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BW-BURUNDI PARTNERSCHAFT SEZ

Burundische Delegation zu Besuch in Baden-Württemberg

(v.l.n.r.) Ange Nihimbaze, Protokoll des Außenministers, Botschafterin Annonciata Sendazirasa, burundische Botschafterin in Deutschland, Botschafter Albert Shingiro, Minister für auswärtige Angelegenheiten und Entwicklungszusammenarbeit in der Republik Burundi, Botschafter Dieudonné Ndabarushimana, Senior Advisor und Botschafter Egide Ndikuriyo, Direktor European Affairs, vor dem Bodensee (©: SEZ).

Im April wurde Stuttgart Schauplatz einer besonderen Begegnung:

Der Besuch des burundischen Ministers für Auswärtige Angelegenheiten und Entwicklungszusammenarbeit, Botschafter Albert Shingiro, samt einer hochrangigen Delegation aus Burundi, markierte den feierlichen Auftakt des Jubiläums der AMAHORO! Landespartnerschaft zwischen Baden-Württemberg und Burundi. Gemeinsam mit der neuen burundischen Botschafterin in Deutschland, Annonciata Sendazirasa, besuchte die Delegation vom 3. bis zum 7. April verschiedene Stationen in Baden-Württemberg. Begleitet wurden die burundischen Gäst*innen durch die SEZ, sowie durch das Staatsministerium. Auf dem Programm standen neben vielen politischen Gesprächen, der Austausch mit Unternehmen, sowie Gespräche mit zivilgesellschaftlichen und kommunalen Vertretenden. Eine Stadtrundfahrt mit privater Führung durch die Afrika Ausstellung im Linden-Museum rundete den Besuch ab. Dabei zeigte Fiona Siegenthaler, Kuratorin der Afrika-Abteilung im Linden-Museum Stuttgart, burundische Artefakte, deren genaue Herkunft und ihr Weg ins Museum bisher ungeklärt sind. Besonders interessiert und offen für eine weitere Zusammenarbeit zeigte sich die burundische Delegation beim Besuch von Off-Grid Europe in Pfullendorf. Der Anbieter für Solarlösungen hat sich spezialisiert auf den afrikanischen Markt und erhoffte sich durch den hohen Besuch aus Burundi einen Eintritt ins Partnerland. Einen Abschluss mit Seeblick ermöglichte der kurze Besuch am Bodensee, dem „Tanganjika Baden-Württembergs“.

Politische Gespräche auf der Messe Fair Handeln

Im Rahmen der Messe Fair Handeln hatte die Delegation fruchtbare Arbeitsgespräche mit dem Bundesminister für Ernährung und Landwirtschaft Cem Özdemir, dem baden-württembergischen Minister für Ernährung, Ländlichen Raum und Verbraucherschutz, Peter Hauk, Staatssekretär Rudi Hoogvliet sowie den entwicklungspolitischen Sprechenden Catherine Kern (Grüne) , Georg Heitlinger (FDP), Tim Bückner (CDU) in Vertretung für Dr. Albrecht Schütte (CDU) und Sebastian Cuny (SPD) zur Vertiefung der Partnerschaft.

Bei der Eröffnung der Slow Food und Fair Handeln Messe übergab der Minister für Ernährung, Ländlichen Raum und Verbraucherschutz Peter Hauk als baden-württembergischer Regierungsvertreter den Geburtstagskuchen an Botschafter Albert Shingiro: vegan und lokal produziert steht die Torte von Kuchenliebe symbolisch für die Essenz der Partnerschaft. Eine Kombination aus heimischen Dinkel mit einer Creme aus Passionsfrucht und Kaffee ist Sinnbild für das, was die Partnerschaft ausmacht: der Austausch zwischen Baden-Württemberg und Burundi. Die Delegation besuchte freudig verschiedene Stände und tauschte sich mit verschiedenen Akteur*innen aus. Ein besonderer Moment auf der Messe war die Entwicklungspolitische Landeskonferenz, die anlässlich des Jubiläums der AMAHORO! Landespartnerschaft einen regionalen Schwerpunkt auf das Partnerland Burundi legte. „Menschen und Ressourcen sind auf der Welt nicht gleich verteilt“ betonte Botschafter Albert Shingiro auf der Entwicklungspolitischen Landeskonferenz. In seiner Rede stellte er die Notwendigkeit diplomatischer Wege heraus, um sich „auf eine faire und gerechte Aufteilung der Vorteile aus der Nutzung von Ressourcen zu einigen“.

