein Stück Geschichte in der Partnerschaft zwischen Baden-Württemberg und Burundi geschrieben. Das Verbindungsbüro, das als Anlaufstelle und Ort der Vernetzung dient, wurde feierlich in Bujumbura eröffnet.

Die Einweihung des Verbindungsbüros markiert einen neuen Abschnitt in der Zusammenarbeit zwischen Baden-Württemberg und Burundi. Es soll als Raum dienen, um den Austausch und die Kooperation zwischen den beiden Regionen zu stärken. Als Zeichen der Partnerschaft eröffneten der Ständige Sekretär im Ministerium für auswärtige Angelegenheiten und Entwicklungszusammenarbeit, Ferdinand Bashikako, und Staatssekretär Rudi Hoogvliet gemeinsam das Büro.

Im Anschluss an die Einweihung wurden die Teilnehmer*innen zu einem Empfang eingeladen, bei dem sie in gemütlicher Atmosphäre Häppchen genießen konnten. Dies bot eine Gelegenheit, die Eröffnung des Verbindungsbüros zu feiern und weitere Gespräche über zukünftige Projekte und Kooperationen zu führen.

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Ouverture du bureau de la SEZ à Bujumubura

Le 30 juin 2023, une page d'histoire a été tournée dans le partenariat entre le Bade-Wurtemberg et le Burundi. Le bureau de liaison, qui sert de point de contact et de lieu de mise en réseau, a été solennellement inauguré à Bujumbura.

L’inauguration du bureau de liaison marque une nouvelle étape dans la coopération entre le Bade-Wurtemberg et le Burundi. Il servira d’espace pour renforcer les échanges et la coopération entre les deux régions. Pour symboliser le partenariat, le Secrétaire Permanent au Ministère des affaires étrangères et de la Coopération au Dévelopement, Ferdinand Bashikako, et le Secrétaire d’Etat Rudi Hoogvliet ont inauguré ensemble le bureau.

Après l’inauguration, les participants ont été invités à une réception au cours de laquelle ils ont pu déguster des amuse-bouches dans une ambiance conviviale. Ce fut l’occasion de célébrer l’ouverture du bureau de liaison et de poursuivre les discussions sur les projets et coopérations futurs.

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MUNA HASSABALLAH

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Im Gespräch mit Gundula Büker

Gundula Büker hat als zivilgesellschaftliche Vertretung die Delegationsreise nach Burundi begleitet./ Gundula Büker a accompagné le voyage de la délégation au Burundi en tant que représentante de la société civile. (Photo: Pascal HABONIMANA/ Fondation Stamm)

En français ci-dessous.

Im Gespräch mit Gundula Büker haben wir über die erste Delegationsreise nach Burundi seit 2014 gesprochen. Als Vertretung der Zivilgesellschaft für die Themenbereiche Bildung und Jugend begleitete sie die Delegation von Staatssekretär Rudi Hoogvliet.

SEZ: In welcher Rolle waren Sie bei der Delegationsreise nach Burundi im Juni 2023 dabei?

Gundula Büker: Ich bin Vorstandsmitglied des Dachverbands Entwicklungspolitik Baden-Württemberg (DEAB e.V.), vertrete die Mitgliedsorganisationen des DEAB im Rat für Entwicklungszusammenarbeit (REZ) und arbeite als Eine-Welt Fachpromotorin für Globales Lernen beim EPiZ Reutlingen. Ich war also bei der Delegationsreise als zivilgesellschaftliche Vertreterin für die Schwerpunkte Bildung und Jugend dabei.

SEZ: Welche Impulse nehmen Sie aus Burundi mit nach Hause?

Gundula Büker: Burundi ist ein beeindruckendes, wunderschönes Land mit ungelaublich vielen engagierten Initiativen und Menschen. Dem Land ist seine schwere Vergangenheit anzumerken, die teilweise bis heute vielfältig in das Leben der Menschen hineinwirkt. Mich hat beeindruckt, mit welcher Resilienz, Motivation und Energie die Menschen Visionen und Ideen entwickeln und daran arbeiten, dass die überwiegend jungen Burundier*innen eine gute, friedliche Zukunft haben. Dieses Engagement nehme ich als Vorbild mit nach Hause.

Ich habe aber auch wahrgenommen, dass an vielen Stellen das deutsche Bild vom Partnerland Burundi eher auf Fehlstellen und Probleme den Fokus legt und dem Bild widerspricht, wie Burundier*innen ihr Land sehen und das sie zeichnen wollen. Dass unsere Sichtweise immer noch so dominant ist, zeigt wie die Partnerschaft von kolonialen Kontinuitäten geprägt ist. Das müssen wir uns als Teilnehmende der Reise zu uns nach Baden-Württemberg mitnehmen und uns bewusst machen, damit die Partnerschaft echten Dialog und gelingende Kooperation ermöglicht.