Am 7. April reiste die burundische Delegation rund um Botschafter Shingiro nach Berlin weiter für die Vertiefung der Zusammenarbeit auch auf Bundesebene. „Wir sind sehr herzlich empfangen worden und haben uns gefühlt wie zuhause“, beschreibt Minister Shingiro seinen ersten Besuch im Ländle. Es war eine Woche voller Begegnungen, Austausch und Potenzial für zukünftige Kooperationen, die sowohl die burundische Delegation als auch ihre Gastgeber*innen in Baden-Württemberg mit Zuversicht erfüllte. Wir freuen uns auf das Wiedersehen – Tuzosubira!

Man sieht drei Personen, die beinander stehen und sich unterhalten.
Botschafterin Annonciata Sendazirasa, burundische Botschafterin in Deutschland, und Botschafter Albert Shingiro, Minister für Auswärtige Angelegenheiten und Entwicklungszusammenarbeit, im Gespräch mit Nadine Elghonimy, SEZ, zur AMAHORO! Landespartnerschaft (©: SEZ / Fotonoid).
Man sieht eine Gruppe von Menschen, die gerade ankommt und begrüßt wird.
Off-Grid Europe begrüßte die burundische Delegation herzlich (©: Tom Lunk / Off-Grid Europe).
Man sieht Menschen, die um einen Konferenztisch sitzen und sich beraten.
Politische Gespräche zwischen Botschafter Albert Shingiro, Minister für Auswärtige Angelegenheiten und Entwicklungszusammenarbeit, und Rudi Hoogvliet, Staatssekretär für Medienpolitik und Bevollmächtigter des Landes Baden-Württemberg beim Bund (©: Staatsministerium / Franziska Kraufmann)
Man sieht eine Frau, die vor einem Korb im Museum steht.
Botschafterin Annonciata Sendazirasa vor einem burundischen Artefakt im Linden-Museum (©: SEZ)
Man sieht eine Gruppe von Menschen, die für ein Bild posiert. Im Vordergrund ist eine Trommlergruppe in traditioneller Kleidung.
Die burundische Delegation freute sich über den Auftritt der Tambourinaires der burundischen Diaspora in Deutschland auf der entwicklungspolitischen Landeskonferenz (©: Staatsministerium / Franziska Kraufmann).

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MUNA HASSABALLAH

Partnerschaftsarbeit der AMAHORO! Landespartnerschaft zwischen BW & Burundi

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BW-BURUNDI PARTNERSCHAFT SEZ

Im Gespräch mit Ange Muyubira

Ange Myubira in drei Aspekten: Burundi-Liebhaberin, geborene Unternehmerin und weltbegeistert (© SEZ/Ange Muyubira).

Die burundische Unternehmerin Ange Muyubira gründete bereits zu Schulzeiten ihr erstes Unternehmen. Damit war ihr Unternehmergeist geweckt. Heute ist sie CEO von Kaz’O’zah in Burundi. Im Gespräch erzählt sie uns mehr zu ihrer Arbeit und ihrer Motivation.

Kannst du dich und deine Arbeit vorstellen?

Mein Name ist Ange Muyubira und ich würde sagen, dass ich eine geborene Unternehmerin bin und gerne finanziell unabhängig bin. Ich mag es, die Welt zu erkunden und meine Talente in den Dienst meiner Gemeinschaft zu stellen. Ich möchte, dass die Menschen um mich herum dasselbe tun können.

Deshalb geht es mir bei allem, was ich auf die eine oder andere Weise tue, vor allem darum, dass die Menschen ein gutes Einkommen erzielen, einen guten Lebensunterhalt haben und dass ihr Land davon profitiert. Drei Aspekte fassen mich gut zusammen: Burundi-Liebhaberin, geborener Unternehmerin, weltbegeistert.

Mein erstes Unternehmen gründete ich in der Schule. Es handelte sich dabei um einen Lieferdienst für NGOs und Unternehmen. Denn aufgrund des Krieges war es den Angestellten nicht möglich für das Mittagessen nach Hause zu fahren.

Als ich ins Vereinigte Königreich zum Studieren ging, halfen mir die Erfahrungen aus meinem ersten Unternehmen: Es war mir möglich, gleichzeitig zu studieren, zu arbeiten und das nächste kleine Unternehmen zu gründen. All diese Erfahrungen führten letztendlich dazu, dass ich jetzt ein soziales Unternehmen, eine gemeinnützige Organisation und eine Mikrofinanz-Organisation führe.

 

Was bedeutet Kaz’O‘zah?

Kaz’O’zah ist Kirundi und bedeutet „strahlende Zukunft“. Kaz’O’zah ist in drei Zweige unterteilt:

  1. Kaz’O’zah Arts für den kommerziellen Bereich
  2. Kaz’O’zah Keza ist eine Non-Profit-Organisation
  3. Kaz’O’zah Fund für Mikrofinanzierungen

Die Geschichte von Kaz’O’zah begann in der Zusammenarbeit mit Künstler*innen. Deshalb heißt der erste Zweig auch Kaz’O’zah Arts. Als Antwort auf die Bedarfe der Künstler*innen folgte die Non-Profit Organisation Kaz’O’zah Keza. Es unterstützt die Künstler*innen und Gemeinschaften dabei, ihre Business Development Fähigkeiten zu verbessern und bringt ihnen bei, wie sie ihre Einnahmen zur Verbesserung ihres Lebens nutzen können. Es geht also um Lebensunterhalt und finanzielle Eingliederung. Anschließend profitieren die Alumni von den Finanzdienstleistungen der Kaz’O’zah Fonds. All diese Zweige entstanden aus dem Bedarf des Marktes und den Bedürfnissen der Kund*innen.

 

Was war bei all diesen Erfahrungen bisher dein Highlight und was die größte Herausforderung?

Als ich aus England als Dolmetscherin zurückkam, hatte ich die Möglichkeit, einen sehr gut bezahlten Job in einer internationalen Organisation zu bekommen. Das wollte ich dann aber nicht. Ich sagte mir stattdessen, ich möchte mit den ländlichen Gemeinden zusammenarbeiten und zum Erfolg des Landes beitragen. Und ich sagte mir: Burundi hat ein Beschäftigungsproblem. Ich will nicht kommen und denjenigen die Arbeit wegnehmen, die keine haben. Sondern ich möchte Arbeitsplätze schaffen. Niemand hat daran geglaubt. Alle dachten, ich sei ein bisschen verrückt.

Und ich bin stolz darauf zu sehen, wie ich das geschafft habe. Ich habe 12 Jahre lang nicht aufgegeben, und Kaz’O’zah hat inzwischen über 20 000 Burundier*innen und über 300 Ugander*innen erreicht. Und ich bin so stolz darauf, dass sich das Einkommen der Menschen von 2 Dollar pro Tag auf 40 Dollar pro Tag erhöht hat.

Das ist es, was mich besonders stolz macht: zu sehen, dass es möglich ist. Entwicklung ist möglich. Und wenn man den Menschen etwas beibringt und ihnen eine Chance gibt, können sie sich entwickeln. Wenn ländliche Gemeinden eine Chance erhalten, können sie sich entwickeln.

Die größte Herausforderung, vor der ich bisher stand… Wenn ich ins Ausland reise, um Kooperationspartner*innen zu finden, stelle ich immer wieder fest, dass viele mit Ostafrika zusammenarbeiten, aber nicht mit Burundi. Das ist sehr schmerzhaft, weil man sich fragt: Wenn alle lieben, was du tust, war es ein Fehler im falschen Teil der Erde geboren worden zu sein? Aus diesem Grund habe ich großen Respekt vor der SEZ, die seit über 40 Jahren mit Burundi zusammenarbeitet.

 

Was motiviert dich für deine Arbeit?

Die Worte, die ich mir selbst gesagt habe: Ich möchte zur Entwicklung Burundis beitragen. Ich setze alles, was ich habe, dafür ein. Ich bin sehr leidenschaftlich und sehr engagiert, um positive Veränderungen in diesem Land herbeizuführen und der Welt die großartigen Dinge in unserem Land zu zeigen.

 

Du erwähntest den Aspekt der Zusammenarbeit und wie schwierig es manchmal ist, im Ausland Kooperationspartner*innen zu finden. Wie kann die AMAHORO! Partnerschaft eine Rolle bei deiner Arbeit in Burundi spielen?