Dass es nun auf der Delegationsreise ein Verbindungsbüro der SEZ in Bujumbura eröffnet wurde, ist eine riesen Chance gute Wege zu finden, das Engagement vor Ort solidarisch zu unterstützen und gute Beziehungen und einen partnerschaftlichen Dialog mit Akteur*innen in Burundi zu führen. Gerade in den Bereichen Bildung und Jugend denke ich, dass hier erfolgreiche Kooperationen nur gelingen können, wenn die SEZ-Kolleg*innen ihre gute Arbeit weiterverfolgen und mit dem neuen Büro auch ausweiten und stärken können. Denn Jugend und Bildung sind extrem wichtige Bereiche in denen die Partnerschaft gestaltet und entwickelt wird.

Was ich unbedingt mitnehme von der Reise ist Motivation, mich auch weiter für eine Bildungsarbeit für alle Menschen hier in Baden-Württemberg einzusetzen. Damit wir ein differenziertes Bild von unserem Partnerland zeichnen und die Herausforderungen und Möglichkeiten sehen können und die Partnerschaft zum Anlass nehmen, Unterschiede und Gemeinsamkeiten herauszufinden, uns wirklich gegenseitig kennenzulernen und zu überlegen, wie wir als Partner*innen Globale Verantwortung und unsere Rollen dabei definieren.

SEZ: Welcher Moment der Delegationsreise hat Ihnen am besten gefallen?

Gundula Büker: Ich habe so viele Erlebnisse und Impressionen auf dieser kurzen Reise gesammelt, die so beeindruckend und wertvoll waren! Besonders berührt hat mich der interkulturelle Workshop mit jungen burundischen Künstler*innen zu Beginn. Sie haben eine von ihnen erarbeitete Aufführung über Burundi mit Text, Musik und Tanz vorgetragen, die wir im Anschluss gemeinsam reflektiert haben. So entstand ein offener Austausch in dem wir vor allem über die Geschichte und Gegenwart Burundis, die Rolle Deutschlands dabei und unseren Bezug dazu gesprochen haben. Und natürlich habe ich mich sehr über Begegnungen mit burundischen Initiativen und Engagierten gefreut. Zum Beispiel beim von der SEZ organisierten Akteurstreffen in Bujumbura. Dort konnte ich mich in der Workshopphase mit potenziellen Kooperationspartner*innen austauschen, die im Bildungsbereich und in der Arbeit für und mit Jugendlichen aktiv sind. Das waren Momente, in denen ich das Erlebnis echter Begegnung hatte und einen sehr bereichernden Dialog erlebt habe, der mir das Gefühl gab, das Land und seine Menschen ein wenig besser kennenzulernen und zu verstehen, an welchen Themen wir gemeinsam weiterarbeiten könnten und sollten.

SEZ: Was wünschen Sie sich für die Partnerschaft zwischen Burundi und Baden-Württemberg?

Gundula Büker: Ich wünsche mir, dass es uns gelingt, diese Partnerschaft zu einer echten Lernpartnerschaft werden zu lassen. Das bedeutet für mich, dass wir voneinander lernen indem wir einen Dialog zwischen Baden-Württemberger*innen und Burundier*innen ermöglichen und so eine reflektierte, machtkritische und diskriminierungssensible Partnerschaft erreichen. Der Begriff der vielbeschworenen „Augenhöhe“ greift für mich nicht. Vielmehr sollte es darum gehen, einen bewussten Umgang mit den unterschiedlichen Bedingungen beider Länder zu üben und zu pflegen und gemeinsam zu schauen, welche Verantwortung das für den jeweiligen anderen Partner impliziert. Damit diese Begegnungen stattfinden können, sind auf deutscher Seite neben dem Staatsministerium vor allem die SEZ mit ihren Mitarbeitenden in Burundi und in Baden-Württemberg, der Rat für Entwicklungszusammenarbeit (REZ), der die Landesregierung zur Burundi-Partnerschaft berät und die burundische Diaspora in Baden-Württemberg von zentraler Bedeutung.

Außerdem wünsche ich mir, dass das Wissen über die Partnerschaft und gemeinsame Themen stärker in die Bildungslandschaften und die Jugendarbeit beider Regionen integriert werden. In Baden-Württemberg sollte die Partnerschaft im Bildungsplan und in Curricula aufgenommen und Schulpartnerschaften und Jugendbegegnungen sowie gemeinsamen Bildungs- und Austauschaktivitäten gefördert werden – Am besten natürlich für Zielgruppen über die Bereiche Schule und Jugend hinaus!