In Kirundi gibt es ein Sprichwort „Ubwenge Burarahurwa“. Übersetzt: Weisheit muss eingekauft werden. Es bedeutet, dass die Weisheit nicht von selbst kommt. Stattdessen muss man sie woanders suchen. In Bezug auf die Zusammenarbeit bedeutet es, dass wir von den Deutschen etwas lernen wollen und wir wollen, dass die Deutschen auch etwas von uns lernen.

Es gibt auch ein anderes Sprichwort: „Iminwe iroyha inyuranye.“ Es bedeutet, dass Hände gut schmecken, wenn sie ausgetauscht werden. Also im übertragenen Sinne etwa: Ich füttere dich, du fütterst mich und dann schmeckt es gut. Wenn wir unser Wissen und das, was wir einbringen können, austauschen, wird ein gutes Ergebnis herauskommen.

Ich danke dir vielmals für dieses Interview. Tuzosubira.

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MUNA HASSABALLAH

Partnerschaftsarbeit der AMAHORO! Landespartnerschaft zwischen BW & Burundi

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BW-BURUNDI PARTNERSCHAFT SEZ

Feierliches Jubiläumsfest in Bujumbura

Godelieve Manirakiza, Association des Femmes Repatriées du Burundi, Salomée Ndayishimiye, Radio Indundi Culture, und Grace Fleur Francine Uwitonze, Association des Scouts du Burundi, diskutieren über die Förderung von Landfrauen. Diane Ndonse, Association des Femmes Journalistes du Burundi, moderierte (© SEZ).

Am 21. März 2024 wurde das Jubiläum der AMAHORO! Landespartnerschaft zwischen Baden-Württemberg und Burundi im burundischen Bujumbura gefeiert.

Bereits seit über vierzig Jahren verbinden Baden-Württemberg und Burundi freundschaftliche Beziehungen und vor genau zehn Jahren wurde die Partnerschaftsvereinbarung der beiden Regionen unterzeichnet.

Anlässlich des Monats März, der den Frauenrechten gewidmet ist, stand die Veranstaltung unter dem Thema „Förderung von Landfrauen für eine nachhaltige Entwicklung“ und hat mit ihren inspirierenden Redner*innen für Impulse bis Baden-Württemberg gesorgt. Die burundische Social Entrepreneurin, Ange Muyubira, gab Anregungen zu nachhaltigen Unterstützungsmöglichkeiten von Landfrauen in Burundi. Ihre Organisation, Kaz’O’zah (Kirundi für “glänzende Zukunft”) bringt Frauen Finanzbildung und Unternehmertum näher.

Die inspirierende Rednerin betonte hierbei die Wichtigkeit von Investitionen und der gleichzeitigen Vermittlung von Finanzwissen und unternehmerischen Fähigkeiten. Laut Ange Muyubira können dadurch Landfrauen in Burundi das eigene Geld investieren und schlussendlich ein unabhängiges Leben führen.

Nach den Impulsen von Ange Muyubira folgte eine spannende Paneldiskussion mit Godelieve Manirakiza, Association des Femmes Repatriées du Burundi, Salomée Ndayishimiye, Radio Indundi Culture, Grace Fleur Francine Uwitonze, Association des Scouts du Burundi und Ange Muyubira. Moderiert von Diane Ndonse, Association des Femmes Journalistes du Burundi. Die Diskussion zum Thema „Förderung von Landfrauen für eine nachhaltige Entwicklung“ führte zu einer regen Diskussion unter den Teilnehmenden.

Die Amahoro! Landespartnerschaft und die feministische Außenpolitik

In seiner Begrüßung hat Philipp Keil, der Geschäftsführende Vorstand der Stiftung Entwicklungs-Zusammenarbeit Baden-Württemberg (SEZ), bei der die Koordination der AMAHORO! Landespartnerschaft verankert ist, die Wichtigkeit der langjährigen Partnerschaft betont.

Der Botschafter der Bundesrepublik Deutschland in Burundi, Herr Carsten Hölscher, der im August 2023 sein Amt in Bujumbura angetreten ist, wies in seiner Ansprache auf die feministische Außenpolitik Deutschlands hin. Durch das Mainstreaming von Feminismus erhalten Themen wie Geschlechtergerechtigkeit und die Stärkung von Frauen Einzug in die deutsche Außen- und Entwicklungspolitik.

Das erste Jubiläumsfest der AMAHORO! Landespartnerschaft zwischen Baden-Württemberg und Burundi war ein feierlicher Auftakt für das Jubiläumsjahr.

Ihre Ansprechpartnerin

MUNA HASSABALLAH

Partnerschaftsarbeit der AMAHORO! Landespartnerschaft zwischen BW & Burundi

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MINDCHANGERS

Mindchangers beim DRUCK SACHE Podcast

Müzeyen Tasdelen, Projektkoordinatorin von Mindchangers bei der SEZ, und Navika Deol, Botschafterin von Mindchangers zu Gast beim Podcast DRUCK SACHE.

In der Folge #40 „Junge Stimmen für die Agenda 2030“ des Podcasts DRUCK SACHE tauschten sich Müzeyen Tasdelen, Projektkoordinatorin von Mindchangers bei der SEZ, und Navika Deol, Botschafterin von Mindchangers mit Gastgeber Staatssekretär Rudi Hoogvliet, über ihr Engagement für Mindchangers aus.

Der Fokus der Folge liegt auf den Barrieren und Herausforderung mit denen junge Menschen zu kämpfen haben, die sich in Initiativen, Partizipationen und Projekten für die Realisierung der Ziele der Agenda 20230 engagieren. Auch die sehr aktuelle Frage, inwiefern europäische Entscheidungsträger*innen die Inklusion von jungen Migrant*innen auf Dauer ermöglichen, wird in der Episode gemeinsam beleuchtet. Zudem gewähren Müzeyen Tasdelen und Navika Deol Einblicke in die Strukturen von Mindchangers, ihre Verantwortungsbereichen sowie in persönliche Erfahrungen in Bezug auf ihr ehrenamtliches Engagement.  

 „Mit der Agenda 2030 hat sich die Weltgemeinschaft 17 Ziele für eine sozial, wirtschaftlich und ökologisch nachhaltige Entwicklung gesetzt. Darunter fallen zum Beispiel die Ziele für hochwertige Bildung oder bezahlbare und saubere Energie, aber auch das Ziel, „Partnerschaften zur Erreichung dieser Ziele“ zu schaffen. Eine Form solcher Partnerschaften ist die Förderung der Mindchangers.“, sagt Rudi Hoogvliet in der 40. Folge von DRUCK SACHE.

Barrieren für junges Engagement einreißen

„Zentral ist dabei auch die Zusammenarbeit mit Partnerorganisationen überall auf der Welt und auch dieses Verständnis […], dass alles eben ein großes Zahnrad ist, das ineinandergreift und, dass man diese Probleme nicht einzeln betrachten soll“, betonte Müzeyen Tasdelen. Die Mindchangers-Projekte sind deshalb in Baden-Württemberg und den fünf Partnerregionen Piemont, Auvergne-Rhône-Alpes, La Rioja, Federation Wallonie-Bruxelles und Dolj County aktiv. Auf diese Weise unterstützt Mindchangers europaweit junge Menschen dabei, sich als Gemeinschaft noch wirksamer politisch zu engagieren. Daher ist eines der übergeordneten Ziele der Mindchangers-Kampagne Barrieren wie beispielsweise Ignoranz, Gleichgültigkeit und fehlendes Vertrauen der politischen Entscheidungsträger*innen gegenüber jungen Engagierten zu adressieren und sie zugleich abzubauen.

Neben dem Klimawandel schätzen Navika Deol und Müzeyen Tasdelen eine unzureichende Integration und Inklusion junger Migrant*innen in der europäischen Gesellschaft als ein großes Problem ein. Die Kompetenz dieser Akteur*innen muss wahrgenommen und in Lösungsansätze für aktuelle Herausforderungen integriert werden: „Dass mir dann meine Kompetenz abgesprochen wird, nur, weil ich ein Migrationshintergrund habe oder dass man einfach schnell zum Aushängeschild für eine tolle Integration wird […] will ich auch nicht. […] Ich bin nicht nur meine Migrationsgeschichte, ich bin mehr als das und das Engagement, das ich mache, mache ich ja nicht, weil ich ein Migrationshintergrund habe, sondern weil mich das Thema persönlich interessiert!“, betont Navika Deol.