Ich bin voller Hoffnung, dass mit guten Ideen, sensiblem Handeln und offenen Ohren und Herzen diese Partnerschaft auch weiterhin einen guten Boden hat, auf dem viel Gutes wachsen kann!

En discussion avec Gundula Büker

Dans un entretien avec Gundula Büker, nous avons parlé du premier voyage d'une délégation au Burundi depuis 2014. En tant que représentante de la société civile pour les thèmes de l'éducation et de la jeunesse, elle a accompagné la délégation du secrétaire d'État Rudi Hoogvliet.

SEZ: Dans quel rôle étiez-vous présente lors du voyage de la délégation au Burundi en juin 2023 ?

Gundula Büker: Je suis membre du conseil d’administration de l’association Dachverband Entwicklungspolitik Baden-Württemberg, DEAB e.V., je représente les organisations membres de DEAB au sein du Conseil pour la coopération au développement (Rat für Entwicklungszusammenarbeit – REZ) et je travaille en tant que promotrice spécialisée pour l’apprentissage global à l’EPiZ de Reutlingen. Lors de ce voyage, j’ai ainsi participé en tant que représentante de la société civile au voyage de la délégation pour les domaines de l’éducation et de la jeunesse.

SEZ: Quelles sont les impulsions que vous ramenez du Burundi ?

Gundula Büker: Le Burundi est un pays impressionnant, magnifique, avec beaucoup de gens engagés. Le pays porte les traces de son lourd passé, qui se répercute de diverses manières sur la situation actuelle. J’ai été impressionnée par la résilience, la motivation et l’énergie avec lesquelles les gens développent des visions et des idées et travaillent pour que les Burundais, jeunes pour la plupart, se construisent un avenir bon et pacifique.

J’ai également constaté que les continuités coloniales sont présentes en de nombreux endroits. Il s’agit d’en prendre conscience et de les traiter, chez nous aussi, dans le Bade-Wurtemberg, afin que le partenariat permette un véritable dialogue et une coopération réussie.

Afin de trouver de bons moyens de soutenir solidairement l’engagement sur place et de renforcer les bonnes relations et le dialogue partenarial avec les acteurs au Burundi, le nouveau bureau de liaison de la SEZ à Bujumbura, ouvert pendant le voyage de la délégation, est d’une importance centrale. En ce qui concerne les domaines de l’éducation et de la jeunesse, je pense que des coopérations fructueuses ne peuvent réussir que si les collègues de la SEZ poursuivent leur bon travail et, encouragés par le nouveau bureau, peuvent l’étendre et le renforcer afin de bien organiser et accompagner le partenariat.

Ce que je retiens également de ce voyage, c’est le renforcement de mon engagement en faveur d’un travail de formation pour tous les habitants du Bade-Wurtemberg, qui permette de donner une image différenciée de notre pays partenaire et de saisir l’occasion d’explorer les défis et les possibilités, les différences et les points communs des deux pays partenaires, d’apprendre à se connaître mutuellement et de poser des questions sur la responsabilité globale et notre rôle dans ce contexte.

SEZ: Quel est le moment du voyage de la délégation que vous avez le plus apprécié ?

Gundula Büker: J’ai vécu tellement d’expériences et d’impressions lors des nombreuses activités de ce court voyage, qui étaient toutes très impressionnantes et précieuses en soi. J’ai été particulièrement touchée par un atelier interculturel avec de jeunes artistes burundais au début du voyage, au cours duquel ils ont présenté un spectacle qu’ils avaient élaboré avec du texte, de la musique et de la danse et ont ensuite réfléchi avec nous. Il en a résulté un espace ouvert, dans lequel il a surtout été question de l’histoire et du présent du Burundi, du rôle de l’Allemagne dans ce contexte et de notre rapport à celui-ci. En plus, j’ai été très heureuse de rencontrer des acteurs burundais, notamment lors de la réunion des acteurs organisée par la SEZ à Bujumbura. Lors d’une phase d’atelier, j’ai pu échanger avec des personnes qui s’engagent dans le domaine de l’éducation et dans le travail pour et avec les jeunes. Ce sont des moments où j’ai eu le sentiment d’une vraie rencontre et d’un dialogue très enrichissant, qui m’a donné le sentiment de connaître un peu mieux le pays et ses habitants et de comprendre les thèmes sur lesquels nous pourrions et devrions continuer à travailler ensemble.

SEZ : Que souhaitez-vous pour le partenariat entre le Burundi et le Bade-Wurtemberg ?