Durch Informationskampagnen und Veranstaltungen benennt Mindchangers genau diese gesellschaftlichen Missstände. Mit Aufklärungsarbeit und Austausch unterstützt die Kampagne den Wandel.

Im zweiten Teil des Podcasts befasst sich Staatssekretär Rudi Hoogvliet unter anderem mit zwei im Bundesrat diskutierten Themen. Zum einen mit der Etablierung einer neuen Wärmeplanung zur Dekarbonisierung der Wärmenetze. Zum Zweiten mit den Änderungen des Energiewirtschaftgesetzes sowie des Bodenüberwachungsgesetzes. Außerdem wird der Entwurf zur zirkulären Wirtschaft im Automobilsektor, die Beitrittsverhandlungen der Europäischen Union mit der Ukraine, Republik Moldau und Bosnien und Herzegowina und das Vorhaben zur Änderung der Luftsicherheitsgebührenverordnung diskutiert.

Deine Ansprechpartnerin

MÜZEYEN TASDELEN

Projektkoordination Mindchangers & bwirkt! Inland

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MINDCHANGERS

Out Now: Mindchangers Youth Declaration

Teilnehmende des diesjährigen Mindchangers International Youth Meetings bei der Verabschiedung der „Mindchangers Youth Declaration“; Foto: Vivien Staff

Die „Mindchangers Youth Declaration: Appeals and Proposals by Young People for a Sustainable Future – Mindchangers International Youth Meeting 2023, Stuttgart“ ist da!

Beim diesjährigen Mindchangers International Youth Meeting in Stuttgart haben rund 100 junge Menschen aus den Projekten aller sechs Partnerregionen drei Tage lang an der Entwicklung der Deklaration gearbeitet und diese verabschiedet. Sie enthält Forderungen und Vorschläge zur Überwindung der Barrieren für junges Engagement – insbesondere im Hinblick auf die Agenda 2030. Das Engagement junger Menschen steht in ganz Europa vor denselben Herausforderungen. Die Delegierten diskutierten und kombinierten ihre internationale Erfahrung und ihr Fachwissen aus den Projektaktivitäten, um diesen Maßnahmenkatalog zu entwerfen, der sich an lokale, nationale und internationale Behörden und Institutionen sowie an Vertreter*innen der Zivilgesellschaft und Netzwerke aus dem öffentlichen und privaten Sektor richtet.

Die „Mindchangers Youth Declaration“ ist ein starkes Statement von jungen Menschen als entscheidende Akteur*innen für den globalen Wandel hin zu einer nachhaltigen Zukunft.

Die englische Fassung der „Mindchangers Youth Declaration“ findet ihr hier. Die deutsche Version ist bereits in Arbeit und kann Anfang 2024 ebenfalls heruntergeladen werden.

MÜZEYEN TASDELEN

Projektkoordination Mindchangers & bwirkt! Inland

DIANA TEJADA

Kommunikation & Öffentlichkeitsarbeit

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MINDCHANGERS

MINDCHANGERS FUTURE IMPACT SUMMIT

Tuesday, September 26, 2023, 2:00 p.m. - 6:00 p.m. and open-end get-together at Sparkassenakademie Baden-Württemberg, Stuttgart, Germany. The language of the conference is English (without translation).

You are committed to global justice and implemented sustainability? You want to widen your international network and exchange experiences with other young people?

The State Ministry Baden-Württemberg and the Foundation for Development Cooperation Baden-Württemberg (SEZ) invite you warmly to the „Mindchangers Future Impact Summit – directing global change“, to take part to the international event on youth engagement and global justice.

We are now officially at the mid-term review of the 2030 Agenda, which shows us that as a global community we need to work together even more closely to achieve the goals of the 2030 Agenda. Youth engagement, together with civil society engagement and the interaction of all actors at the local level, is a fundamental key to achieving the Sustainable Development Goals (SDGs).

Together with young people from Mindchangers projects in the six partner regions and other true global impact makers, who are committed to global justice and sustainability, we will explore innovative approaches to the UN 2030 Agenda. The resulting impulses will be discussed at the Mindchangers Future Impact Summit with Rudi Hoogvliet, State Secretary for Development Policy in Baden-Württemberg, representatives from politics, municipalities, NGOs and academia, as well as committed partners from all across the world and young people from Baden-Württemberg, to ensure a holistic approach concerning the SDGs.

The discourses from the Summit will then flow into the Mindchangers Stuttgart Declaration, which will be developed during the International Youth Meeting and whose results will be passed on to the EU and the respective regional political and civil society representatives and networks as an impulse and catalog of measures.

With art performance, international keynote speakers, and input from young people from Mindchangers projects in all partner regions, we will present young engagement in all its forms and colors at the Mindchangers Future Impact Summit. In the active phase, young people, political hosts, experts and EU stakeholders will work together to develop solutions for the 2030 Agenda as impulses of the Mindchangers Stuttgart Declaration. The Gallery of Change and the open-end get-together with food & drinks are the perfect opportunity for local and international exchange and networking.

About Mindchangers

The goal of Mindchangers is to mobilize and build regional and international networks for young people, who are dedicated to the 2030 Agenda on a global level and are focusing their engagement on the topics of climate change, migration, diversity, respect, and solidarity. At the three-day Mindchangers International Youth Meeting, young people from the partner regions Baden-Württemberg, Piemont (IT), Auvergne-Rhône-Alpes (FR), La Rioja (ES), Fédération Wallonie-Bruxelles (BE) und Dolj County (RO) will come together for the exchange of ideas and expertise.

Since October 2020, six European regions, civil society organizations, local authorities, and the young generation are working together on the EU-financed project „Mindchangers – Regions and Youth for Planet and People“. Individual and civic engagement of young people on the topics of climate change, climate justice, migration and sustainable development was funded in 114 projects from all Mindchangers regions. Therefore, it is important to work on strengthening the collaboration between local authorities, civil society organizations, and young people.

THE KEY NOTES

Grace A. Orao

 

Grace is a 27-year-old African peace practitioner with a compelling mission to reshape the narrative surrounding the involvement of young people as integral partners in driving change and advancing the development agenda. Currently, she is the assigned Regional Coordinator for East and Southern Africa at the United Network Of Young Peace-builders (UNOY) and the Executive Director of Women Volunteers for Peace (WOVOP).

 

Dr. Max Jungmann

 

Max is the founder and CEO of Momentum Novum, a strategy consultancy focused on sustainable development. He is also the Executive Manager of the Heidelberg Center for the Environment (HCE) at Heidelberg University. After studying political science as well as sociology, media and communication science at the Universities of Trier and Heidelberg, he earned his PhD on health policy challenges of climate change at Heidelberg University. Max is a Climate Reality Leader and served for over 7 years on the senior staff of the largest UN simulation in the world, the National Model United Nations New York.

 

 

Thor Morante Brigneti

 

Thor is a communications specialist and project coordinator with 15 years of professional experience working in the environmental field — both in Peru and in Central and Eastern Europe (CEE). As a journalist, he extensively published about the depredation of the Peruvian Amazon due to illegal gold mining activities. More recently, he has been focusing on the implementation of projects and initiatives in CEE, ranging from working with regional experts in the low-emission development strategies (LEDS) field to working with the youth on climate change awareness raising through a gamification approach.

Moderation

Jenny Mushegera

 

Jenny is a leadership and development expert, currently working as desk officer for one of Germany’s biggest development cooperation organizations. Jenny is the founder and president of CongoExcellence and has been part of various pioneering projects and activities, like the Model African Union Summit. Furthermore, she served as the Deputy Secretary-General of the African Union Diaspora Youth Initiative and was one of 20 African women leaders selected to participate in a competitive pilot program under the supervision of the Permanent Observer Mission of the African Union to the United Nations in New York.

Facilitators

Momentum Novum

 

Momentum Novum is a strategy consultancy, which empowers organizations to integrate sustainability into their business models. Through our interactive approach, we develop sustainable strategies together with our clients, build capacities and implement effective measures. United for sustainable development.

Sustainable leadership aligns the health and productivity of teams and organisations with the health of our planet and society. Sustainable innovation management makes use of interactive, user-centred methods to harness the full innovation potential of sustainability. Sustainable strategy development integrates a holistic approach to sustainable development into the core business strategy. Effective and inclusive change management is essential for the success of transformation processes.

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