Gundula Büker: Je souhaite que nous réussissions à faire de ce partenariat un véritable partenariat d’apprentissage. Pour moi, cela signifie rendre possible un dialogue entre les acteurs qui favorise une conception réfléchie, critique du pouvoir et sensible aux discriminations du partenariat. La notion d’égalité « à la hauteur des yeux », si souvent évoquée, n’est pas pertinente à mes yeux. Il devrait plutôt s’agir de pratiquer et d’entretenir une relation consciente avec les conditions différentes des deux pays et de voir ensemble ce que cela signifie pour les responsabilités respectives des participants. Du côté allemand, outre le ministère d’État, ce sont surtout la SEZ et ses collaborateurs dans les deux régions, le Conseil pour la coopération au développementt (REZ) et la diaspora burundaise au Bade-Wurtemberg qui jouent un rôle central dans l’organisation de ces processus.

En plus, je souhaite que le partenariat et les thèmes qui y sont liés fassent davantage partie des paysages éducatifs et des activités de jeunesse des deux régions. Dans le Bade-Wurtemberg, cela peut se faire par exemple par l’ancrage dans le plan de formation et dans les programmes, la promotion des partenariats scolaires et des rencontres de jeunes ainsi que des activités communes de formation et d’échange – même pour des groupes cibles dépassant les domaines de l’école et de la jeunesse!

Je suis pleine d’espoir qu’avec de bonnes idées, une action sensible et des oreilles et des cœurs ouverts, ce partenariat continuera à trouver un bon terrain sur lequel beaucoup de bonnes choses pourront pousser!

Ihre Ansprechpartnerin

ANNA LEICHT

ÖA & Eventmanagement in AMAHORO! Landespartnerschaft zwischen BW & Burundi

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BW-BURUNDI PARTNERSCHAFT SEZ

BENEFIZKONZERT DER SEZ – WIR SAMMELN NOCH SPENDEN!

Tamara Bueno de la Torre brillierte als Solistin (Foto: SEZ).

In den Weißen Saal des neuen Schlosses kamen am 11. Mai knapp zweihundert Freund*innen, Spender*innen und Partner*innen zum Benefizkonzert der SEZ.

Unter der virtuosen Leitung von Dirigent Radoslaw Szulc bescherte uns die Camerata Europeana im schönsten und besondersten Saal in Stuttgart einen unvergleichlichen Abend, der unter dem Zeichen der BW-Burundi-Partnerschaft stand.

Mit Adagio for Strings von Samuel Barber begann das Benefizkonzert, mit dem Spenden für das Projekt “Stärkung der wirtschaftlichen Fähigkeiten von Hausfrauen und jungen Müttern in Gitega, Ngozi, Rutana und Cibitoke“ der BW-Burundi-Partnerschaft geworben und diese gleichzeitig auch gefeiert wurde.

Als Solistin war die Sopranistin Tamara Bueno de la Torre zu hören. Darauf folgte Antonín Dvořáks Notturno in E-Dur und „Song my mother taught me“. Nach der Pause stand Antonín Dvořáks Notturno in E-Dur auf dem Programm. Seit vielen Jahren lädt die SEZ zu ihrem traditionellen Benefizkonzert im Herbst ein. In den vergangenen drei Jahren konnte das Konzert wegen der Corona-Pandemie leider nicht stattfinden, sodass wir uns ganz besonders gefreut haben, das Benefizkonzert der SEZ endlich wieder aufleben zu lassen. Für diese lange herbei gesehnte Zusammenkunft bei exzellenter Musik an einem einzigartigen Ort haben wir nun den schönen Frühling gewählt – eine Zeit des Aufwachens, der Hoffnung und der Freude darüber, dass wir uns wieder treffen und zusammen feiern konnten. Mit dem Spendenerlös des diesjährigen Konzertabends wird das Projekt “Stärkung der wirtschaftlichen Fähigkeiten von Hausfrauen und jungen Müttern in Gitega, Ngozi, Rutana und Cibitoke“ im baden-württembergischen Partnerland Burundi unterstützt. Getragen wird das Projekt vom Verein Association des Femmes Musulmanes du Burundi (AFEMUBU). Die Schirmherrschaft für das diesjährige SEZ-Benefizkonzert hatte Herrn Minister Peter Hauk übernommen. Wir sammeln immer noch Spenden für das Benefizprojekt! Der Spendenerlös kommt direkt und ohne Abzug von Verwaltungskosten dem Projekt zugute. Die Projektbeschreibung können Sie hier herunterladen.

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Das Spendenziel ist noch nicht erreicht - wir sammeln aktuell noch Spenden!

Spendenkonto: BW Bank IBAN: DE26 6005 0101 0001 3612 74

BIC: SOLADEST600

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